Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 06:33 Chinas Außenhandel legt trotz Iran-Unsicherheit deutlich zu +++

09.06.2026, 00:12 Uhr

Chinas Außenhandel gewinnt im Mai trotz erhöhter Unsicherheit durch den Iran-Krieg deutlich an Fahrt. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat in US-Dollar gerechnet um 19,4 Prozent, wie die chinesische Zollverwaltung mitteilt. Die Einfuhren legten demnach um 27,4 Prozent zu. Der Handelsüberschuss belief sich auf 105,4 Milliarden US-Dollar (rund 91 Milliarden Euro). Damit lagen die Zuwächse noch über den bereits starken Werten des Vormonats. Die Auslandsnachfrage bleibt für China weiter eine wichtige Konjunkturstütze.

+++ 05:43 KI im Iran-Krieg eingesetzt? US-Regierung streitet mit Anthropic +++

Die US-Regierung weist Vorwürfe der unrechtmäßigen Vergeltung gegen das KI-Unternehmen Anthropic zurück. In einem Gerichtsdokument räumt das Justizministerium jedoch ein, dass US-Behörden die Nutzung des Chatbots Claude eingeschränkt hätten. Dies sei geschehen, nachdem sich das Start-up Forderungen des Verteidigungsministeriums zur militärischen Nutzung widersetzt hatte. Das Ministerium forderte ein Bundesgericht in San Francisco auf, die Klage von Anthropic aus verfahrensrechtlichen Gründen abzuweisen, da es sich nicht um eine endgültige behördliche Maßnahme handele. Das Unternehmen hatte im März gegen Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth geklagt, nachdem das Pentagon Anthropic als Risiko für die Lieferkette eingestuft hatte. Hegseth hatte die Sperre verhängt, weil sich Anthropic geweigert hatte, Schutzmechanismen zu entfernen, die den Einsatz seiner Künstlichen Intelligenz (KI) für autonome Waffen oder inländische Überwachung verhindern. Insidern zufolge wurde die Technologie für militärische Operationen im Iran eingesetzt. Der Rechtsstreit gilt als Test für den Einfluss der Regierung auf die Wirtschaft und die Kontrolle über KI-Technologien.

+++ 04:17 Netanjahu: Teheran versucht, Israel neue Gleichung aufzuzwingen +++

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigt die Feuerpause zwischen Israel und dem Iran in einer Videobotschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man mit aller Härte reagieren, warnt er. Israels Konflikt mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz sei noch nicht beendet. Beide hätten in den vergangenen 24 Stunden versucht, Israel eine "neue Gleichung" aufzuzwingen. "Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schießen und dass wir nicht reagieren." Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betont er.

+++ 02:51 Ölpreis legt wegen Sorgen um Lieferunterbrechungen leicht zu +++

Der Ölpreis legt im frühen Handel angesichts anhaltender Sorgen über Lieferunterbrechungen leicht zu. Während der Iran und Israel signalisiert hätten, von einer weiteren Eskalation der Feindseligkeiten abzusehen, hätten die Huthi im Jemen ein vollständiges Verbot für die israelische Schifffahrt im Roten Meer angekündigt, schreiben die Analysten von ANZ Research in einem Kommentar. Dies "erhöhe das Risiko für eine der wichtigsten alternativen Routen, über die saudisches Rohöl auf den internationalen Markt gelangt".

+++ 01:44 Israel: Militär fängt im Süden des Landes Drohne aus dem Jemen ab +++

Die israelische Luftwaffe fängt nach eigenen Angaben über dem Süden des Landes eine Drohne aus dem Jemen ab. Der Vorfall im Luftraum über der Stadt Eilat am Roten Meer sei abgeschlossen, teilt das Militär bei X mit. Die Streitkräfte machen keine Angaben dazu, welche Gruppe sie für den Drohnenangriff verantwortlich machten. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hatte am Montag einen Angriff auf Israel mit mehreren Raketen für sich beansprucht. Es war der erste direkte Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April, also etwa seit Beginn der Waffenruhe im Iran-Krieg.

+++ 00:49 Libanons Gesundheitsministerium: Fünf Tote bei israelischem Angriff +++

Bei einem israelischen Angriff auf den Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Acht weitere seien bei dem Angriff auf Tyros verletzt worden, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Darunter seien vier Sanitäter des Roten Kreuzes. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor erklärt, die israelische Armee werde die Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon ungeachtet iranischer Drohungen weiter fortsetzen.

+++ 23:42 Ermittlungen gegen Israels Sicherheitsminister Ben-Gwir in Italien +++

In Italien laufen Insiderangaben zufolge Ermittlungen gegen den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gwir wegen des Verdachts der Folter und Freiheitsberaubung. Hintergrund ist der Umgang mit Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Monat, unter denen sich auch italienische Staatsbürger befanden, wie aus Justizkreisen verlautet. Ben-Gwir erklärt in einer Stellungnahme, er werde sich den Ermittlungen nicht entziehen und weiterhin an der Seite der israelischen Einsatzkräfte stehen. Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnet das Vorgehen gegen die Aktivisten als "inakzeptabel". Sollten die Ermittlungen ergeben, dass eine Anklage gerechtfertigt ist, könnten die Staatsanwälte einen formellen Antrag auf Einleitung eines Verfahrens stellen.

+++ 22:44 Trump warnt Netanyahu vor Krieg gegen Iran im Alleingang +++

US-Präsident Donald Trump warnt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu vor einem erneuten Krieg gegen den Iran. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagt Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. "Ich habe gesagt: 'Bibi (Netanyahu), du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein'", zitiert das Portal den US-Präsidenten.

+++ 21:43 Iran: Neuer Sicherheitsgürtel von Hormus bis zum Roten Meer +++

Die iranischen Al-Kuds-Brigaden kündigen die Errichtung eines neuen Sicherheitsgürtels an. Dieser "Gürtel des Widerstands" soll sich von der Straße von Hormus bis zur Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen sowie vom Golf bis zum Roten Meer erstrecken, sagt der Kommandeur Esmail Kaani nach Angaben von staatlichen Medien. Unter dem Begriff "Widerstand" oder "Achse des Widerstands" fasst die Führung in Teheran ihre Verbündeten in der Region zusammen, zu denen unter anderem die Huthi-Rebellen im Jemen gehören.

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