Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 06:53 Bericht: USA wollen Luftabwehrsysteme aus dem Nahen Osten in die Ukraine verlegen +++

Die USA arbeiten mit einigen Ländern des Nahen Ostens zusammen, um eine Reihe ihrer Luftabwehrsysteme in die Ukraine zu verlegen, sagt der CEO von Raytheon Technologies Greg Hayes in einem Interview mit der Zeitung "Politico". Das Ziel sei es, NASAMS-Flugabwehrsysteme in den nächsten drei bis sechs Monaten in die Ukraine zu schicken, so Hayes. Er weist darauf hin, dass die Verlegung von Systemen aus dem Nahen Osten schneller geht als ihr Bau in den USA. "Nur weil es 24 Monate dauert, sie zu bauen, heißt das nicht, dass es auch 24 Monate dauert, sie ins Land zu bringen."

+++ 06:26 Kiew vermutet Moskau hinter Briefbombenanschlägen in Spanien +++
Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Reznikow geht davon aus, dass Russland hinter einer Reihe von Briefbombenanschlägen in Spanien steckt. Dies berichten mehrere ukrainische Medien. Die Welt beginne zu erkennen, dass Russland ein terroristischer Staat sei. "Und Terror kennt keine Grenzen", sagt Resnikow. "Sie setzen terroristische Mittel ein, um Terror zu verursachen." In Spanien sind inzwischen sechs Briefbomben an hochrangige Politiker, Botschaften und Militäreinrichtungen entdeckt worden.

+++ 06:02 Keine Ermüdungserscheinungen bei Ukraine-Geldgebern +++
Bei den finanziellen Unterstützern der Ukraine sind nach Darstellung der Weltbank bislang keine Ermüdungserscheinungen zu erkennen. Es gebe allerdings eine "gigantische Frustration", dass Russland den Krieg fortsetze, sagt der Chef der Weltbank, David Malpass, auf der Konferenz Reuters Next. Er rechne mit deutlich höheren Wiederaufbaukosten als die bislang veranschlagten 350 Milliarden Dollar.

+++ 05:23 Ukraine sucht händeringend nach Transformatoren +++
Die Ukraine sucht zur Reparatur ihres durch russische Angriffe beschädigten Stromnetzes dringend Transformatoren - neu oder gebraucht. Dabei hoffe das Land auch auf Hilfe von Firmen und Gemeinden aus Deutschland, sagt die frühere Parlamentsabgeordnete Viktoria Wojzizka, die in Warschau für ein Zentrum arbeitet, das die Regierung in Kiew bei der Organisation ausländischer Hilfe unterstützt. Die vielen Notstromaggregate, die jetzt in die Ukraine geschickt werden, seien eine Hilfe nach mehr als neun Monaten Krieg, so Wojzizka. Sie lösten aber das Problem des Stromnetzes nicht. Die Ukraine könne allein genügend Strom erzeugen. Doch Russland zerstöre mit Raketenangriffen gezielt Umspannwerke mit Transformatoren, so dass Strom nicht mehr verteilt werden könne. Ohne Strom funktioniere auch das Fernwärmenetz nicht, das Millionen Wohnungen mit Heizung und Warmwasser versorgt.

+++ 03:06 Biden würde mit Putin sprechen - unter einer Bedingung +++
US-Präsident Joe Biden ist unter Umständen bereit, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sprechen. "Lassen Sie mich meine Worte sehr sorgfältig wählen", sagt Biden auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Washington. "Ich bin bereit, mit Herrn Putin zu sprechen, wenn er tatsächlich ein Interesse daran zeigt, einen Weg zur Beendigung des Krieges zu finden. Das hat er noch nicht getan." Er werde jedoch nicht im Alleingang mit Putin sprechen, sondern nur in Absprache mit den NATO-Verbündeten. Er werde nichts tun, was den Interessen der Ukraine schade. Bidens Staatsgast Emmanuel Macron erklärt, er werde weiterhin mit dem russischen Präsidenten im Gespräch bleiben, um eine Eskalation zu verhindern und um konkrete Ziele, zum Beispiel beim Schutz von Atomkraftwerken, zu erreichen.

+++ 00:17 Selenskyj will Einfluss des Moskauer Patriarchats in Ukraine beenden +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche auf das geistliche Leben in seinem Land stoppen. Die Ukraine müsse ihre Unabhängigkeit auch auf religiösem Gebiet verteidigen, sagt er in seiner abendlichen Videobotschaft. "Wir werden niemals irgendjemandem erlauben, ein Imperium innerhalb der ukrainischen Seele zu bilden." Das Moskauer Patriarchat der russisch-orthodoxen Kirche hat traditionell starken Einfluss in der Ukraine und beansprucht dort zahlreiche Heiligtümer. Laut Selenskyj kündigt deshalb ein Gesetz an, das religiösen Organisationen Verbindungen zu Einflusszentren in der Russischen Föderation verbieten soll. Zudem solle die Leitung der ukrainisch-orthodoxen Kirche durch eine religiöse Expertise auf Verbindungen zum Moskauer Patriarchat überprüft werden.

+++ 23:08 Italiens Kabinett macht Weg für weitere Waffenlieferungen frei +++
Italiens neue Regierung verlängert Insidern zufolge per Kabinettsbeschluss die bisherige Grundlage für Waffenlieferungen an die Ukraine. Das Dekret erlaubt Lieferungen für das ganze kommende Jahr, ohne jedes Mal einzeln das Parlament befragen zu müssen. Dieses muss innerhalb von zwei Monaten den Kabinettsbeschluss bestätigen. Das bisherige Dekret läuft Ende des Jahres aus. In der Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sind die Waffenlieferungen umstritten. Meloni hatte ihren pro-ukrainischen Kurs im Wahlkampf immer wieder betont, während ihre Koalitionspartner Silvio Berlusconi und Matteo Salvini gute Beziehungen in den Kreml pflegen.

+++ 22:11 Kiew meldet zwischen 10.000 und 13.000 getötete ukrainische Soldaten +++
Nach Angaben der Regierung in Kiew wurden im Krieg in der Ukraine bislang zwischen 10.000 und 13.000 ukrainische Soldaten getötet. Diese Zahl gibt der Regierungsberater Mychailo Podolyak im ukrainischen Fernsehen bekannt. Zur genauen Zahl der Gefallenen gibt es keine verlässlichen Angaben, sowohl für die ukrainische als auch die russische Seite.

Die früheren Entwicklungen im Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ghö/ino/rts/AFP/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen