Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 13:33 Ukraine drängt auf Evakuierung von Region Cherson +++

Die ukrainische Regierung drängt die Zivilbevölkerung in der besetzten Region Cherson, die Oblast zu verlassen. "Uns steht ein schwieriger Winter bevor", erklärte die stellvertretende Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk laut der Nachrichtenagentur Ukrinform mit Blick auf die anstehende Gegenoffensive der ukrainischen Streitkräfte im Süden des Landes. Nach Angaben der Regionalverwaltung haben bereits 50 Prozent der Bewohner Cherson verlassen.

+++ 13:13 Füllstand der Gasspeicher überschreitet 75-Prozent-Marke +++
Die deutschen Gasspeicher sind zu mehr als drei Viertel gefüllt. Nach den europäischen Gasspeicherbetreibern teilt auch das Bundeswirtschaftsministerium mit, beträgt der Speicherstand inzwischen 75,43 Prozent. Damit sei das Ziel einer Speicherfüllung von 75 Prozent im September bereits jetzt erreicht. Bis der Winter beginnt, soll der Füllstand weiter steigen: Vorgesehen ist, dass die Speicher zum 1. Oktober zu 85 Prozent und zum 1. November zu 95 Prozent gefüllt sind.

+++ 12:46 Moskau bestätigt Gespräche mit USA über Gefangenenaustausch +++
Russland bestätigt erstmals Gespräche mit den USA über einen Gefangenenaustausch, bei dem es auch um den berüchtigten russischen Waffenhändler Viktor Bout geht. Bout könnte gegen die in Russland inhaftierte US-Basketballerin Brittney Griner ausgetauscht werden, wie der Leiter der Nordamerika-Abteilung beim russischen Außenministerium, Alexander Datschjew, der staatlichen Nachrichtenagentur TASS sagte. "Die Diskussionen laufen über die Kanäle, die unser Präsident gewählt hat", fügte er hinzu.

+++ 12:24 Polen plant Einschränkungen bei Visa-Vergabe für Russen +++
Polen erwägt nach Vorbild von Estland und Lettland, die Regeln für die Visa-Vergabe für russische Staatsbürger einzuschränken. "Polen arbeitet an der Entwicklung eines Konzepts, das es ermöglicht, keine Visa für Russen zu erteilen", zitiert die Nachrichtenagentur PAP den polnischen Vize-Außenminister Piotr Wawrzyk. Die Entscheidung darüber werde in den kommenden Wochen fallen. Seinen Angaben zufolge gibt es allerdings Widerstand der "großen Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, Frankreich und die Niederlande".

+++ 11:41 Bericht: Russland setzt Freiwillige nach Vertragsende im Nirgendwo aus +++
Kämpfer der russischen Freiwilligen-Bataillone beschweren sich über den Umgang des Militärs mit ihnen. Wie Radio Free Europe/Radio Liberty in seiner russischen Ausgabe berichtet, haben sie für ihre Einsätze in der Ukraine unter anderem weniger Sold, Essen, Munition und Zigaretten erhalten als zugesagt. Für gefallene Kämpfer wurden demnach keine Beerdigungen organisiert. Kämpfer, die ihren Einsatz überlebt hätten und deren Vertrag mit dem Militär ausgelaufen sei, sollen auf dem Heimweg in abgelegenen Regionen Russlands ausgesetzt worden sein.

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+++ 11:21 Jäger: "Sanktionen ändern nichts an Lage in Saporischschja" +++

+++ 10:55 Noch zehn russische Flugzeuge nach Sperrung des Luftraums in Deutschland +++
Fünfeinhalb Monate nach Sperrung des EU-Luftraums für russische Flugzeuge stehen noch zehn Maschinen von russischen Eigentümern oder unter russischer Kontrolle auf deutschen Flugplätzen. Dies betrifft fünf verschiedene Flughäfen, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium berichtet. "Da die Maschinen aufgrund des EU-Sanktionsregimes einem Start- und Flugverbot unterliegen, können sie durch den Eigentümer nicht genutzt und nicht an einen anderen Ort verbracht werden", teilt das Ministerium mit.

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+++ 10:33 ntv-Reporter: "Immer wieder fällt das Wort Tschernobyl" +++

+++ 09:52 London: Russland will Truppen in Südukraine verstärken +++
Das russische Militär will nach britischer Einschätzung seine Truppen im Süden der Ukraine verstärken. Dazu habe es sich in der vergangenen Woche wohl auf eine Umgruppierung von Einheiten fokussiert, teilt das Verteidigungsministerium in London in seinem täglichen Geheimdienstbericht auf Twitter mit. Gleichzeitig würde die von Russland unterstützten Separatisten im Osten weiterhin Angriffe in der Gegen um die Regionalhauptstadt Donezk starten. Hier liege der Vorort Pisky in der Nähe des Donezker Flughafens im Zentrum besonders schwerer Kämpfe. Andere Analysen mutmaßen, dass Russland im Osten der Ukraine bewusst schwere Kämpfe entfachen könnte, um ukrainische Armee zu Truppenverlegungen zu zwingen.

+++ 09:13 Kadyrow: Neue Freiwilligenkämpfer auf dem Weg in Donbass +++
Die russischen Truppen in der Ukraine erhalten anscheinend Unterstützung. Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow berichtet auf Telegram, dass eine Gruppe Freiwilliger auf dem Weg in den Donbass sei, um die militärische Spezialoperation zu unterstützen. Um wie viele Soldaten es sich handelt, sagt Kadyrow nicht. Westlichen Schätzungen zufolge könnte Russland bei seinem Angriff auf die Ukraine bereits bis zu 80.000 Soldaten verloren haben. Zuletzt gab es daher vermehrt Berichte, dass der Kreml freiwilligen Kämpfern mehrere Tausend Dollar anbietet, wenn sie in den Krieg ziehen.

+++ 08:39 Gouverneur: Nikopol nach Beschuss ohne Elektrizität +++
Die unweit des Kernkraftwerks Saporischschja liegende Kleinstadt Nikopol ist nach Angaben der lokalen Behörden ohne Strom. Russland habe in der Nacht 17 Wohngebäude, eine Schule, mehrere Geschäfte beschossen, berichtet der Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, bei Telegram. Seinen Angaben zufolge wurden auf Stromleitungen zerstört, wodurch mehrere Tausend Menschen ohne Elektrizität seien. Nikopol liegt am Dnipro-Stausee am gegenüberliegenden Ufer des seit Tagen umkämpften Atomkraftwerks.

+++ 08:01 US-Denkfabrik: Russland womöglich vor Ablenkungsoffensive im Osten +++

Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) hält eine neue russische Offensive im Donbass für möglich, um die ukrainische Gegenattacke im Süden des Landes zu bremsen. Die russische Armee habe ihre Angriffe bei Siwersk im Nordosten der Region Donezk Anfang August spürbar zurückgefahren, berichtet die Denkfabrik in ihrer jüngsten Analyse des Kriegsgeschehens. Seit 11. August würden nun aber wieder deutlich mehr Angriffe verzeichnet. "Das könnte zusammen mit den anhaltenden Attacken bei Bachmut ein Versuch sein, ukrainisches Material und Personal zur Verteidigung in den Donbass zu locken", schreiben die Militärexperten - mutmaßlich aus dem Süden, wo die ukrainischen Streitkräfte laut Einschätzung alle Voraussetzungen für eine wirksame Gegenoffensive geschaffen hätten. Eine Rolle für die neue Taktik könnte demnach auch spielen, dass Moskau von den Misserfolgen der vergangenen Tage ablenken wolle.

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+++ 07:29 Ukrainischer Innenminister erwartet deutliche Zunahme von Kriminalität +++
Die ukrainische Regierung erwartet in den kommenden Monaten eine deutliche Zunahme der Kriminalität. Das teilte Innenminister Denys Monastyrskyi am Rande einer Spendenveranstaltung mit, über die unter anderem die ukrainische Agentur UNIAN berichtet. Demnach werden vor allem mehr Verbrechen im Zusammenhang mit Schusswaffen erwartet, die seit dem russischen Angriff oftmals unkontrolliert im Land zirkulieren. Monastyrskyi teilte auch mit, dass sich die Kriminalitätsrate in den ersten sechs Kriegsmonaten in nahezu allen Bereichen halbiert habe: "Stattdessen ist eine völlig neue Kategorie von Verbrechen aufgetreten, das sind Kriegsverbrechen."

+++ 06:40 Ukraine erhält erste vier Zuzana-Haubitzen aus der Slowakei +++
Der Ukraine stehen weitere Artilleriegeschütze im Kampf gegen Russland zur Verfügung. Man habe die ersten vier von acht selbstfahrenden Haubitzen des Typs Zuzana 2 geliefert, teilte der slowakische Verteidigungsminister Jaroslav Nad auf Twitter mit. Die Slowakei trage damit zum Schutz unschuldiger ukrainischer Leben bei. Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow bedankte sich für die Lieferung: Die Zuzana sei das siebte NATO-Waffensystem dieser Art für die ukrainische Armee, schreibt er auf Twitter. "Die Zuazanas befinden sich in fantastischer Gesellschaft der M777, FH70, CAESARs, M109, Krabs und PzH 2000." Slowakische Medien berichten zudem, dass Bratislava bereits im September mehrere MiG-29-Kampfflugzeuge an die Ukraine übergeben könnte.

+++ 06:06 Selenskyj droht AKW-Besetzern: "Jeder Soldat ein besonderes Ziel" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj droht russischen Soldaten im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja und dessen Umgebung. "Jeder russische Soldat, der auf die Anlage schießt oder aus ihrer Deckung schießt, muss wissen, dass er ein besonderes Ziel für unsere Geheimagenten, für unsere Spezialkräfte, für unsere Armee wird", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache

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+++ 05:20 Ukraine meldet Zerstörung russischer Depots +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben zwei russische Munitionsdepots im Süden des Landes zerstört. Zudem seien 15 russische Soldaten getötet sowie ein Panzer vom T-72 und vier Fahrzeuge zerstört worden.

+++ 00:37 Zehn russische Flugzeuge nach Luftraum-Sperrung noch in Deutschland +++
Fast ein halbes Jahr nach Sperrung des EU-Luftraums für Flugzeuge aus Russland stehen einem Medienbericht zufolge in Deutschland noch zehn Maschinen russischer Eigentümer oder unter russischer Kontrolle. Dies berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium. "Da die Maschinen aufgrund des EU-Sanktionsregimes einem Start- und Flugverbot unterliegen, können sie durch den Eigentümer nicht genutzt und nicht an einen anderen Ort verbracht werden", wird das Ministerium zitiert. In Leipzig stehen demnach drei russische Maschinen des Typs Antonov AN-124, in Köln eine Bombardier BD-100-1A10 Challenger 300 und eine Boeing 737 sowie in Frankfurt-Hahn eine Boeing 747 auf dem Boden. Weitere vier Flugzeuge stehen demnach in Baden-Baden: eine Cessna 750 Citation X, zwei Embraer ERJ-135BJ Legacy 600 und eine Bombardier BD-700-1A10 Global Express XRS.

+++ 23:03 Selenskyj fordert Sanktionen gegen russische Atomindustrie +++
Angesichts der Kämpfe um das AKW Saporischschja in der Ukraine fordert Präsident Selenskyj den Westen zu Sanktionen gegen Russlands Atomindustrie auf. Die Strafmaßnahmen müssten die Nuklearindustrie des Aggressor-Staates treffen, sagt Selenskyj in einer Videoansprache. Russland benutze das Atomkraftwerk im Süden der Ukraine, um die Menschen in Angst zu versetzen sowie um die ukrainische Führung und die ganze Welt zu erpressen.

+++ 22:23 Erstes Ziel erreicht: Deutsche Gasspeicher zu 75 Prozent gefüllt +++
Trotz der seit Wochen deutlich reduzierten Liefermengen aus Russland sind die deutschen Gasspeicher wieder zu mehr als 75 Prozent gefüllt. Nach neuesten, vorläufigen Daten der europäischen Gasspeicherbetreiber lag der Füllstand am Samstagmorgen bei 75,43 Prozent. Damit wurde das erste Speicherziel einer neuen Verordnung mehr als zwei Wochen früher als vorgeschrieben erreicht. Die Verordnung sieht vor, dass die deutschen Speicher am 1. September zu mindestens 75 Prozent gefüllt sein müssen. Am 1. Oktober sollen es mindestens 85 Prozent und am 1. November mindestens 95 Prozent sein. Die Speicher gleichen Schwankungen beim Gasverbrauch aus und bilden damit eine Art Puffersystem für den Gasmarkt. Sollte weiterhin im gleichen Tempo wie zuletzt eingespeichert werden, dürfte die Marke von 85 Prozent aber schon vor dem 1. Oktober erreicht werden.

+++ 22:00 Macron ratifiziert NATO-Beitritt von Schweden und Finnland +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat das Ratifizierungsprotokoll für den Beitritt von Schweden und Finnland zur NATO unterzeichnet, wie der Élyséepalast in Paris mitteilt. Zuvor hatte das französische Parlament der Aufnahme der beiden nordischen Länder in die westliche Verteidigungsallianz zugestimmt. Schweden und Finnland sind länger schon Partner der NATO, hatten aber über Jahrzehnte hinweg auf eine Mitgliedschaft verzichtet. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar änderten sie ihren Kurs. Bevor die Beitrittsprotokolle in Kraft treten können, müssen sie von allen 30 NATO-Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Deutschland und zahlreiche andere Staaten haben bereits ihre Zustimmung für die Norderweiterung gegeben. Der EU gehören Finnland und Schweden schon an.

+++ 21:39 Ukrainisches Militär: 20 Prozent der russischen Invasionstruppen zerstört +++
Laut Angaben des ukrainischen Militärs sind seit Kriegsbeginn 20 Prozent der Einheiten der russischen Invasionstruppen außer Gefecht gesetzt worden. Das schreibt das Verteidigungsministerium der Ukraine auf Twitter. "Ein Fünftel der Einheiten der russischen bewaffneten Streitkräfte, die in die Invasion in die Ukraine involviert sind, wurde zerstört", schreibt der ukrainische Oberbefehlshabers Walerij Saluschnyj. Auf gut 1300 Kilometern Frontlinie werde derzeit gekämpft, heißt es weiter. Zudem habe die Ukraine "dringenden Bedarf" an Verstärkung ihrer Artillerie, betont Saluschnyj.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Krieges können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, chr/jpe/dpa/rts/AFP

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