Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 06:50 Indonesiens Präsident reist nach Moskau und Kiew +++

Der indonesische Präsident Joko Widodo will bei seinem bevorstehenden Besuch in Moskau und Kiew seine russischen und ukrainischen Amtskollegen zum Dialog auffordern. "Der Krieg muss aufhören, und die globalen Nahrungsmittelketten müssen reaktiviert werden", sagt Widodo vor seiner Abreise zum G7-Gipfel im bayerischen Schloss Elmau, zu dem er als Gast geladen ist. Er werde auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin auffordern, einen sofortigen Waffenstillstand anzuordnen. Indonesien hat in diesem Jahr den G-20-Vorsitz. In der kommenden Woche will Widodo nach Moskau und Kiew reisen.

+++ 06:14 Explosionen erschüttern Zentrum von Kiew +++
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Morgen von mehreren Explosionen erschüttert worden. Nach Berichten von AFP-Journalisten wurde ein Wohnkomplex im Zentrum der Stadt getroffen, Feuer brach aus. Krankenwagen und Rettungskräfte seien im Bezirk Schewtschenko im Einsatz, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko im Nachrichtendienst Telegram. Anton Heraschtschenko, ein Berater des ukrainischen Innenministers, schreibt, Augenzeugen hätten von Raketen berichtet. Ob es Verletzte oder Tote gab, ist bislang unklar.

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+++ 05:59 Bas will Energie im Bundestag sparen +++
Wegen der Energieknappheit in Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine plant Bundestagspräsidentin Bärbel Bas laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung Einsparungen beim Energieverbrauch im Reichstagsgebäude. "In der aktuellen Lage müssen wir alle unseren Energieverbrauch reduzieren", sagt die SPD-Politikerin dem Blatt. Das gelte auch für den Bundestag. Sie habe die Verwaltung aufgefordert, ihr kurzfristig ein Konzept dazu vorzulegen, "mit welchen Maßnahmen wir unseren Beitrag leisten werden". Der Plenarsaal im Reichstagsgebäude wird demnach bislang per Klimaanlage auf bis zu 22 Grad heruntergekühlt.

+++ 04:36 Selenskyj: Ukraine in emotional schwieriger Kriegsphase +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die Ukraine in einer emotional schwierigen Phase des Krieges. "Wir haben kein Gefühl dafür, wie lange es dauern wird, wie viele Schläge, Verluste und Anstrengungen noch nötig sein werden, bevor wir sehen, dass der Sieg in Sicht ist", sagt Selenskyj in seiner nächtlichen Videobotschaft. Die unerbittlichen Raketenangriffe bestätigten, dass die Sanktionen gegen Russland nicht ausreichten, um der Ukraine zu helfen. "Die Luftabwehrsysteme - die modernen Systeme, über die unsere Partner verfügen - sollten nicht auf Übungsplätzen oder in Lagern stehen, sondern in der Ukraine, wo sie jetzt gebraucht werden, mehr als irgendwo sonst auf der Welt", sagt Selenskyj.

+++ 04:09 Evakuierung von Chemiewerk wegen Beschuss ausgesetzt +++
Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass ist die Evakuierung von Menschen aus einem Chemiewerk in Sjewjerodonezk wegen ukrainischem Beschuss ausgesetzt worden. Die Agentur beruft sich dabei auf die örtliche Polizei in der wenige Stunden zuvor von russischen Truppen eroberten Stadt. Nach Angaben eines hochrangigen Beraters des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj befinden sich auch nach dem Rückzug ukrainischer Truppen aus Sjewjerodonezk noch Spezialeinheiten in der Stadt, die das Artilleriefeuer auf die russischen Truppen dirigieren.

+++ 03:11 EVP-Chef mahnt langen Atem der G7 an +++
Vor dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau mahnt der Chef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, eine langfristige Unterstützung der Ukraine an. Notwendig sei "die Botschaft an den Kriegstreiber Putin, dass er diesen Krieg nicht gewinnen wird", sagt Weber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Es darf keinen Zweifel daran geben, dass die westlichen Demokratien einen langen Atem haben und bereit sind, der Ukraine langfristig zu helfen." Zugleich ruft Weber die G7 dazu auf, neue Partner in Asien, Afrika oder Südamerika zu gewinnen. Es müsse gelingen, "eine Art Freihandelszone der freien Welt aufzubauen, in der man sich gegenseitig unterstützt", forderte der EVP-Chef. China dürfe nicht der Profiteur von neuen Konflikten und einer "westlichen Naivität" sein.

+++ 01:38 Nouripour warnt vor "Kriegsmüdigkeit" +++
Der Co-Vorsitzende der Grünen, Omid Nouripour, ruft die G7 vor ihrem Treffen im bayerischen Elmau dazu auf, die Ukraine und die Länder des globalen Südens stärker zu unterstützen. "Es ist Aufgabe der wirtschaftsstärksten demokratischen Industrienationen, gemeinsam und abgestimmt für den Schutz von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten einzustehen", sagt Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Vom G7-Gipfel muss ein starkes Signal der Unterstützung ausgehen, sowohl für die Ukraine als auch für die Länder des globalen Südens." Es dürfe keine "Kriegsmüdigkeit" einkehren. "Die militärische und finanzielle Unterstützung für die Ukraine muss auch in der nächsten Phase des Konflikts weitergehen. Darüber hinaus braucht es weitere finanzielle Hilfen für die Länder des globalen Südens, die von den Folgen des Krieges hart getroffen sind." Die G7-Staaten müssten sich darauf verständigen, wie die Folgen des Krieges auf die Welternährungslage abgemildert werden könnten.

+++ 00:57 Großbritannien übernimmt weitere Kreditgarantien +++
Großbritannien ist bereit, im Laufe des Jahres weitere 525 Millionen Dollar an Weltbankkrediten für die Ukraine zu garantieren. Damit werde sich die finanzielle Unterstützung in diesem Jahr auf insgesamt 1,5 Milliarden Dollar belaufen, erklärt Premierminister Boris Johnson vor dem G7-Gipfel im bayerischen Schloss Elmau. "Die Ukraine kann gewinnen und sie wird gewinnen. Aber sie braucht dazu unsere Unterstützung", sagt Johnson. "Jetzt ist nicht die Zeit, die Ukraine aufzugeben."

+++ 23:29 Ischinger sieht Westen in der Defensive +++
Der langjährige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sieht den Westen vor dem G7-Gipfel in Elmau in der Defensive. "Den eigentlichen Sinn dieses Gipfels sehe ich in der Bekräftigung der westlichen Entschlossenheit, eine regelbasierte internationale Ordnung gegen massive Völkerrechtsbrüche wie die von Putin zu verteidigen", sagt der frühere Spitzendiplomat dem Berliner "Tagesspiegel": "Es ist ein Defensivtreffen zur Verteidigung unserer Werte und Regeln." Der Irak-Krieg und der Afghanistan-Krieg hätten die Glaubwürdigkeit des Westens erschüttert, meint der heutige Chef des Stiftungsrats der Sicherheitskonferenz. "Deshalb hat der Westen im Ringen mit Russland und China keine besonders guten Karten", meint er: "Wir haben da eine sehr ungünstige Ausgangsposition."

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Kriegs können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, als/dpa/rts/AFP

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