Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 05:06 Minister betont Bedeutung von Nato-Präsenz vor Norwegens Küste  +++

Norwegens Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram hat die Wichtigkeit der Präsenz von Verbündeten in den Gewässern vor der Küste seines Landes hervorgehoben. "Unsere Infrastruktur ist jetzt für ganz Europa wichtig", sagte Gram der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Nach dem Ende der russischen Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 ist Norwegen wichtigster Gaslieferant Deutschlands und Westeuropas.

+++ 03:56 Ukraine klagt über Verzögerung bei Getreide-Export +++
Russland beschränkt ukrainischen Angaben zufolge weiterhin die Getreide-Ausfuhren durch die Verzögerung von Schiffskontrollen. "Es war üblich, 40 Inspektionen pro Tag durchzuführen, jetzt gibt es aufgrund der Position Russlands fünfmal weniger Kontrollen", schreibt der ukrainische Infrastrukturminister Olexander Kubrakow auf seiner offiziellen Facebook-Seite. Im Oktober verließen rund 4,2 Millionen Tonnen Getreide die ukrainischen Häfen, im November sollen laut Kubrakow nicht mal drei Tonnen exportiert werden. 77 Schiffe warteten in der Türkei auf die Inspektionen, obwohl die drei Schwarzmeerhäfen nur zur Hälfte ausgelastet seien. Russland hatte die für die weltweiten Nahrungsmittel-Exporte wichtige Verlängerung des Getreide-Abkommens mit der Ukraine Mitte November bestätigt.

+++ 02:15 Britischer Premier will massive Militärhilfe fortführen +++
Der britische Premierminister Rishi Sunak will keine Abstriche an den von seinen Vorgängern der Ukraine gewährten Hilfen vornehmen. Das geht aus einer auszugsweise veröffentlichten Rede hervor, die der Regierungschef heute halten will. "Wir werden an der Seite der Ukraine stehen, solange das nötig ist. Und wir werden das Niveau unserer militärischen Hilfen im kommenden Jahr halten oder erhöhen. Und wir werden neue Hilfen für die Luftverteidigung geben", wird Sunak sagen. Großbritannien ist nach nationalen Angaben mit 2,3 Milliarden Pfund (2,7 Mrd Euro) nach den USA das Land mit den größten Rüstungshilfen für die Ukraine.

+++ 00:13 Klitschko wehrt sich gegen Selenskyjs Kritik +++
Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, wehrt sich gegen Vorwürfe von Präsident Wolodymyr Selenskyj, nicht genug zum Schutz der Bürger angesichts von Energieausfällen und winterlichen Temperaturen zu tun. Es gebe 430 sogenannte Wärme-Zentren für die Kiewer, weitere Hundert seien geplant, falls sich die Lage weiter zuspitzen sollte, erklärt Klitschko. "Ich will nicht in politische Streitereien verwickelt werden", schreibt er auf Telegram. "Das ist sinnlos. Ich habe Dinge in der Stadt zu erledigen." Selenskyj hatte vergangene Woche moniert, ihn erreichten viele Klagen über die in der Hauptstadt angesichts der Schäden an der Infrastruktur ergriffenen Maßnahmen.

+++ 23:17 Selenskyj stellt Ukrainer auf harten Winter ein +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt seine Landsleute auf einen harten Winter mit heftigen russischen Angriffen ein. "Solange sie Raketen haben, werden sie nicht ruhen", sagt Selenskyj in seiner Videoansprache am Abend über die russischen Soldaten. Die ukrainische Armee bereite sich auf die Abwehr von weiterem Beschuss vor. "Russland versucht in diesem Winter, die Kälte gegen die Menschen einzusetzen", sagt Selenskyj zudem mit Blick auf die gezielten Angriffe Moskaus auf ukrainische Strom- und Wärmekraftwerke. Er ruft die Ukrainer auf, hilfsbedürftige Mitmenschen in der kalten Jahreszeit besonders zu unterstützen. Nun sei Zusammenhalt gefragt. "Zusammen werden wir alles überstehen", betont der Staatschef.

+++ 22:05 Erstmals seit Befreiung: Cherson wieder am Stromnetz +++
Die Ukraine hat weitere Fortschritte bei der Stromversorgung der kürzlich befreiten Gebietshauptstadt Cherson im Süden ihres Landes gemeldet. Mittlerweile seien rund 17 Prozent der Haushalte wieder ans Elektrizitätsnetz angeschlossen, teilt Gebietsgouverneur Jaroslaw Januschewytsch am Abend mit. Der Vizechef des Präsidialamtes, Kyrylo Tymoschenko, veröffentlicht auf Telegram ein im Dunkeln aufgenommenes Foto, auf dem einzelne erleuchtete Häuserfenster zu sehen sind. Nach mehreren Monaten unter russischer Besatzung hatte die ukrainische Armee die Stadt Cherson und weitere Orte des gleichnamigen Gebiets Mitte November zurückerobert. Seitdem ist die Stadt mit ihren einst 300.000 Einwohnern nicht nur heftigen russischen Angriffen ausgesetzt, sondern kämpft auch mit massiven Problemen bei der Strom-, Wärme- und Wasserversorgung.

+++ 21:15 "Vor Weihnachten": Kiew zeigt lächelnde HIMARS +++
Den Ukrainern ist trotz Kälte und Blackouts das Lachen nicht vergangen. Das Verteidigungsministerium in Kiew zeigt das Foto eines grinsenden Raketenwerfers. "In Erwartung von Weihnachten sammelt ein lächelnder HIMARS Besatzer unter dem Weihnachtsbaum", heißt es in dem Tweet des Ministeriums. In den sozialen Medien kursieren Filme, wie Zivilisten ohne Strom mit viel Phantasie kochen und heizen.

Die früheren Entwicklungen im Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, vpe/hul/rts/AFP/dpa

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