Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 17:29 SBU meldet Festnahme mutmaßlicher Attentäter +++

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat zwei Männer festgenommen, die mit russischen Geheimdienstbehörden in Verbindung stehen sollen. Ein Video der Festnahme in der westukrainischen Stadt Kowel veröffentlichte die Behörde auf Youtube. Die Männer sollen den Auftrag erhalten haben, den ukrainischen Verteidigungsminister Oleksij Resnikow und Geheimdienstchef Kyrylo Budanow zu ermorden. Den Angaben zufolge soll den Attentätern bis zu 150.000 Dollar für jeden Mord versprochen worden sein.

+++ 16:32 Moskau meldet Erfolge gegen HIMARS-Raketenwerfer +++
Russlands Streitkräfte haben nach eigenen Angaben im Süden und Osten der Ukraine 19 in den USA hergestellte Raketen abgeschossen, die vom Mehrfachraketenwerfer-System HIMARS abgefeuert worden seien. Zudem seien in der Nähe des ostukrainischen Kramatorsk mehrere HIMARS-Fahrzeuge zerstört worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau weiter mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 15:50 Besatzer in Saporischschja treiben Referendum voran +++
Die von Russland eingesetzten Verwaltungsbehörden der südukrainischen Region Saporischschja unternimmt weitere Schritte für eine Volksabstimmung über einen Anschluss an Russland. Der Verwaltungschef der Region habe ein Dekret für ein solches Referendum unterzeichnet, meldet die Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Unklar ist, wie eine solche Abstimmung organisiert werden soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Russland mit einem endgültigen Abbruch von Gesprächen gedroht, wenn Russland eine Annexion weiterer ukrainischer Gebiete vorantreibe.

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+++ 15:17 Ukraine meldet Ankunft erster "Gepard"-Panzer +++
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben die ersten drei "Gepard"-Flugabwehrpanzer aus Deutschland erhalten. Sie würden zum Einsatz kommen, um wichtige Infrastruktur-Einrichtungen zu verteidigen, teilt das südliche Militärkommando mit. Das Waffensystem wird von einer dreiköpfigen Besatzung bedient und kann Ziele in einer Entfernung von bis zu vier Kilometern erreichen.

+++ 15:05 Einwohner von Slowjansk müssen täglich zum Brunnen +++
Noch ist Sommer in Slowjansk. Doch wenn es kälter wird, könnte der Ort auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern. Die Wasserhähne funktionieren schon lange nicht mehr, Wasser gibt es nur noch aus Brunnen. Die Pumpen könnten jedoch im Winter zufrieren.

+++ 14:34 Ukraine: Russen verlegen Sprengstoff im AKW Saporischschja +++
Russische Soldaten installieren laut ukrainischen Angaben Sprengvorrichtungen in dem besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. Der Befehlshaber habe angedroht das Werk in die Luft zu sprengen, meldet das ukrainische Zentrum für Strategische Kommunikation und Informationssicherheit (CSCIS) auf Twitter. Der russische Offizier in dem Atomkraftwerk droht Medienberichten zufolge mit einer Politik der verbrannten Erde. Demnach betont der Generalmajor Walerij Wassiljew, dass das AKW, entweder russisch sei oder niemandem gehöre. "Hier wird entweder russische Erde sein – oder verbrannte Wüste", soll Wassiljew vor seinen Soldaten gesagt haben.

+++ 13:59 Russische Regionen bilden Dutzende Freiwilligenbataillone +++
Noch immer verzichtet der Kreml auf eine offene Mobilisierung für die Armee - in der Provinz hingegen bilden die Behörden regionale Freiwilligenbataillone. "Nach unseren Berechnungen wurden in mindestens 20 Regionen Russlands schon mehr als 40 solcher Einheiten aufgestellt", berichtet der "Kommersant". Die Größe der Einheiten unterscheidet sich dabei deutlich. So werden für ein motorisiertes Schützenbataillon des Amurgebiets in Russlands Fernem Osten 400 bis 500 Kämpfer gesucht. Das Gebiet Perm nahe dem Ural wirbt Freiwillige für gleich zwei Einheiten; eine Schützenkompanie mit 90 Mann und ein Panzerbataillon mit 160 Mann. Auch die Bezahlung variiert. Am meisten verspricht Perm mit umgerechnet 5000 Euro pro Monat.

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+++ 13:57 SPD-Kommission: Schröder hat nicht gegen Parteiordnung verstoßen +++
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat mit seinem Engagement für russische Staatskonzerne nicht gegen die Parteiordnung der SPD verstoßen. Ein Verstoß könne Schröder nicht nachgewiesen werden, entscheidet die Schiedskommission des SPD-Unterbezirks Region Hannover in erster Instanz. Gegen die Entscheidung kann binnen zwei Wochen Berufung eingelegt werden.

+++ 13:40 Deutlich mehr Cyberangriffe auf deutsche Netze +++
Die deutschen Sicherheitsbehörden registrieren nach Angaben von Bundesinnenministerin Nancy Faeser seit Beginn des russischen Angriffskrieges einen deutlichen Zuwachs an Cyberangriffen auf hiesige Netze. Es seien seit dem 24. Februar deutlich mehr Aktivitäten zu beobachten, sagt die SPD-Politikerin. Allerdings hätten die Behörden auch ihre Schutzmaßnahmen deutlich hochgefahren. So sei Deutschland etwa mittelbar von dem Angriff Russlands auf einen ukrainischen Satelliten betroffen, über den auch ein hiesiger Windpark gesteuert werde, sagt Faeser. Zudem sei seit dem Angriff Russlands auch verstärkt zu beobachten, dass Schwachstellen in deutschen Netzen "abgescannt" würden.

+++ 13:22 Russische Sommermode: "Je suis Donbass" +++
Internationale Modehäuser ziehen sich aus Russland zurück, und die Marke "Ruccki Symbol" scheint für sich eine Marktlücke zu entdecken. Sie verkauft nun Kleidung mit dem Slogan "Je suis Donbass" und zeigt Kinder, die vor den russischen Symbolen des Kriegs, einem Z und einem V, posieren. Neben einem Plakat aus dem Zweiten Weltkrieg, auf dem über dem Slogan "Auf nach Berlin" ein Rote-Armee-Soldat zu sehen ist, sieht man einen Jungen in einem Kriegs-T-Shirt. Darunter steht: "Auf nach New York!" Der Donbass, den Moskau nach eigenen Angaben befreien will, ist inzwischen in weiten Teilen zerstört.

+++ 12:57 Russischer Staatsfonds schmilzt +++
Das Vermögen des russischen Staatsfonds verringert sich. Es summiert sich am 1. August auf 198,3 Milliarden Dollar oder 9,1 Prozent des in diesem Jahr erwarteten Bruttoinlandsproduktes, wie das Finanzministerium in Moskau mitteilt. Am 1. Juli waren es noch 210,6 Milliarden Dollar. Der Staatsfonds speist sich vor allem aus Einnahmen aus den Öl- und Gasexporten. Obwohl er eigentlich für die Finanzierung großer Infrastrukturprojekte gedacht ist, will ihn die Regierung in diesem Jahr anzapfen, um ihr Haushaltsdefizit zu decken.

+++ 12:45 Scholz schließt Kurswechsel bei Nord Stream 2 aus +++
Bundeskanzler Olaf Scholz will seine Haltung zur Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 nicht ändern. Diese liegt seit dem russischen Angriff auf die Ukraine auf Eis liegt und hat keine Betriebsgenehmigung. Auf eine Frage, ob die Entscheidung im Herbst angesichts fehlender Gasmengen anders ausfallen könnte, sagt ein Regierungssprecher: "Ja, das schließt er aus."

+++ 12:24 Kreml: Keine Grundlage für Treffen von Putin mit Selenskyj +++
Russland fordert den Westen auf, die Ukraine dazu zu bringen, von einem Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja abzusehen. Zugleich betont der Sprecher des Präsidialamts in Moskau, Dmitri Peskow, es gebe derzeit keine Grundlage für ein Treffen von Wladimir Putin mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj. Die Ukraine macht für die Angriffe auf das Kraftwerk dagegen Russland verantwortlich.

+++ 12:00 Bayraktar-Drohne soll in der Ukraine produziert werden +++
In der Ukraine soll die Produktion von Bayraktar-Drohnen aufgenommen werden. Dies berichtet der Nachrichtenkanal Nexta und bezieht sich dabei auf Äußerungen des ukrainischen Botschafters in der Türkei, Wassyl Bodnar. Demnach hat das türkische Unternehmen Baykar bereits ein Unternehmen in der Ukraine gegründet, ein Grundstück erworben und ein Fabrikprojekt entwickelt, um dort die Drohnen herzustellen.

+++ 11:40 Schwere Kämpfe in der Ostukraine +++
In der ostukrainischen Provinz Donezk toben weiter schwere Kämpfe bei den Städten Bachmut und Awdijiwka. Östlich und südlich der Nachbarstädte Soledar und Bachmut seien russische Angriffe abgewehrt worden, teilt der ukrainische Generalstab auf Facebook mit. Ebenso seien russische Vorstöße östlich von Siwersk und südwestlich der Stadt Awdijiwka gescheitert. Bei der von russischen Truppen besetzten Großstadt Cherson im Süden startet die ukrainische Armee erneut Gegenangriffe mit Raketen auf die strategisch wichtige und bereits zuvor beschädigte Antoniwka-Brücke über den Fluss Dnipro.

+++ 11:18 Mitbegründer von Pink Floyd: Biden "schürt das Feuer in der Ukraine" +++
Der britische Musiker Roger Waters sorgt mit Äußerungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine für Empörung in Kiew - und für Beifall in Moskau. US-Präsident Joe Biden "schürt das Feuer in der Ukraine", sagt der Mitbegründer der Band Pink Floyd in einem Interview. "Das ist ein großes Verbrechen." Laut Waters verlängern die USA die Dauer des Krieges. Wenn Biden wolle, wäre der Krieg "morgen beendet". Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew fühlte sich durch die Aussagen des Musikers bestätigt. "Es gibt noch adäquate Leute im Westen. Pink Floyd forever", schreibt er bei Vkontakte.

+++ 10:54 Medien zitieren Generalmajor von AKW: "Hier wird entweder russische Erde sein – oder verbrannte Wüste" +++
Der Befehlshaber der russischen Streitkräfte im besetzten Kernkraftwerk Saporischschja soll ukrainischen Medienberichten zufolge mit einer Politik der verbrannten Erde gedroht haben. Demnach betont der Generalmajor Walerij Wassiljew, dass das AKW, entweder russisch sei oder niemandem gehöre. "Hier wird entweder russische Erde sein – oder verbrannte Wüste", soll Wassiljew vor seinen Soldaten gesagt haben. "Ihr Befreier-Kämpfer müsst verstehen, dass wir keine andere Möglichkeit haben. Und wenn es um den härtesten Auftrag geht, müssen wir ihn ehrenhaft ausführen", wird Wassiljew weiter zitiert. Laut der ukrainischen Seite "Fokus" hatten russisch kontrollierte Medien zunächst die Aussagen veröffentlicht, später jedoch wieder gelöscht.

+++ 10:34 Nord-Stream-Turbine noch in Deutschland +++
Die von Siemens-Energy gewartete Turbine für die Gasleitung Nord Stream 1 ist weiter in Deutschland. Es gebe noch ausstehende Diskussionen, ob sie verschifft werden kann, sagt Energy-Chef Christian Bruch. Dabei betont er auch, dass die Instandhaltung für die Turbinen an der Verdichterstation von Nord Stream 1 grundsätzlich weitergehen könne - sofern dies gewünscht sei. Vom aktuell laufenden Rückzug aus den Geschäften in Russland sei dies getrennt. Grundsätzlich gehe der Servicezyklus bis 2024. Man sei aber davon abhängig, dass der Kunde sich melde und sage, dass man etwas machen solle. Seit Juni hat Russland die Gaslieferungen über Nord Stream 1 zurückgefahren.

+++ 10:13 Erster Getreidefrachter aus Ukraine erreicht Zielhafen in der Türkei +++
Erstmals seit Abschluss des internationalen Getreideabkommens fährt ein Frachter mit Mais aus der Ukraine in seinen Zielhafen in der Türkei ein. Das unter türkischer Flagge fahrende Schiff "Polarnet" sei in Kocaeli am Marmara-Meer angekommen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Bisher haben dem türkischen Verteidigungsministerium zufolge zehn Getreideschiffe ukrainische Häfen verlassen. Der Frachter "Razoni" war am Montag vergangener Woche als erster mit dem Ziel Libanon aufgebrochen.

+++ 09:48 Bürgermeister: HIMARS-Raketen beschießen russisches Militär in Melitopol +++
Laut dem Bürgermeister von Melitopol, Iwan Fjodorow, sollen die ukrainischen Streitkräfte in der Nacht mit HIMARS-Raketen russische Militärstellungen in Industrieanlagen in der Stadt beschossen haben. Dabei sollen rund 100 russische Soldaten getötet worden sein. Außerdem sei viel militärische Ausrüstung zerstört.

+++ 09:21 London befürchtet Einsatz von Schmetterlingsminen im Donbass +++
Russland setzt höchstwahrscheinlich Antipersonenminen ein, um seine Verteidigungslinien im Donbass zu schützen. Dies berichtet das britische Verteidigungsministerium in seinem täglichen Ukraine-Update. Diese Minen könnten sowohl dem Militär als auch der Zivilbevölkerung vor Ort große Verluste zufügen. Laut den Briten versucht Russland höchstwahrscheinlich in Donezk und Kramatorsk, die verstreubaren Minen PFM-1 und PFM-1S einzusetzen. Die Schmetterlingsminen PFM-1 seien mit verheerender Wirkung im sowjetisch-afghanischen Krieg eingesetzt worden, wo sie angeblich eine große Zahl von Kindern verstümmelten, die sie für Spielzeug hielten.

+++ 09:06 Ukraine beschießt Brücke im besetzten Cherson +++
Ukrainische Truppen beschießen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax erneut eine strategisch wichtige Brücke in der russisch-kontrollierten Stadt Cherson. Baumaschinen seien beschädigt worden, was die Wiedereröffnung der Brücke verzögere, meldet die Agentur unter Berufung auf einen Behördenvertreter. Die Brücke ist einer von nur zwei Übergängen, über die russische Streitkräfte Zugang zu einem Gebiet bekommen, das sie am Westufer des Flusses Dnipro in der Südukraine besetzt haben. Die ukrainischen Truppen haben die Brücke in den vergangenen Wochen mit von den USA gelieferten Hochpräzisionsraketen beschossen und versucht zu zerstören - womöglich zur Vorbereitung einer Gegenoffensive.

+++ 08:52 Hunderte ukrainische Patienten im Westen versorgt +++
Seit Beginn des Kriegs wurden ukrainischen Angaben fast 1.400 Patienten aus der Ukraine in westliche Länder gebracht, um dort medizinisch versorgt zu werden. Dies gibt das Gesundheitsministerium in Kiew an. Dies sei unter anderem dank der Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, der WHO und der polnischen Regierung möglich geworden. Darüber hinaus haben den Angaben zufolge zahlreiche Länder, darunter Kanada, die USA und eine Reihe europäischer Staaten, mehr als 500 krebsranke Kinder aus der Ukraine aufgenommen.

+++ 08:33 Zwei weitere Getreidefrachter legen ab +++
Der nach einer monatelangen Blockade durch Russland wieder aufgenommene Export von Getreide aus den ukrainischen Schwarzmeer-Häfen hält an. Zwei weitere mit Getreide beladene Schiffe sind heute ausgelaufen, wie der Infrastrukturminister Olexander Kubrakow und das Verteidigungsministerium in Ankara mitteilen. Die "Sacura" habe mit 11.000 Tonnen Sojabohnen an Bord von Jusni abgelegt, Ziel sei Italien. Die "Arizona" wiederum transportiere 48.458 Tonnen Mais von Tschernomorsk in die südliche Türkei.

+++ 08:10 Bericht: "Volksrepubliken" mobilisieren auch Dienstuntaugliche +++
Die selbsternannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk leiten Berichten zufolge eine weitere Welle der verdeckten Mobilisierung ein. Wie das Institute for the Study of War unter Berufung auf den ukrainischen Geheimdienst schreibt, würden in den Gebieten zwangsweise weitere Männer mobilisiert - darunter auch solche, die zurückgestellt worden oder nicht diensttauglich seien. Der Geheimdienst stellt demnach fest, dass die "Volksrepublik" Luhansk neue motorisierte Gewehrbataillone aufstelle und bestehende Einheiten innerhalb des 2. Armeekorps wiederherstelle, indem sie Männer zum Militärdienst zwinge.

+++ 07:42 Selenskyj will bei "Pseudo-Referenden" nicht mit Russland verhandeln +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schließt Verhandlungen mit Russland raus, sollte dieses Referenden in den besetzten Gebieten im Süden der Ukraine durchführen. Die Position seines Landes bleibe unverändert: Es werde nichts abtreten, und wenn die Besatzer "diese Pseudo-Referenden" durchführten, würden sie sich jeder Möglichkeit von Verhandlungen mit der Ukraine und der freien Welt berauben, die die russische Seite zu einem bestimmten Zeitpunkt unbedingt brauchen werde. Zugleich warnt Selenskyj seine Landsleute davor, dass sie im Falle einer Zusammenarbeit mit den Russen "zur Rechenschaft" gezogen würden. Nach Angaben des Intitute for the Study of War könnten russische Behörden ihre Vorbereitungen für die Referenden in den besetzten Gebieten beschleunigen.

+++ 07:23 Guterres: Jeder Angriff auf Atomanlagen ist "selbstmörderisch" +++
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilt jegliche Angriffe auf Atomanlagen als "selbstmörderisch". Er hoffe, dass die Angriffe auf das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja aufhörten und die Internationale Atomenergiebehörde Zutritt zu dem Kraftwerk erhalte, sagt Guterres. Deren Generalsekretär Rafael Grossi hatte am Wochenende vor einer "sehr realen Gefahr einer Atomkatastrophe" gewarnt, nachdem das AKW Saporischschja beschossen worden war. Teile der Atomanlage wurden laut Betreiber Energoatom bei dem Angriff "erheblich beschädigt", ein Reaktor wurde heruntergefahren.

+++ 07:10 Für digitale Transformation - Kiew erhält Millionen Euro von EU +++
Die EU stellt der Ukraine 25 Millionen Euro für die digitale Transformation zur Verfügung. Das Geld soll das Land unter anderem im Bereich von Cybersicherheit und E-Government unterstützen, heißt es bei Telegram.

+++ 06:48 Tichanowskaja: Belarussische Partisanenbewegung wird Ukraine-Krieg sabotieren +++
Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja rechnet mit starkem Widerstand gegen eine mögliche volle Teilnahme ihres Landes an Russlands Krieg gegen die Ukraine. "Unsere Partisanenbewegung wird das sabotieren. Es werden Befehle verweigert werden. Oder die belarussischen Soldaten ergeben sich dort gleich", sagt die Politikerin. Zwei Jahre nach der als gefälscht geltenden Präsidentschaftswahl in Belarus meint sie, dass Russland mit der Unterstützung für Machthaber Alexander Lukaschenko die Ex-Sowjetrepublik wohl schon damals als "Brückenkopf" für einen Angriff im Blick hatte.

+++ 06:30 Ukraine: Luftwaffe trifft mehrere russische Positionen +++
Die ukrainische Luftwaffe trifft offenbar drei russische Position in der Region Cherson. Dies berichtet "The Kyiv Independent" und beruft sich auf das "Einsatzkommando Süd" der Armee. Demnach wurden zwei Dutzend russische Soldaten getötet und verschiedene russische Ausrüstungen zerstört, darunter ein T-62-Panzer, fünf Einheiten gepanzerter und anderer Militärfahrzeuge sowie ein Munitionsdepot im Bezirk Beryslavskyi.

+++ 06:09 Ex-Diplomat rechnet mit Austausch von Basketballspielerin Griner +++
Ein ehemaliger US-Diplomat zeigt sich zuversichtlich, dass mit Russland ein Gefangenenaustausch zur Freilassung der Basketballspielerin Brittney Griner ausgehandelt werden kann. "Ich bin optimistisch", sagt Bill Richardson im Sender ABC. "Ich denke, sie wird freigelassen. Ich denke, sie verfolgt mit Reue die richtige Strategie." Richardson war an der Freilassung mehrerer US-Bürger beteiligt, die in anderen Ländern festgehalten worden waren. Laut Medienberichten vom Juli soll er nun auch nach Russland reisen, um über Griners Freilassung zu verhandeln. Ein russisches Gericht hatte die Sportlerin wegen Drogenschmuggels zu neun Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von einer Million Rubel, umgerechnet rund 16.000 Euro, verurteilt.

+++ 05:22 Selenskyj: Kämpfe im Donbass fordern viele Leben +++
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verlaufen die härtesten Kämpfe im Donbass. Die Lage dort bleibe schwierig. Die Verteidigung von Orten wie "Awdijiwka, Pisky, Marjinka und Bachmut erfordern unsere Hauptanstrengung und leider viele Leben", sagt er. Zudem erneuert er seine Vorwürfe an Russland, das AKW Saporischschja im Süden der Ukraine beschossen zu haben. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage werfen sich Moskau und Kiew gegenseitig den Beschuss der Anlage vor.

+++ 01:51 ADAC: Gewinnmarge für Benzin wegen Krieges verfünffacht +++
Der ADAC rügt die nach wie vor hohen Spritpreise hierzulande. "Gemessen am Rohölpreis und Dollarkurs ist Benzin derzeit sehr deutlich zu teuer", sagt ein ADAC-Sprecher der "Bild"-Zeitung. Die Entkopplung der Kraftstoffpreise vom Rohölpreis habe in der ersten Märzhälfte 2022 begonnen, also kurz nach der Invasion Russlands in die Ukraine. "Damals stiegen die Preise an den Tankstellen viel stärker als der Ölpreis der Sorte Brent", sagt er. Davon profitieren laut ADAC vor allem die Mineralölkonzerne - sie haben ihre Margen "mehr als verfünffacht", bilanziert der Sprecher. Um die Preise zu drücken, seien "preissensible" Verbraucher gefragt, die durch ihr Tankverhalten das Marktgeschehen beeinflussen.

+++ 23:40 Amnesty verteidigt Bericht über ukrainische Kriegsrechtsverstöße +++
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verteidigt ihren umstrittenen Bericht zur Kriegsführung der ukrainischen Armee und erklärt zugleich ihr Bedauern über dessen Auswirkungen. Amnesty warf den ukrainischen Soldaten vor, sich in Wohnvierteln zu verschanzen und damit Zivilisten unnötig in Gefahr zu bringen. Die Leiterin der ukrainischen Filiale von Amnesty, Oxanna Pokaltschuk, trat daraufhin aus Protest zurück. "Mit dem Ziel, Zivilisten zu schützen, ist diese Studie stattdessen zu einem Werkzeug der russischen Propaganda geworden", warf sie ihren Kollegen vor. In Russlands Staatsmedien, die über mutmaßliche Straftaten durch russische Soldaten in der Ukraine kaum berichteten, war der Amnesty-Bericht zu den Verstößen der ukrainischen Armee ausführlich behandelt worden. Amnesty hatte an 19 verschiedenen Orten ukrainische Verstöße gegen das Kriegsrecht festgestellt. Dies rechtfertige aber nicht die russischen Kriegsverbrechen, teilt die Organisation nun mit.

+++ 22:13 Selenskyj erwartet "gute Nachrichten" bei Waffenlieferungen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj deutet angesichts schwerer Kämpfe im Donbass neue Waffenlieferungen an. "Nächste Woche erwarten wir Neuigkeiten von Partnern bezüglich der Hilfspakete. Gute Nachrichten!", sagt Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Schlüssel der erfolgreichen Verteidigung seien nach wie vor Waffenlieferungen aus dem Westen, mahnt er.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Krieges können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, jpe/ghö/rpe/dpa/rts/AFP

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