Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 10:19 Angriff auf Melitopol bestätigt - Russische Militärverwaltung: Wohnhäuser beschädigt +++

Die russische Militärverwaltung der Stadt bestätigt mittlerweile den Angriff auf Melitopol. Ihren Angaben nach wurden mehrere Wohnhäuser durch den Beschuss mit Raketenwerfern beschädigt. Zudem sei ein Zug beschossen worden, der Lebensmittel von der Krim in die Stadt gebracht habe. Während die russischen Truppen nach Beginn ihrer Invasion Melitopol relativ schnell erobern konnten, gibt es in der zweitgrößten Stadt des Gebiets Saporischschja nach wie vor Widerstand gegen die russische Besetzung.

+++ 09:41 Jäger: "Gut möglich, dass Russland Doppelstrategie verfolgt" +++
Wie geht es weiter in der Ukraine und wie lange werden die Kämpfe noch andauern? Laut dem Politikwissenschaftler Thomas Jäger hängt das vor allem von der russischen Seite ab, sagt er im Gespräch mit n-tv. Ein Faktor sei, wie hoch Moskau die eigene Kampfkraft noch einschätzt. Zudem hält er mit Blick auf die Rolle von Belarus eine "Doppelstrategie" Putins für denkbar, so Jäger.

+++ 09:15 Besetztes Melitopol nach Attacke abgeriegelt - Bürgermeister: Zug mit Nachschub entgleist +++
Der ukrainische Bürgermeister von Melitopol, Iwan Fjodorow, nennt weitere Details zu der mutmaßlichen Attacke auf einen russischen Stützpunkt durch die Ukrainer: Laut Fjodorow wurden Militärgerät und mehrere Treibstofflager getroffen. Daher hielten die Explosionen auch Stunden nach den Angriffen noch an. Tatsächlich sind in den sozialen Netzwerken Bilder und Videos aufgetaucht, die Rauchwolken über der Stadt zeigen. Zugleich wurde bekannt, dass Ein- und Ausfahrt aus der Stadt gesperrt wurden. Nach Aussagen Fjodorows wurde zudem ein russischer Zug zum Entgleisen gebracht. Dieser habe Nachschub für die russischen Besatzer in die Stadt bringen sollen.

+++ 08:26 Exil-Bürgermeister: Ukraine beschießt russischen Stützpunkt im besetzten Melitopol +++
Aus der russisch-besetzten Stadt Melitopol im Süden der Ukraine werden ukrainische Angriffe gemeldet. Der im Exil lebende Bürgermeister, Iwan Fjodorow, teilt in einer auf seinem Telegram-Kanal verbreiteten Videoansprache mit, ukrainische Truppen hätten einen russischen Stützpunkt in der Stadt mehr als 30 Mal getroffen. Die russische Nachrichtenagentur RIA meldet, die Ukraine habe ein Gebiet beschossen, in dem sich der Flughafen von Melitopol befinde. Konkretere Angaben macht die Agentur nicht.

+++ 07:57 Kiew: Russische Truppen in Lyssytschansk eingerückt +++
Die russischen Truppen sind nach ukrainischen Angaben in Lyssytschansk eingerückt. "Im Raum Donezk konzentrieren sich die Okkupanten darauf, ihre Positionen in den Städten Lyssytschansk und Werchnjokamjanka zu festigen", teilt der ukrainische Generalstab mit. Auch der ukrainische Militärgouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, bestätigt auf seinem Telegram-Kanal, dass die Russen weiter vorgerückt "und im Bezirk Lyssytschansk Fuß gefasst" hätten. Unklar ist noch, ob ukrainische Einheiten in der Stadt sind.

+++ 06:21 Gouverneur: Explosionen in Belgorod fordern drei Todesopfer - Kind unter Verletzten +++
Bei den Explosionen in der russischen Stadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine sind nach Angaben des Gouverneurs der Region drei Menschen ums Leben gekommen. Das schreibt Wjatscheslaw Gladkow laut Agentur TASS auf Telegram. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, darunter ein zehnjähriges Kind. Darüber hinaus seien 50 Häuser beschädigt worden. Die Ursachen des Vorfalls würden untersucht, das Luftabwehrsystem werde voraussichtlich aktiviert.

+++ 05:54 DGB-Chefin fordert Energiepreis-Deckel - "Grundbedarf" festlegen +++
Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, wirbt für eine Deckelung der im Zuge des Ukraine-Krieges explodierenden Energiepreise. Zur Ausgestaltung sagt sie der "Bild"-Zeitung: "Für jeden Erwachsenen und jedes Kind wird ein Grundbedarf für Strom und Gas festgelegt. Für diese Menge an Kilowattstunden gibt es eine Preisgarantie." Mehr verbrauchte Energie müsse bezahlt werden. "Das wäre nicht nur ein wirklich wirksamer Anreiz zum Energiesparen, sondern auch eine deutliche Entlastung vor allem für Haushalte mit kleinem Einkommen."

+++ 04:37 Russland berichtet von Explosionen in Belgorod +++
Nach russischen Angaben führen Explosionen in der russischen Stadt Belgorod nahe der ukrainischen Grenze zu einem Brand in einem Wohnhaus. "Die Gründe für den Vorfall werden derzeit untersucht", schreibt der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf der Nachrichten-App Telegram. "Vermutlich hat das Luftabwehrsystem funktioniert." Drei Verletzte seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Behörden südrussischer Regionen haben in der Vergangenheit wiederholt Vorfälle gemeldet, bei denen es sich nach ihrer Darstellung um Angriffe aus der Ukraine gehandelt haben soll.

+++ 03:36 EVP-Chef Weber fordert EU-Sondergipfel zu Gas-Notfallversorgung +++
Der Partei- und Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, hat wegen der russischen Drosselung der Gaslieferungen einen EU-Sondergipfel gefordert. Bei dem Treffen sollten die Staats- und Regierungschefs eine europaweite Notfallversorgung im Herbst und Winter vorbereiten, sagte der CSU-Politiker dem "Tagesspiegel". Der Gipfel solle verbindliche Maßnahmen für eine gerechte Gasverteilung" beschließen. Die EU brauche einen "verbindlichen Mechanismus, dass die europäischen Gasspeicher gemeinsam bewirtschaftet werden", sagte Weber. Zudem werde eine Einkaufsgemeinschaft für Gas gebraucht.

+++ 01:39 Bundesnetzagentur: Ungleiche Gasversorgung hätte schwerwiegende Folgen +++
Eine ungleiche Gasversorgung in Deutschland hätte dem Präsidenten der Bundesnetzagentur zufolge weitreichende Folgen. "In dem Moment, in dem der Druck im Gasnetz in einer Region unter ein gewisses Mindestmaß fallen würde, würde auf einen Schlag in Hunderttausenden Gasthermen die Sicherung einspringen", sagte Klaus Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die müsste händisch von geschulten Fachkräften wieder freigeschaltet werden, wenn wieder Gas in der Region verfügbar wäre." Ein solches Szenario könne niemand wollen, "weil es sehr lange dauern würde, die Gasversorgung wiederherzustellen.

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+++ 22:45 Selenskyj: Brauchen "kolossale Investionen" für Wiederaufbau +++
Angesichts der massiven Zerstörungen in der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj nach mehr als vier Monaten Krieg internationale Hilfe beim Wiederaufbau seines Landes gefordert. "Es ist notwendig, nicht nur alles zu reparieren, was die Besatzer zerstört haben, sondern auch eine neue Grundlage für unser Leben zu schaffen: sicher, modern, komfortabel, barrierefrei", sagte er in einer Ansprache in der Nacht. Dies erfordere "kolossale Investitionen, Milliarden, neue Technologien, bewährte Verfahren, neue Institutionen und natürlich Reformen". Der ukrainische Staatschef verwies in diesem Zusammenhang auch auf ein Treffen von 40 potenziellen Geberländern an diesem Montag im schweizerischen Lugano. Die ukrainische Regierung will bei der Veranstaltung erstmals ihre Prioritäten für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes vorstellen.

+++ 21:39 Lukaschenko droht dem Westen: Haben eure Hauptstädte im Visier +++
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko droht dem Westen. Sollte es einen Angriff auf Belarus geben, werde sein Land sofort reagieren, sagt Lukaschenko der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge in einer Rede zum bevorstehenden Unabhängigkeitstag des Landes. "Vor weniger als einem Monat habe ich den Einheiten der Streitkräfte den Befehl gegeben, die - wie man jetzt sagen kann - Entscheidungszentren in ihren Hauptstädten ins Visier zu nehmen", sagt der 67-Jährige. Was genau er damit meint, erläutert er nicht. Er fügt hinzu: "Fassen Sie uns nicht an - und wir werden Sie nicht anfassen."

+++ 21:10 Ukrainische Soldaten beklagen systematischen Beschuss in Lyssytschansk +++
In Lyssytschansk eingesetzte ukrainische Soldaten sprechen von einem systematischen Beschuss von Gebäuden der Stadt durch russische Artillerie. "Die russische Taktik besteht momentan darin, jedes Gebäude zu beschießen, in dem wir uns befinden könnten. Wenn sie es zerstört haben, gehen sie zum nächsten über", sagt ein Soldat bei einer Rast mit mehreren Kameraden in der Stadt Konstjantyniwka westlich von Lyssytschansk. Die ukrainische Armee könne die Straße zur Versorgung von Lyssytschansk bisher trotz russischen Beschusses offenhalten.

+++ 20:26 Habeck hält Preisexplosion bei einigen Stadtwerken für möglich +++
Ein Ausbleiben von russischem Nord-Stream-Gas könnte nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine Preisexplosion bei einigen Stadtwerken zur Folge haben. Es gebe aber auch noch andere Möglichkeiten, sagt Habeck bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung "Die Zeit" in Hamburg. Private Verbraucherinnen und Verbraucher seien auch im äußersten Fall gesetzlich geschützt davor, vom Gas abgedreht zu werden. Am 11. Juli beginnen jährliche Wartungsarbeiten von Nord Stream, die in der Regel zehn Tage dauern. Dann fließt kein Gas durch Nord Stream 1. Die große Sorge ist, dass Russland nach der Wartung den Gashahn nicht wieder aufdreht.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Kriegs können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ysc/jpe/dpa/rts/AFP

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