Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 14:55 Bericht: Schulleiter in Kiew half russischen Agenten +++

Ein Schulleiter aus Kiew soll laut einem Bericht russischen Agenten geholfen haben. Wie die Zeitung "Kyiv Independet" unter Verweis auf den ukrainischen Geheimdienst SBU berichtet, haben die Agenten ukrainische Truppen in Kiew ausgespäht. Dabei sollen sie von dem Rektor angeleitet worden sein. Im Falle eines russischen Sieges sei dem Mann der Posten des Bildungsministers versprochen worden, schreibt das Blatt.

+++ 14:21 Pro-russische Kämpfer melden vollständige Umzingelung von Lyssytschansk +++
Pro-russische Kämpfer haben nach eigenen Angaben die umkämpfte Stadt Lyssytschansk vollständig umzingelt. Zusammen mit russischen Truppen seien "heute die letzten strategischen Hügel" erobert worden, sagt ein Vertreter der Separatisten der russischen Nachrichtenagentur Tass. "Damit können wir vermelden, dass Lyssytschansk vollständig eingekreist ist." Lyssytschansks Nachbarstadt Sjewjerodonezk war nach wochenlangen Gefechten vor einer Woche von russischen Truppen erobert worden. Beide Städte gehören zur Region Luhansk, eine der beiden Teilregionen des Donbass.

+++ 13:54 Ex-Bundespräsident: Bereitschaft zum Energiesparen unter Bürgern groß +++
Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hält die Bereitschaft der Bundesbürger, wegen des Krieges in der Ukraine auch persönliche Entbehrungen in Kauf zu nehmen, für groß. "Der sparsame Umgang mit Energie ist etwas, was viele Menschen leisten können", sagte Gauck der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auf Dauer werde die Bereitschaft, Entbehrungen zu akzeptieren, größer sein, wenn denen, die finanzielle Sorgen haben, verdeutlicht werde: "Wir bleiben ein Sozialstaat."

+++ 13:25 Zwei weitere Briten im Osten der Ukraine offenbar in russischen Händen - London protestiert +++
Großbritannien protestiert nach Berichten über die Gefangennahme zweier weiterer Briten im Osten der Ukraine gegen die Behandlung Kriegsgefangener durch Russland. "Wir verurteilen die Ausbeutung von Kriegsgefangenen und Zivilisten für politische Zwecke und haben dies gegenüber Russland angesprochen", teilt das Außenministerium in London auf Anfrage mit. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit der ukrainischen Regierung wegen der Fälle und unterstützen die Ukraine vollumfänglich dabei, sie freizubekommen." Zuvor hatte die russische Staatsagentur Tass unter Berufung auf prorussische Separatisten gemeldet, dass zwei Briten wegen "Söldneraktivitäten" angeklagt worden seien.

+++ 12:58 Ukrainischer Präsidentenberater: Russland verfolgt eine neue Taktik +++
Gut vier Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs sieht der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak eine veränderte Kriegsführung der russischen Armee. "Es ist eine neue Taktik Russlands: Wohnviertel zu attackieren und Druck auf westliche politische Eliten auszuüben, um die Ukraine zu zwingen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen", sagt Podoljak laut verschiedener Medien. Moskau nehme keine Rücksicht darauf, wie die Welt auf "unmenschliche Angriffe" mit Marschflugkörpern auf Wohnviertel reagiere. Diese Taktik werde aber nicht aufgehen.

+++ 12:40 Russlands Militär meldet Zerstörung von Waffenlagern in der Ukraine +++
Die russische Armee kann nach eigenen Angaben bei Luftangriffen in der Ukraine zahlreiche militärische Ziele schwer treffen. Unter anderem seien zwei Waffenlager nahe der Großstadt Mykolajiw im Süden des Landes zerstört worden, sagt der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, der Agentur Tass zufolge. Im Osten sei ein Waffenlager in einem Traktor-Depot bei Charkiw getroffen worden. Die Ukraine habe "hohe Verluste an Menschen und Material" erlitten.

+++ 12:18 Emmerich: "Kampf um Schlangeninsel längst noch nicht entschieden" +++
Russland verlässt die Schlangeninsel nach eigenen Angaben als "Geste des guten Willens" und soll sie anschließend wieder bombardiert haben. "Die Meldungen passen nicht zusammen", meint ntv-Russlandexperte Dirk Emmerich - und erklärt, was wirklich dahinter stecken könnte.

+++ 11:56 Deutschlands Abhängigkeit von russischem Rohöl noch deutlich größer als angenommen +++
Deutschland ist einem Bericht zufolge noch deutlich abhängiger von russischem Rohöl als von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kürzlich angegeben. Aus einer Antwort von Habecks Ministerium auf eine CDU-Anfrage geht hervor, dass im Mai 27,8 Prozent des von Deutschland importierten Rohöls aus Russland stammten, berichtet die "Welt". Habeck hatte Ende April gesagt, der Anteil habe zu diesem Zeitpunkt bei nur noch zwölf Prozent gelegen. Das Wirtschaftsministerium erklärte dem Bericht zufolge die Diskrepanz zwischen der Aussage des Ministers und der tatsächlichen Zahl damit, dass ölimportierende Unternehmen zum damaligen Zeitpunkt signalisiert hätten, aus bestehenden Verträgen mit russischen Lieferanten kurzfristig aussteigen zu können, sollte Russland Lieferungen stoppen oder ein komplettes Embargo erlassen werden.

+++ 11:25 London: Russlands Vorräte an Präzisionswaffen schwinden offenbar +++
Russland setzt nach britischer Einschätzung bei seinen Angriffen in der Ukraine zunehmend auf ungenaue Raketen. Grund sei vermutlich, dass die Vorräte an modernen, zielgenauen Waffen schwinden, teilt das Verteidigungsministerium in London mit. Das Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk sei sehr wahrscheinlich von einer Rakete des Typs Ch-32 getroffen worden, hieß es unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse. Dabei handele es sich um eine Weiterentwicklung der sowjetischen Rakete Ch-22, die aber noch immer nicht dafür optimiert sei, Bodenziele genau zu treffen, vor allem in Städten. Bei Angriffen auf das südwestukrainische Gebiet Odessa am 30. Juni seien vermutlich Raketen vom Typ Ch-22 eingesetzt worden. "Diese Waffen sind sogar noch ungenauer und ungeeignet für zielgenaue Angriffe und haben in vergangenen Wochen so gut wie sicher zu wiederholten zivilen Opfern geführt", hieß es weiter.

+++ 10:57 Jäger zu Angriff in Odessa: "Russland will Willen der Ukrainer brechen" +++
Mit scharfen Worten verurteilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den russischen Raketenangriff auf ein Wohnhaus nahe Odessa. Er spricht von einem "absichtlichen, gezielten russischen Terror". Politikwissenschaftler Thomas Jäger ordnet die Äußerung Selenskyjs im ntv-Interview ein und bilanziert den Gipfel-Marathon der letzten Tage.

+++ 10:34 Kiew: Russland will bei Charkiw verlorene Positionen zurückerobern +++
Im Osten der Ukraine setzt Russland nach Angaben aus Kiew seine Angriffe auf breiter Front fort. Im Raum Charkiw versuche die russische Armee, mit Unterstützung der Artillerie verlorene Positionen zurückzuerobern, teilt der ukrainische Generalstab mit. Zahlreiche Orte würden beschossen, um die ukrainische Armee dort zu binden. In der Region Donezk sei eine russische Attacke abgewehrt worden, hieß es. Aus dem Raum Awdijiwka werden russische Luftangriffe gemeldet. Im Schwarzen Meer wiederum blockiere Russland weiterhin die Seeverbindungen der Ukraine.

+++ 10:17 Bürgermeister: Russisches Militär setzt bei Angriff auf Stadt Streumunition ein +++
Russland soll bei Raketenangriffen auf die Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine mit mindestens vier Toten nach ukrainischen Angaben verbotene Streumunition eingesetzt haben. Dabei seien in der Nacht zivile Bereiche getroffen worden, in denen es keine Militäranlagen gebe, berichtet Bürgermeister Wadym Ljach auf Telegram. Vier Menschen seien getötet, sieben Menschen verletzt worden. Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. Ihr Einsatz ist völkerrechtlich geächtet.

+++ 09:45 Aufnahmen sollen russische Bombardierung von Schlangeninsel zeigen +++
Die Ukraine wirft der russischen Armee den Abwurf von Phosphorbomben auf die Schlangeninsel im Schwarzen Meer vor. Russland hatte sich erst kurz zuvor von der Insel zurückgezogen. Nun veröffentlicht das ukrainische Militär Aufnahmen, welche die russische Bombardierung des Eilands nach dem Abzug zeigen soll.

+++ 09:19 Bericht: Ukraine verteilt westliche Waffen im ganzen Land, um sie vor Angriffen zu schützen +++
Um mögliche Verluste von Waffen zu begrenzen, welche die Ukraine aus dem Westen erhalten hat, würden diese im ganzen Land verteilt, berichtet die "Washington Post" unter Verweis auf einen US-Regierungsmitarbeiter. Russland habe in den vergangenen Wochen seine Raketenangriffe zwar deutlich verstärkt, doch die Taktik der Ukrainer habe zu weniger Verlusten von Material geführt.

+++ 08:34 Abzug von Schlangeninsel russische "Geste"? ntv-Reporterin Kriewald: "Das ist Quatsch" +++
Die Schlangeninsel im Schwarzen Meer ist wieder in ukrainischer Hand. Russland begründet seinen Abzug mit einer "Geste des guten Willens". Aber "das ist Quatsch", meint ntv-Reporterin Nadja Kriewald und erklärt, was die Insel symbolisch und strategisch so wichtig macht.

+++ 07:58 Henkel erwägt mehr Homeoffice zum Gassparen +++
Der Konsumgüterhersteller Henkel erwägt, vorübergehend wieder mehr Homeoffice einzuführen, um Gas zu sparen. "Wir könnten dann die Temperatur in den Büros stark herunterfahren, während unsere Beschäftigten zuhause im normalen Umfang heizen könnten", sagte Henkel-Chef Carsten Knobel der "Rheinischen Post". Außerdem könne der Konzern in seinem firmeneigenen Kraftwerk in Düsseldorf, das aktuell überwiegend mit Gas betrieben werde, mehr Kohle und Öl nutzen. "Im Vergleich zum heutigen Betrieb könnten wir so knapp ein Drittel des Gases einsparen", sagte der Manager.

+++ 07:34 Habeck: LNG-Terminals können zum Jahreswechsel in Betrieb genommen werden +++
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck geht davon aus, dass die ersten beiden provisorischen LNG-Terminals in Wilhelmshaven und Brunsbüttel zum Jahreswechsel 2022/2023 in Betrieb genommen werden. Die Bundesregierung habe vier schwimmende Flüssiggasterminals gemietet, sagte der Grünen-Politiker der "Welt". "Zwei Schiffe stehen bereits in diesem Jahr zur Verfügung und sollen zum Jahreswechsel 2022/23 in Wilhelmshaven und Brunsbüttel eingesetzt werden." Sein Ministerium arbeite deshalb im engen Austausch mit den Ländern.

+++ 07:06 Hamburg will bei Gas-Notstand Warmwasser-Versorgung einschränken +++
Der Hamburger Umweltsenator Jens Kerstan kündigt für den Fall eines Gas-Notstandes eine Begrenzung der Warmwasser-Mengen für private Haushalte an. "In einer akuten Gasmangellage könnte warmes Wasser in einem Notfall nur zu bestimmten Tageszeiten zur Verfügung gestellt werden", sagte der Grünen-Politiker der "Welt". Auch eine Absenkung der maximalen Raumtemperatur im Fernwärmenetz käme in Betracht. Es werde in Hamburg aus technischen Gründen nicht überall möglich sein, bei einer Gas-Mangellage zwischen gewerblichen und privaten Kunden zu unterscheiden, sagte Kerstan. Ein mögliches provisorisches LNG-Terminal für Flüssiggas im Hamburger Hafen werde frühestens Mitte kommenden Jahres betriebsbereit sein, so Kerstan.

+++ 06:39 Russland droht Lehrern in besetzten Gebieten - Umstellung von Lehrplan gefordert +++
Moskau hat ukrainische Lehrerinnen und Lehrern in den besetzten Gebieten aufgefordert, innerhalb weniger Wochen ein Dokument zu unterzeichnen, in dem sie ihre Bereitschaft zur Umstellung auf den russischen Lehrplan bekunden, wie der "Guardian" berichtet. Demnach war den Lehrerinnen und Lehrern Mitte Juni von neu ernannten lokalen Behörden mitgeteilt wurde, sie hätten bis zum 21. Juli Zeit, entweder ein Dokument zu unterzeichnen, in dem sie sich bereit erklären, dem russischen Lehrplan zu folgen, oder zu kündigen, wobei vielen von ihnen mit der Räumung ihrer Häuser gedroht wurde.

+++ 06:08 Nouripour: weitere Entlastungen wegen steigender Heizkosten nötig +++
Grünen-Chef Omid Nouripour geht davon aus, dass die Bundesregierung die steigenden Preise durch weitere Entlastungsmaßnahmen für die Bürger abfangen muss. "Gerade im Herbst und Winter werden die Heizkosten voraussichtlich stark steigen. Und dann werden wir auch über Entlastungen sprechen", sagt Nouripour dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

+++ 05:49 Explosionen in der ukrainischen Stadt Mykolajiw +++
Am frühen Morgen sind in der ukrainischen Stadt Mykolajiw Detonationen zu hören. "Es gibt starke Explosionen in der Stadt! Bleibt in den Schutzräumen!", schreibt Bürgermeister Oleksandr Senkevich auf Telegram. Die Ursache der Explosionen ist noch nicht bekannt.

+++ 05:20 Argentinien plädiert für Diplomatie +++
Argentinien setzt zur Beendigung des russischen Angriffskriegs verstärkt auf Diplomatie. "Ich hatte ein Telefongespräch mit (dem ukrainischen Präsidenten) Wolodymyr Selenskyj, bei dem ich meine Unterstützung für alle Verhandlungen zur Beendigung der Feindseligkeiten und zum Erreichen eines endgültigen Friedens zum Ausdruck brachte", schrieb Präsident Alberto Fernández auf Twitter. "Lateinamerika lehnt den Einsatz von Gewalt ab und fördert den Dialog zur Konfliktlösung." Argentinien hat derzeit den Vorsitz der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (CELAC) inne. Anfang Februar war Fernández zu Besuch in Moskau gewesen und hatte dem russischen Staatschef Wladimir Putin angeboten, die Beziehungen zu vertiefen. Argentinien könne Russland beim Markteintritt in Lateinamerika helfen, sagte Fernández damals im Kreml. Außerdem dankte er Putin für die Lieferung von Corona-Impfstoffen. Den Angriff auf die Ukraine verurteilte Argentinien.

+++ 04:13 Kiew plant Rückkehr in die Schulen +++
Mit Beginn des neuen Schuljahres im September sollen Kinder und Jugendliche in Kiew wieder in ihre Schulen zurückkehren können. Nach den derzeitigen Sommerferien werde es wieder Präsenzunterricht geben, teilt das Bildungsreferat der ukrainischen Hauptstadt mit. Seit dem russischen Einmarsch hatte es - wenn überhaupt - nur Online-Unterricht gegeben. Das Wichtigste beim Start des Präsenzunterrichts sei die Sicherheit, erklärt die Chefin des Bildungsreferats, Olena Fidanjan. Das Gelände der Schulen werde bis dahin auf Sprengkörper überprüft. Außerdem gebe es für alle Schüler und Lehrer ein besonderes Training für das Verhalten im Fall von Bombenalarm.

+++ 03:10 Kommunale Unternehmen warnen vor Turbulenzen bei Stadtwerken +++
Angesichts der Turbulenzen beim größten deutschen Gasversorger Uniper warnt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vor einer Kettenreaktion, die auch die Stadtwerke erfassen könnte. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing rät davon ab, die unmittelbare Weitergabe der gestiegenen Beschaffungskosten an die Kunden zuzulassen. Viele Kunden würden die höheren Preise nicht zahlen können. "Das wiederum würde auch viele unserer eigentlich kerngesunden Stadtwerke in Liquiditätsnöte und schlimmstenfalls an den Rand der Insolvenz bringen."

+++ 02:10 USA: Schlangeninsel-Abzug Zeichen für Stärke der Ukraine +++
Die US-Regierung sieht die Rückeroberung der Schlangeninsel als Erfolg für das ukrainische Militär an. Die Behauptung Russlands, der Abzug sei eine Geste des guten Willens gewesen, sei unglaubwürdig, sagte ein ranghoher Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. "Die Ukrainer haben es den Russen sehr schwer gemacht, ihre Operationen dort aufrechtzuerhalten", erklärte er dem Pentagon zufolge. Das sei der Grund, warum die Russen die Insel verlassen hätten.

+++ 01:12 Bundesnetzagentur fürchtet Totalausfall der russischen Gaslieferungen +++
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, fürchtet einen Totalausfall russischer Gaslieferungen - und appelliert an die Bevölkerung, Energie zu sparen. Die Frage sei, ob aus der bevorstehenden regulären Wartung der Gaspipeline Nord Stream 1 "eine länger andauernde politische Wartung wird", sagte Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wenn der Gasfluss aus Russland "motiviert länger anhaltend abgesenkt wird, müssen wir ernsthafter über Einsparungen reden". Die zwölf Wochen bis zum Beginn der Heizsaison müssten genutzt werden, um Vorbereitungen zu treffen, sagte er.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:19 Selenskyj: Raketenangriff auf Wohnhaus gezielter Terror +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilt den Raketenangriff auf ein Wohnhaus im südukrainischen Gebiet Odessa als "absichtlichen, gezielten russischen Terror". "Es war ein einfaches Haus mit etwa 160 Personen. In ihm lebten gewöhnliche Menschen, Zivilisten", sagte er in einer Videobotschaft. Bisher seien 21 Tote und etwa 40 Verletzte gezählt worden. "Leider steigt die Zahl der Todesopfer." In dem Gebäude seien weder Waffen noch militärische Ausrüstung versteckt gewesen - "wie russische Propagandisten und Beamte immer über solche Angriffe erzählen". Der Einschlag der drei Raketen sei weder Fehler noch Versehen gewesen.

+++ 23:14 Ukraine: Verbindung zu AKW Saporischschja steht wieder +++
Der staatliche Betreiber ukrainischer Atomkraftwerke Energoatom teilt mit, die Verbindung zu den Überwachungssystemen des Atomkraftwerks Saporischschja, dem größten in Europa, sei wieder hergestellt. Das Kraftwerk liegt in einem Gebiet, das russische Truppen erobert haben. Die Wiederherstellung des Datenflusses sei aus "eigener Kraft" gelungen, heißt es von Energoatom. Die Fernüberwachung der Reaktoren war unterbrochen worden, nachdem russische Truppen Mobilfunk-Netze abgeschaltet hatten, über die die Daten übermittelt wurden.

+++ 22:20 Selenskyj: Odessa-Beschuss war Absicht +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet einen russischen Raketentreffer eines Wohnhauses im südukrainischen Gebiet Odessa als nicht versehentlich. "Das ist ein gezielter Raketenschlag Russlands, Terror Russlands gegen unsere Städte und Dörfer, gegen unsere Menschen, Erwachsene und Kinder", sagt Selenskyj laut Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine nach einem Treffen mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støre in Kiew. Die eingesetzte Rakete sei eigentlich für die Bekämpfung von Flugzeugträgern und anderen Kriegsschiffen konzipiert worden. Drei russische Raketen nahe der Hafenstadt Odessa töteten mindestens 21 Menschen.

+++ 21:45 Pentagon kündigt 820-Millionen-Waffenpaket an +++
Die US-Regierung sagt der Ukraine weitere Militärhilfen in Millionenhöhe zur Verteidigung im russischen Angriffskrieg zu. Mit einem Paket in Höhe von 820 Millionen US-Dollar (etwa 787 Millionen Euro) sollen dem Land weitere Munition für das Raketenwerfersystem vom Typ Himars, zwei Boden-Luft-Raketenabwehrsysteme mit der Bezeichnung NASAMS, Artilleriemunition und Radare zur Artillerieabwehr bereitgestellt werden, wie das Pentagon am Abend mitteilt. Ein großer Teil kommt nichts aus Beständen der USA, sondern aus einer Vereinbarung mit der Industrie. Die USA haben der Ukraine seit Kriegsbeginn damit Waffen im Wert von fast sieben Milliarden US-Dollar zugesagt oder geliefert. US-Präsident Joe Biden hatte die neuen Hilfen bereits beim NATO-Gipfel in Madrid in Aussicht gestellt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 21:15 "Verharmlosung des Holocaust": Israel empört über Melnyk +++
Auch Israel kritisiert Äußerungen des ukrainischen Botschafters in Deutschland, Andrij Melnyk, über den umstrittenen ukrainischen Politiker und Partisanenführer Stepan Bandera im Zweiten Weltkrieg. Diese seien "eine Verzerrung der historischen Tatsachen, eine Verharmlosung des Holocausts und eine Beleidigung derer, die von Bandera und seinen Leuten ermordet wurden", schreibt die israelische Botschaft in Deutschland auf Twitter. Sie untergrüben zudem "den mutigen Kampf des ukrainischen Volkes, nach demokratischen Werten und in Frieden zu leben".

+++ 20:45 Ukraine: Russland greift Schlangeninsel mit Phosphorbomben an +++
Die Ukraine wirft der russischen Armee vor, die Schlangeninsel im Schwarzen Meer mit Phosphorbomben anzugreifen. Moskaus Truppen hätten am Abend "zweimal einen Luftangriff mit Phosphorbomben ausgeführt", schreibt der ukrainische Armeechef Walerij Saluschny auf Telegram. Erst am Donnerstag hatte die russische Armee ihren Rückzug von der ukrainischen Insel erklärt, die sie zuvor vier Monate lang besetzt gehalten hatte.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Kriegs können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, jpe/kst/chl/dpa/rts/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen