Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 08:58 Krim-Verwaltungschef berichtet von weiteren Explosionen und Evakuierung +++

Nach Angaben des von Russland eingesetzten Krim-Verwaltungschefs Sergej Aksjonow kommt es weiterhin zu Explosionen auf dem Militärstützpunkt bei Dschankoj. Das erklärt Aksjonow in einer Videobotschaft bei Telegram. "Es läuft eine Evakuierung, für die Sicherheit der Bewohner wird eine fünf Kilometer große Sicherheitszone gebildet", sagt er. Kräfte des Verteidigungsministeriums, der Nationalgarde und des Zivilschutzes seien im Einsatz.

+++ 08:52 Moskau bestätigt Feuer auf Militärbasis - Video soll Explosionen zeigen +++
Die russische Regierung bestätigt, dass auf einer Militärbasis auf der Halbinsel Krim ein Brand ausgebrochen und danach Munition explodiert sei. Das Feuer sei gegen 5:15 Uhr (MESZ) in einem provisorischen Munitionslager des Stützpunkts im Bezirk Dschankoj im Norden der von Russland annektierten Halbinsel ausgebrochen, heißt es in einer von den russischen Nachrichtenagenturen veröffentlichten Erklärung des Verteidigungsministeriums in Moskau. Nach Angaben des Gouverneurs der Krim wurden zwei Zivilisten verletzt. Der ukrainische Regierungsberater Anton Gerashchenko veröffentlich auf Twitter ein Video, das mehrere Explosionen auf dem Gelände des Munitionslagers bei Dschankoj zeigen soll. Die Aufnahmen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigen.

+++ 08:13 Nach Explosionen auf Krim soll russisches Munitionslager in Flammen stehen +++
Wie der britische "Guardian" berichtet, soll nach den Explosionen auf der Halbinsel Krim auch ein Munitionslager im Dorf Maiskoje in der Nähe von Dschankoj in Brand geraten sein. Die Zeitung beruft sich auf bislang unbestätigte lokale Medienberichte. Der von Russland auf der annektierten Halbinsel eingesetzte Verwaltungschef Sergej Aksjonow wird von der russischen Nachrichtenagentur Tass mit den Worten zitiert, "die Detonation von Munition" habe sich im Norden der Krim ereignet. Nahe der Stadt Dschankoj liegt ein russischer Militärstützpunkt.

+++ 08:03 Berichte über Explosionen auf der Krim - Umspannwerk in Dschankoj betroffen? +++
Medienberichten zufolge soll es am Morgen erneut zu Explosionen auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim gekommen sein. Das schreibt der britische "Guardian" unter Bezug auf unbestätigte Informationen und Videos aus der Südukraine. Demnach berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti, dass in Dschankoj ein Umspannwerk in Brand geraten sei. Der ukrainische Sender Nexta-TV veröffentlicht Aufnahmen einer Explosion, die angeblich die Stadt im Norden der Krim zeigen.

+++ 07:45 Haubitzen aus Lettland erreichen Ukraine +++
Die Ukraine hat sechs weitere Haubitzen vom Typ M109 aus Lettland erhalten. Sie seien bereits im Kampfeinsatz, schreibt der lettische Verteidigungsminister Oleksii Reznikov auf Twitter. Das Artilleriegeschütz M109 stammt aus US-amerikanischer Produktion.

+++ 07:08 Getreide-Frachter "Razoni" erreicht Syrien +++
Zum ersten Mal seit Kriegsbeginn hat ein Schiff mit Getreide an Bord aus der Ukraine Syrien erreicht. Das berichtet die "Financial Times" unter Bezug auf Satellitenbilder. Der Frachter habe im Hafen der Stadt Tartus angelegt. Die "Razoni" ist das erste Schiff, das nach dem Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine die südukrainische Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer verlassen konnte.

Die unter der Flagge Sierra Leones fahrende Razoni, die mit 26.000 Tonnen Mais beladen ist, ist das erste Frachtschiff, das die Ukraine seit der russischen Invasion verlassen hat und 1. August in Odessa in See stach.

Die "Razoni".

(Foto: -/kyodo/dpa)

+++ 06:34 Ukrainische Armee will im Süden 23 Russen getötet und Haubitze zerstört haben +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge am Montag im Süden des Landes 23 russische Soldaten getötet. Auch seien eine Haubitze sowie gepanzerte und militärische Fahrzeuge zerstört worden, wie das "Einsatzkommando Süd" auf Facebook mitteilt. Aus der Luft seien Lager mit russischer Ausrüstung angegriffen worden.

+++ 05:27 Russland: IAEA-Mission nach Saporischschja kann nicht von Kiew aus starten +++
Die Inspektion der Internationalen Atomenergie-Agentur IAEA des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja kann einem russischen Medienbericht zufolge nicht von der Hauptstadt Kiew aus erfolgen. "Stellen Sie sich vor, was es bedeutet, durch Kiew zu fahren - es bedeutet, dass sie durch die Frontlinie zum Atomkraftwerk gelangen", zitiert die Nachrichtenagentur RIA den russischen stellvertretenden Leiter der Abteilung für nukleare Sicherheit und Rüstungskontrolle, Igor Vishnevetsky. Dies sei wegen der "nicht einheitlich aufgestellten" ukrainischen Streitkräfte ein großes Risiko. Die Vereinten Nationen hatten zuvor festgestellt, dass die Ukraine über die logistischen und sicherheitstechnischen Kapazitäten verfüge, um eine IAEO-Delegation nach Saporischschja von Kiew aus zu unterstützen.

+++ 03:08 Energieverband: Gasmenge könnte für Winter reichen +++
Der Bundesverband für Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) rechnet bei keinen weiteren russischen Einschränkungen mit keinen Gas-Engpässen im kommenden Winter. "Wenn die Versorgungslage einschließlich der russischen Lieferungen so bleibt wie sie ist, werden wir bei normalen Winterbedingungen die Gasspeicher wie geplant gefüllt bekommen können", sagte der BVEG-Hauptgeschäftsführer zur "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Russland liefere zwar erheblich weniger. Wenn diese Mengen weitergeliefert würden, könne das trotzdem reichen. Vorausgesetzt der Winter falle mild aus und der Gasverbrauch werde eingeschränkt.

+++ 02:17 Slowakei nimmt über 700.000 Geflüchtete aus Ukraine auf +++
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine kommen von dort mehr als 700.000 Menschen in das Nachbarland Slowakei. Das geht aus Zahlen des Innenministeriums in Bratislava hervor, die die staatliche Nachrichtenagentur TASR veröffentlicht. Zuletzt kommen jeden Tag zwischen drei- und viertausend Menschen dazu. Die nur 5,5 Millionen Einwohner zählende Slowakei ist damit jenes EU-Land, das gemessen an der Bevölkerungszahl die meisten Ukraine-Flüchtlinge zumindest vorübergehend aufgenommen hat. Auch aus der Slowakei kehren zuletzt mehr Menschen in die Ukraine zurück als von dort neu ins Land kommen. Bis Montag zählen die slowakischen Behörden rund 500.000 Rückkehrer, die die slowakisch-ukrainische Grenze nach Osten überqueren.

+++ 00:46 Selenskyj dringt auf Abzug der russischen Soldaten von Saporischschja +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert Russland erneut zum bedingungslosen Rückzug seiner Soldaten aus dem Atomkraftwerk (AKW) Saporischschja auf. In seiner abendlichen Videoansprache warnt er vor den Folgen einer möglichen nuklearen Katastrophe. "Jeder radioaktive Zwischenfall im Atomkraftwerk Saporischschja könnte auch zu einem Schlag gegen die Staaten der Europäischen Union und gegen die Türkei und gegen Georgien und gegen die Staaten weiter entfernter Regionen werden", sagt der Staatschef. "Alles hängt nur von der Richtung und der Stärke des Windes ab", so Selenskyj. Das von Russland besetzte größte Kernkraftwerk Europas wird seit Tagen beschossen. Die Ukraine und Russland machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

+++ 23:56 Prorussische Separatisten stellen fünf Europäer in der Ukraine vor Gericht +++
In Donezk stehen fünf Europäer vor Gericht, bei denen es sich russischen Medien zufolge um Söldner handeln soll. Zum Prozessauftakt plädieren die fünf Angeklagten - ein Schwede, ein Kroate und drei Briten - auf nicht schuldig. Nach dem Gesetz der selbsternannten prorussischen Volksrepublik Donezk könnte den Europäern die Todesstrafe drohen. Die nächste Gerichtsanhörung ist erst für Oktober angesetzt. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti waren drei der Angeklagten im ukrainischen Hafen Mariupol gefangengenommen worden. Ihnen drohe wegen versuchter "Machtübernahme" und "Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt als Söldner" die Hinrichtung.

+++ 23:08 Angebliche Blockade von Experten-Mission: UN widerspricht Moskau +++
Angesichts anhaltender Vorwürfe wegen der Verzögerung einer internationalen Experten-Mission zum ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja widersprechen die UN russischen Vorwürfen. Die Vereinten Nationen hätten eine Operation der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA anders als von Moskau dargestellt weder verhindert noch blockiert. "Das UN-Sekretariat ist nicht befugt, Aktivitäten der IAEA zu blockieren oder abzubrechen", sagt UN-Sprecher Stephane Dujarric. Die IAEA handle unabhängig. Dujarric betont, dass die Ukraine den Schutz einer entsprechenden Mission von ukrainisch kontrolliertem Gebiet aus gewährleisten könne. "Aber es muss eine Einigung zwischen Russland und der Ukraine geben" - schließlich befinde sich das Kraftwerk derzeit auf von Russland kontrolliertem Territorium.

+++ 22:30 Norwegen baut auf Deutschland: Mehr Rüstungskooperation geplant +++
Norwegen will die Rüstungskooperation mit Deutschland ausbauen. Man habe über Jahrzehnte stark auf deutsche Technologie gesetzt und sei an einer weiteren Zusammenarbeit etwa bei U-Booten interessiert, sagt Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Store nach einem Treffen mit Kanzler Olaf Scholz in Oslo. Er betont zuvor, dass alle skandinavischen Länder eine engere militärische Kooperation mit Deutschland suchten, das der wichtigste Partner der Nordstaaten sei. Auch Scholz verweist auf gemeinsame Rüstungsprojekte. Beide erwähnen, dass man sich auch bei der militärischen Hilfe für die Ukraine eng abstimme.

+++ 22:12 Ukrainisches Parlament verlängert Kriegsrecht bis Ende November +++
Das ukrainische Parlament verlängert das seit dem 24. Februar geltende Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung erneut um 90 Tage. Das teilt Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk nach einer Sitzung mit. Kriegsrecht und Mobilmachung einschließlich der Ausreisesperre für Männer im wehrpflichtigen Alter zwischen 18 und 60 Jahren gelten nun bis einschließlich 21. November. Es ist bereits die zweite Verlängerung seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor knapp einem halben Jahr. Das Kriegsrecht gibt dem Militär erweiterte Rechte und schränkt bürgerliche Freiheiten wie das Demonstrationsrecht ein.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Krieges können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/mbe/dpa/rts/AFP

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