Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 04:54 Nach sieben Monaten Pause: Russischer Touristenflieger in Kuba gelandet +++

Russen, die es ins Warme zieht, können wieder nach Kuba reisen. Trotz der Sanktionen gegen Russland verkehren wieder touristische Flüge zwischen den Ländern. Erstmals seit sieben Monaten ist wieder eine Maschine der russischen Nordwind Airlines im Urlauberort Varadero gelandet. Wie viele Touristen an Bord waren, ist unbekannt. Die Gesellschaft Nordwind Airlines hatte Monate an einer Route gearbeitet, die den Luftraum der USA und der Europäer vermeidet. Dieser ist für russische Fluggesellschaften geschlossen.

+++ 03:00 EVP-Chef Weber besorgt wegen Erdogans Putin-Nähe +++
Vor dem heutigen Gründungsgipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Prag warnt der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, vor der Nähe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu Russlands Staatschef Wladimir Putin. "Putin darf nicht durch die Hintertür zurück an den europäischen Tisch kommen", sagt der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung mit Blick auf Erdogan, der zu dem Gipfel eingeladen ist. Bundeskanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dürften bei dem Treffen "keine Zweideutigkeiten bezüglich der Unterstützung für die Ukraine und der Zukunft der EU" zuzulassen, so Weber. Erst Mitte September habe sich der türkische Staatschef bei einem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) im usbekischen Samarkand "gerne mit Putin und einigen seiner Komplizen wie dem weißrussischen Diktator Lukaschenko präsentiert".

+++ 01:49 Ukraine meldet Rückeroberung von drei weiteren Orte +++
Die Ukraine hat nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj in den letzten 24 Stunden drei weitere Siedlungen in der südlichen Region Cherson zurückerobert. Die Orte liegen alle nordöstlich der gleichnamigen Stadt. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor. Selenskyj hatte bereits am Dienstagabend von "dutzenden" zurückeroberten Ortschaften in der Region Cherson gesprochen. Die gesamte nordöstliche Region Charkiw befinde sich bereits unter ukrainischer Kontrolle, hatte die Regierung in Kiew zuvor vermeldet.

+++ 01:01 AfD will Abgeordnete wegen Russlandreise abmahnen +++
Der AfD-Bundesvorstand mahnt drei Landtagsabgeordnete für ihre Reise nach Russland ab. Das bestätigt ein Parteisprecher. Die genaue Begründung werde noch erarbeitet. Bei den drei Politikern handelt es um Christian Blex aus Nordrhein-Westfalen sowie Hans-Thomas Tillschneider und Daniel Wald aus Sachsen-Anhalt. Die drei Politiker waren im September nach Russland gereist, hatten den Trip nach scharfer Kritik aber abgebrochen. Vertreter anderer Parteien warfen der AfD vor, auf der Seite von Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu stehen.

 

+++ 23:55 Angebliche Goldzähne stammen offenbar nicht von Folteropfern +++
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat offenbar eine Falschinformation herausgegeben: Ein Bild, das sich in den sozialen Medien verbreitet, zeigt nach Informationen der "Bild"-Zeitung nicht wie angegeben Goldzähne von Folteropfern oder Getöteten. Reporter vor Ort berichten, es handle sich um die Sammlung eines örtlichen Zahnarztes, dessen Haus von russischen Soldaten geplündert worden sei. Die Zahnkronen seien aus Stahl und wurden von den russischen Besatzern offenbar genutzt, um die Bevölkerung einzuschüchtern.  

 

+++ 22:59 Selenskyj kündigt Bewerbung für Fußball-Weltmeisterschaft 2030 an +++
Berichte gab es schon gestern, jetzt bestätigt es der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache: Die Ukraine will die Fußball-Weltmeisterschaft ins Land holen. "Zusammen mit unseren Freunden - Spanien und Portugal - bewerben wir uns um die Ausrichtung der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2030", so Selenskyj. Bezüglich der Erfolgschancen gab er sich optimistisch. Es werde "sehr symbolisch sein, wenn drei Länder der Europäischen Union - Spanien, Portugal und die Ukraine - gemeinsam die Weltmeisterschaft ausrichten können". Die Ukraine hat erst vor wenigen Monaten den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten.

 

+++ 22:02 Mit Panzer vorgefahren: Video zeigt offenbar kapitulierende russische Soldaten +++
Im Internet macht ein Video die Runde, das offenbar die Kapitulation von drei russischen Soldaten zeigt. In dem Film ist zu sehen, wie die Soldaten auf einem mit weißen Tüchern behängten Panzern zu einer Stellung ukrainischer Soldaten fahren, die sie anschließend festnehmen. Der ehemalige Leiter der Böll Stiftung in Kiew, Sergej Sumlenny, schreibt dazu: "Einige russische Panzersoldaten entschieden sich für "Khochu Zhit" (Ich will leben). So heißt das ukrainische Programm, das es russischen Soldaten ermöglicht, ihre Kapitulation im Voraus zu arrangieren und Missverständnisse bei der Kapitulation zu vermeiden. So hilft die Ukraine den Russen, in diesem Krieg zu überleben."

+++ 21:40 Forscher: Weniger Methan als befürchtet aus Nord-Stream-Pipelines freigesetzt +++
Durch die Lecks an den Nord-Stream-Gaspipelines ist nach Angaben von französischen Forschern weniger klimaschädliches Methan in die Atmosphäre gelangt als befürchtet. Daten von Überwachungsstationen in ganz Europa hätten sie zu dem Schluss gebracht, dass 70.000 Tonnen Methan freigesetzt worden seien, erklären Wissenschaftler der französischen Kommission für Atomenergie und alternative Energien (CEA). Andere Schätzungen wären mit bis zu 300.000 Tonnen auf ein Vielfaches dieser Menge gekommen. Die geschätzte Menge, die freigesetzt wurde, entsprechen den Forschern zufolge zwei Prozent der französischen Kohlenstoffemissionen oder den Emissionen von Paris für ein ganzes Jahr.

Frühere Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/rts/AFP/dpa

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