Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 05:54 Russland will nicht mit Kiew oder "seinen Puppenspielern" reden +++

Russland schließt nach den Worten des stellvertretenden russischen Außenministers Sergej Rjabkow derzeit Gespräche mit der Regierung in Kiew und dem Westen aus. Nach der Zusage der USA, Kampf-Panzer an die Ukraine zu liefern, sei es sinnlos, mit Kiew oder seinen "Puppenspielern" zu reden, zitiert die russische Nachrichtenagentur RIA Rjabkow.

+++ 04:31 Stoltenberg dringt auf Waffenlieferungen aus Südkorea für Ukraine +++
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg fordert Südkorea auf, die militärische Unterstützung für die Ukraine zu verstärken. "Wenn wir nicht wollen, dass Autokratie und Tyrannei siegen, dann brauchen (die Ukrainer) Waffen, das ist die Realität", sagt Stoltenberg in einer Rede in Seoul. Südkorea könne per Gesetz keine Waffen an Länder, die in militärische Konflikte verwickelt sind, liefern, entgegnet Präsident Yoon Suk-yeol. Stoltenberg verweist auf Länder wie Deutschland, Schweden und Norwegen, die eine ähnliche Politik verfolgten, diese aber inzwischen geändert hätten. Südkorea hat seit Beginn des Krieges Verträge über Hunderte von Panzern, Flugzeugen und anderen Waffen für das NATO-Mitglied Polen unterzeichnet und humanitäre Hilfe in die Ukraine geschickt.

+++ 03:02 Heusgen: USA hätten mehr von Scholz erwartet +++
Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, wirft Bundeskanzler Olaf Scholz vor, die USA mit seinem Verhalten in der Kampfpanzer-Debatte verstimmt zu haben. Die US-Regierung hätte erwartet, dass Deutschland bei den Leopards die Führungsrolle übernimmt - der Kanzler habe diese aber nicht angenommen. "Freunde hat sich der Bundeskanzler in Washington damit sicherlich nicht gemacht", sagt Heusgen der "Rheinischen Post". Deutschland bleibe hinter seinen Möglichkeiten als wirtschaftlich stärkstes und den Erwartungen zurück, kritisiert der Diplomat.

+++ 01:49 Boris Johnson: Putin hat mir gedroht +++
Der russische Präsident Wladimir Putin soll nach Angaben des britischen Ex-Premiers Boris Johnson kurz vor Beginn des Ukraine-Kriegs persönliche Drohungen gegen diesen ausgesprochen haben. "Er hat mir irgendwann quasi gedroht und gesagt, 'Boris, ich will dir nicht weh tun, aber mit einer Rakete würde es nur eine Minute dauern' oder so ähnlich", erzählt Johnson in einer BBC-Dokumentation, die heute ausgestrahlt werden soll. "Dem sehr entspannten Tonfall nach zu urteilen und der Gelassenheit, die er an den Tag zu legen schien, hat er wohl einfach mit meinen Versuchen gespielt, ihn zum Verhandeln zu bewegen", so Johnson weiter.

+++ 00:57 Rakete tötet mindestens eine Person in Charkiw +++
Bei dem Einschlag einer Rakete in ein Apartmenthaus in Charkiw soll mindestens ein Mensch ums Leben gekommen sein. Das schreibt der Gouverneurs der Region, Oleg Synehubow, auf Telegram. Weitere Verletzte würden behandelt. Ihre Zahl hatte Synehubow zuvor mit drei angegeben. Laut einem Foto der Nachrichtenagentur Reuters steht das Wohngebäude in Flammen.

+++ 23:51 Russische Rakete schlägt in Apartmenthaus in Charkiw ein +++
In der ukrainischen Großstadt Charkiw hat nach Worten des Gouverneurs der Region, Oleg Synehubow, eine russische Rakete ein Apartmenthaus getroffen. Rettungsteams seien auf dem Weg zu dem Gebäude, teilt Synehubow auf Telegram mit. Ersten Hinweisen zufolge handele es sich um eine C-300-Rakete. Angaben zu Verletzten und Schäden lägen noch nicht vor.

+++ 22:58 Erdogan: Türkei könnte nur Finnlands NATO-Beitritt zustimmen +++
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan deutet erstmals an, dass die Türkei der NATO-Norderweiterung nur im Fall von Finnland zustimmen könnte, nicht aber für Schweden. "Wenn notwendig, können wir eine andere Antwort in Bezug auf Finnland geben", sagt er bei einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Jugendlichen. "Schweden wird schockiert sein, wenn wir für Finnland eine andere Antwort geben". Es ist das erste Mal, dass die Türkei die Bereitschaft andeutet, die finnische Kandidatur getrennt von der schwedischen zu behandeln. Erdogan verlang von Schweden ein härteres Vorgehen gegen kurdische Aktivisten und die Auslieferung zahlreicher Personen. Mehr dazu hier.

+++ 21:49 Ukraine: Russland führt Offensiven in Region Donezk durch +++
Die russischen Truppen führen nach ukrainischen Angaben in der östlichen Region Donezk eine militärische Offensive durch. Wie der ukrainische Generalstab berichtet, versuchten die Kremltruppen in Lyman, Bachmut, Awdijiwka und Nowopawliwka vorzustoßen und an anderen Stellen der Frontlinien die besetzten Gebiete zu halten. Der Generalstab schreibt weiter, dass die russischen Truppen am heutigen Sonntag insgesamt 24 Mal ukrainische Stellungen mit Raketenwerfer-Systemen beschossen hätten. Dabei seien auch Zivilisten getötet und verletzt worden.

+++ 21:10 Selenskyj: "2023 muss und wird Jahr des Sieges sein" +++
Ungeachtet der derzeit schwierigen Lage an der Front zeigt sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gegenüber den russischen Angreifern siegessicher. "2023 muss und wird definitiv das Jahr unseres Sieges sein!", schreibt Selenskyj am Abend auf Telegram. In seiner allabendlichen Videoansprache räumt er mit Blick auf den schwer umkämpften Osten seines Landes zugleich ein: "Die Situation ist sehr hart." Im Gebiet Donezk seien vor allem die Städte Bachmut und Wuhledar weiter ständigem russischem Beschuss ausgesetzt.

Die früheren Entwicklungen im Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa/rts/DJ

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