Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 20:11 Gouverneur meldet Drohnen-Explosion über russischer Stadt Kaluga +++

Eine Drohne sei in der Luft über der Stadt Kaluga, 160 kilometer südwestlich von Moskau, explodiert, sagt Gourverneur Vladislav Shapsha. Er macht keine Angaben zu der Herkunft der Drohne. Örtliche Medien berichten, sie sei auf ein Militärgebäude zugeflogen. Es gibt nach Shapshas Angaben keine Toten, Verletzten oder Schäden. Die Ukraine hat sich zu der Explosion bislang nicht geäußert.

+++ 19:44 Russland prüft ukrainischen Einsatz von Chemiewaffen +++
Das staatliche russische Investigativ-Komitee prüft nach eigenen Angaben Berichte über einen Einsatz von Chemiewaffen durch die ukrainischen Streitkräfte. Das Komitee beruft sich auf Angaben der Volksrepublik Donezk, eine der international nicht anerkannten Regierungen in der von Russland besetzten Ost-Ukraine. Demnach seien Chemiewaffen per Drohne in der Nähe der Städte Soledar und Bachmut eingesetzt worden. "Als Folge davon weisen Angehörige der russischen Streitkräfte Gesundheitsprobleme und charakteristische Vergiftungs-Symptome auf", heißt es. Belege wurden nicht präsentiert, Einzelheiten zu den Symptomen oder dem mutmaßlichen Giftstoff wurden nicht genannt. Eine Stellungnahme des ukrainischen Verteidigungsministeriums liegt bislang nicht vor.

+++ 19:15 Russische Zuwanderung stellt Serbien vor Zerreißprobe +++
Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine verlassen viele Russen ihr Land. Ein beliebtes Ziel der Auswanderer ist Serbien. Dort zeichnet sich ein ambivalentes Bild: Junge Kreml-Kritiker stoßen auf Moskau-Propaganda.

+++ 18:50 Prigoschin fordert Selenskyj zum Duell im Kampfjet auf +++
Der Chef der russischen Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, ist eigenen Angaben zufolge in einem Kampfflugzeug gewesen, das die ukrainische Stadt Bachmut angegriffen hat. "Wir sind gelandet, wir haben Bachmut bombardiert", sagt Prigoschin in einem im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Video. Darin ist er mit einem Helm und einer Pilotenmaske zu sehen. Bachmut ist das Epizentrum der Kämpfe in der Ostukraine. Prigoschin fordert den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem Kampf am Himmel über Bachmut auf. Der Wagner-Chef sagt, er werde am Dienstag erneut an Bord eines Kampfjets gehen. "Wenn Sie den Willen haben, treffen wir uns am Himmel. Wenn Sie gewinnen, bekommen Sie Artemowsk zurück, wenn nicht, gehen wir bis zum (Fluss) Dnipro", sagte Prigoschin. Artemowsk ist der russische Name für Bachmut.

+++ 18:29 Stark-Watzinger sichert Hilfen für Schulen und Universitäten zu +++
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger sagt bei einem Besuch in der Ukraine weitere Hilfen für Schulen und Universitäten zu. "Wir unterstützen dadurch, dass wir digitalen Unterricht von Kindern in der Ukraine ermöglichen", sagt dem TV-Sender Welt. Zudem sollten Forschungskooperationen weitergeführt werden. Die meisten Schulen hätten inzwischen Schutzräume eingerichtet, sagt Stark-Watzinger. Aber nahe der Frontlinie sei Unterricht nach wie vor nur digital möglich. Dabei wolle Deutschland helfen.

+++ 18:05 Ukrainer tragen Nationalstolz zur Schau +++
Der Kampf gegen die russischen Invasoren festigt den Nationalstolz der Ukrainer. Das spiegelt sich auch in der Mode wider. Kleidung mit Abzeichen der ukrainischen Luftwaffe erleben genauso eine steigende Nachfrage wie Tätowierung in den Landesfarben blau-gelb.

+++ 17:37 Selenskyj nominiert neuen Geheimdienstchef +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nominiert Vasyl Maliuk für das Amt des Leiters des Inlandsgeheimdienstes SBU. Einen entsprechenden Antrag reicht Selenskyj im ukrainischen Parlament ein. Maliuk leitet den SBU seit Juli 2022 kommissarisch, damals entließ Selenskyj seinen Vorgänger Ivan Bakanov wegen Hochverrats.

+++ 17:06 Guterres: Welt taumelt mit "weit geöffneten Augen" in größeren Krieg +++
UN-Generalsekretär António Guterres befürchtet eine Ausweitung des Krieges in der Ukraine. "Ich befürchte, die Welt schlafwandelt nicht in einen größeren Krieg hinein - ich befürchte, sie tut dies mit weit geöffneten Augen", sagt Guterres in New York vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Knapp ein Jahr nach der Invasion Russlands in sein Nachbarland werde die Aussicht auf Frieden immer geringer, die Gefahr einer weiteren Eskalation wachse. Das Risiko eines Atomkriegs sei so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. Die Welt brauche Frieden in der Ukraine, sagt Guterres.

+++ 16:38 Brüder-Paar verteidigt Donezk mit deutscher Haubitze +++
Als Russland in die Ukraine einmarschiert, melden sich die Brüder Dimitro und Ievhen ohne zu zögern beim ukrainischen Kommissariat für den Wehrdienst an. Sie werden einer Artilleriebrigade in Donezk zugeteilt, wo sie fast ein Jahr später immer noch russische Ziele ins Visier nehmen.

+++ 16:16 Deutschland erwartet schnelle Leopard-2-Lieferung +++
Die Bundesregierung erwartet nach Angaben ihres stellvertretenden Sprechers, Wolfgang Büchner, genügend Zusagen von Partnerländern, um die Leopard-2-Panzer möglichst rasch in die Ukraine zu Liefern. Deutschland selbst hat der Ukraine 14 Panzer zugesagt und Verbündeten den Export erlaubt. Ziel ist, Kiew insgesamt zwei Bataillone zur Verfügung zu stellen.

+++ 15:50 SPD-Abgeordneter: Wer mehr Diplomatie fordert, wird als "Putinist" beschimpft +++
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner beklagt im Interview mit dem "Stern", dass die öffentliche und mediale Debatte um die Waffenlieferungen zu einseitig sei. Wer mehr Diplomatie fordert, werde als "Putinist" beschimpft oder müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, man "würde die Ukraine nicht genug verteidigen". Er warnt vor einer Militarisierung der Sprache. "Es gibt kindische Forderungen wie 'Free the Leopards"'- als ginge es darum, Zootiere zu befreien. Dabei sprechen wir hier über Waffen, die aus fünf Kilometer Entfernung Hundert Leute umbringen", sagt Stegner. Der Abgeordnete sitzt unter anderem im Unterausschuss für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung. "Das Ziel muss sein, dass der Krieg endet. Ich halte nichts von der Verengung auf Militär, ich halte nichts von der Eskalation und glaube auch nicht daran, dass der Krieg am Ende militärisch gelöst wird", so Stegner. Die Forderung nach immer mehr und immer schwereren Waffen unterliege Annahmen, die nicht zutreffen müssen - etwa, dass Panzerlieferungen den Krieg schneller beenden. "Aber es kann auch sein, dass es dadurch nur mehr Kriegstote gibt."

++++ 15:22 "Ukraine geht Munition aus, Russen haben sehr viel" +++
Militärexperte Ralph Thiele zeichnet ein düsteres Bild von der Lage der ukrainischen Truppen in Bachmut. Das Kräfteverhältnis würde zugunsten der russischen Truppen kippen, so der Oberst a.D. im ntv-Ukraine-Talk. Neben der Truppengröße spiele vor allem das Munitionsproblem in Russlands Hände.

+++ 15:00 Norwegen unterstützt Ukraine mit knapp sieben Milliarden Euro +++
Die Ukraine kann mit langfristiger finanzieller Hilfe aus Norwegen rechnen. Die Regierung des skandinavischen Landes will das von Russland angegriffene Land in den kommenden fünf Jahren mit jährlich 15 Milliarden norwegischen Kronen (rund 1,36 Milliarden Euro) unterstützen, wie Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Montag in Oslo ankündigt. Insgesamt macht das 75 Milliarden Kronen (6,8 Milliarden Euro). Man wolle zum einen den Ukrainern zeigen, dass man sie langfristig unterstütze, sagte Støre. Zum anderen solle Russland Bescheid wissen, dass freie demokratische Länder der Ukraine in ihrem Kampf beistünden. Die Summe für das laufende Jahr soll laut Støre je zur Hälfte in militärische beziehungsweise zivile, humanitäre Hilfe fließen. Diese Verteilung könne sich in den nächsten Jahren aber verändern. Darüber hinaus schlägt die Regierung ein eigenes Hilfsprogramm für Länder in südlichen Teilen der Erde vor, die besonders stark von den Folgen des Ukraine-Kriegs betroffen sind. Im Rahmen dieses Programms sollen weitere fünf Milliarden Kronen (450 Millionen Euro) für Humanitäres und Nahrungsmittel jährlich fließen.

+++ 14:27 Brugger drängt auf rasche Panzerlieferungen +++
Angesichts von Berichten über Verzögerungen bei Panzer-Lieferungen an die Ukraine aus weiteren EU-Staaten fordert Grünen-Fraktionsvize Agnieszka Brugger zu raschem Handeln auf. "Wir haben angesichts der drohenden russischen Großoffensive keine Zeit zu verlieren, um in einem großen europäischen Kraftakt alle Panzersysteme an die Ukraine zu geben, die wir nur irgendwie entbehren können", sagt Brugger dem Berliner "Tagesspiegel". Das sei im europäischen Interesse. "Gerade die Staaten, die in den letzten Wochen lautstark Beiträge gefordert und angekündigt haben, müssen jetzt im wahrsten Sinne des Wortes liefern." Russlands Machthaber Wladimir Putin können nicht allein durch "markige Worte" gestoppt werden.

+++ 13:51 Russland verurteilt Bloggerin wegen "Desinformation" +++
Ein Moskauer Gericht hat die russische Journalistin und Food-Bloggerin Veronika Belotserkovskaya in Abwesenheit zu neun Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie "Desinformationen" über die russische Armee verbreitet hat. Das berichtet "Meduza". Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren gegen Belotserkovskaya erstmals im März eröffnet und sie damit zu einer der ersten Personen gemacht, die in Abwesenheit nach dem russischen Gesetz über "Desinformation" in Kriegszeiten angeklagt wurden. Den Ermittlern zufolge hatte sie Instagram-Posts verfasst, die "wissentlich falsche Informationen über die Ermordung von Kindern durch die russischen Streitkräfte, die Bombardierung einer Entbindungsklinik in Mariupol und die Ermordung von Zivilisten in Bucha" enthielten.

+++ 13:17 EU plant Selenskyj-Besuch zum Gipfel in Brüssel +++
Die Europäische Union plant einem Zeitungsbericht zufolge die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Gipfel der Staats- und Regierungschefs in dieser Woche. Selenskyj solle auf einer Sondersitzung des EU-Parlaments sprechen, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Allerdings gebe es noch Sicherheitsbedenken.

+++ 12:34 Ukrainer kämpfen mit Sowjet-Panzern im "Tal des Todes" +++
Die Ukraine ist bei ihrem Kampf gegen die russischen Invasoren noch in großen Teilen auf Kriegsgerät aus Sowjet-Zeiten angewiesen. ntv-Reporterin Kavita Sharma begleitet eine Panzereinheit in Donezk, die mit Blick auf westliche Kampfpanzer auf ein "neues Kapitel" im Kampf um das "Tal des Todes" hofft.

+++ 12:07 Studie: Ukraine-Flüchtlinge brauchen 600.000 zusätzliche Wohnungen +++
Der Zuzug von Flüchtlingen aus der Ukraine erhöht die Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland. Laut einer Datenanalyse des Immobiliendienstleisters Empirica Regio ist dadurch bis Ende des laufenden Jahres mit 600.000 zusätzlichen Haushalten auf dem Wohnungsmarkt zu rechnen. "Auch wenn sich die Zuwanderung zuletzt wieder etwas abgeschwächt hat, gehen wir derzeit davon aus, dass der Höhepunkt erst Ende 2023 erreicht wird", sagte der Geschäftsführer von Empirica Regio, Jan Grade. Durch den Zuzug von ukrainischen Staatsbürgern wachsen demnach vor allem mittelgroße Städte in Deutschland überdurchschnittlich stark: In Baden-Baden, Hof, Schwerin, Gera, Chemnitz und Bremerhaven werde die Bevölkerungszahl bis Ende 2023 um etwa 3,5 bis 4,5 Prozent steigen.

+++ 11:32 Michael Roth: Diskussion um neue Waffensysteme nicht zielführend +++
Der SPD-Außenpolitiker Michael Roth hält es nicht für zielführend, über "immer neue Waffensysteme" für die Ukraine zu sprechen. Stattdessen solle das Zugesagte schnell geliefert werden, sagte Roth im ZDF-"Morgenmagazin". Auch Munition sei wichtig: Expertinnen und Experten zufolge sei der Westen nicht in der Lage, "so schnell die Munition wieder herzustellen, die die Ukraine in einem Monat" verbrauche. "Jetzt geht es um die Verstetigung. Munition, Instandsetzung, Reparatur", sagte Roth. Zu den stockenden Waffenlieferungen sagte er, Deutschland sei "ganz konkret", ebenso Polen, Großbritannien, die USA und Kanada. Aber zur europäischen Allianz für den Leopard-2-Kampfpanzer gehörten noch andere. "Da müssen jetzt auch die anderen Staaten liefern".

+++ 11:01 Resnikow wird diese Woche nicht abgelöst +++
Trotz zunächst anderslautender Aussagen soll es an der Spitze des ukrainischen Verteidigungsministeriums diese Woche noch keinen personellen Wechsel geben, wie ein Regierungsvertreter in Kiew mitteilt. David Arachamija, Fraktionschef der parlamentarischen Vertretung von Präsident Wolodymyr Selenskyj, hatte noch erklärt, Verteidigungsminister Olexij Resnikow werde ein anderes Ressort übernehmen. Am Montag schreibt er auf Telegram, es stehe keine unmittelbare Kabinettsumbildung an. "Es wird diese Woche keine personellen Änderungen im Verteidigungssektor geben", schreibt Arachamija, ohne Details zu nennen.

+++ 10:22 IAEA-Chef diese Woche zu Gesprächen in Moskau erwartet +++
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, wird diese Woche zu Gesprächen in Moskau erwartet. Zentrales Thema werde die Errichtung einer Sicherheitszone rund um das Atomkraftwerk in Saporischschja im Süden der Ukraine sein, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow Staatsmedien zufolge.

+++ 09:57 Russische Besatzer verbrennen ukrainische Bücher in Heizungsräumen +++
Wie die "Ukrainska Pravda" berichtet, wurden in der Stadt Rowenky im Gebiet Luhansk zahlreiche ukrainische Bücher von russischen Besatzern zerstört. Dem Bericht zufolge werden Bücher aus öffentlichen Bibliotheken beschlagnahmt und in großen Mengen in Heizungsräumen verbrannt. Laut dem "Nationalen Widerstandszentrum" begründen die Russen ihre Aktionen offenbar mit der Notwendigkeit, "Nazi-Literatur" zu entfernen.

+++ 09:29 Munz: "Jahrestage spielen in Russland besondere Rolle" +++
Startet Russland spätestens am 24. Februar, genau ein Jahr nach Kriegsbeginn, eine große Offensive? Rainer Munz kommentiert die Vermutung des ukrainischen Verteidigungsministers. Außerdem spricht der ntv-Korrespondent über ein Fenster, das sich schließen könnte, und das erweiterte Öl-Embargo der EU gegen Russland.

+++ 09:14 London: Moskau will in besetzten Gebieten in Ukraine wählen lassen +++
Mit Wahlen in den besetzten ukrainischen Gebieten will Russland nach britischer Einschätzung die Regionen als festen Bestandteil der Russischen Föderation präsentieren. "Dies folgt auf fortdauernde Versuche, die besetzten Gegenden zu "russifizieren", das beinhaltet die Überarbeitung von Bildung, Kommunikation und Transportsystemen", teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit. Die Führung in Moskau werde das "sich selbst bestätigende Argument" anführen, dass Neuwahlen die Besatzung rechtfertigen. Die Vorsitzende des russischen Föderationsrats, Valentina Matwijenko, hatte kürzlich angekündigt, dass die Vorbereitungen für die Wahlen bereits liefen. Nach britischen Angaben sind diese vorgeblichen Abstimmungen für den 10. September geplant und sollen damit am selben Tag stattfinden wie in den russischen Regionen. Das britische Ministerium betonte, in Russland stünde auch bei Wahlen auf regionaler Ebene "keine sinnvolle demokratische" Auswahl zur Verfügung.

+++ 08:53 Stark-Watzinger zu Besuch in Kiew eingetroffen +++
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger ist am Morgen zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Wie ihr Ministerium mitteilte, reiste Stark-Watzinger mit dem Zug in die ukrainische Hauptstadt. Die Bildungs- und Forschungsministerin dürfte dort Gespräche mit Regierungsvertreterinnen und -vertretern führen und sich über die Lage vor Ort informieren.

+++ 08:31 Drohne in einem Wald nahe der Stadt Kaluga abgeschossen +++
Nach Angaben des Gouverneurs Vladislav Shapsha wurde am frühen Morgen eine Drohne in einem Wald nahe der Stadt Kaluga abgeschossen. Nach Informationen der Internetzeitung Meduza zufolge gab es keine Todesopfer.

+++ 07:56 Video zeigt ukrainische Soldaten, die aus Gefangenschaft entlassen werden +++
Der ukrainische Präsidentenberater Anton Geraschtschenko hat auf Twitter ein Video von ukrainischen Soldaten veröffentlicht, die kürzlich aus russischer Gefangenschaft entlassen wurden. In den Aufnahmen behauptet einer der Männer, acht Monate lang gefangen gehalten worden zu sein, während ein anderer sagt, er esse zum ersten Mal seit einem Jahr wieder Obst.

+++ 07:37 In Melitopol werden Wohnungen von Lehrern durchsucht +++
Im russisch besetzten Melitopol nehmen russische Streitkräfte Berichten zufolge den Lehrern ihre elektronischen Geräte weg. Sie sollen dadurch daran gehindert werden, aus der Ferne zu unterrichten, zitiert die Zeitung "Kyiv Independent" den Bürgermeister von Melitopol Iwan Fjodorow.

+++ 06:32 Erster Leopard-Panzer aus Kanada trifft in Polen ein +++

In Polen sind die ersten Leopard-Panzer aus Kanada eingetroffen. Die kanadische Verteidigungsministerin Anita Anand postete auf Twitter Fotos von der Ankunft des ersten kanadischen Leopard 2-Kampfpanzers in Polen, wo ukrainische Soldaten in seinem Gebrauch geschult werden sollen.

+++ 05:43 Verteidigungsminister Resnikow weist Berichte über Ressortwechsel zurück +++
Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow weist Berichte zurück, wonach er auf den Posten des Ministers für strategische Industrien wechseln solle. Gegenüber dem Portal "Fakty News" erklärte er, weder der Präsident noch der Premierminister hätten ihm den Posten angeboten. Andernfalls hätte er ihn abgelehnt, weil er "nicht über das nötige Fachwissen" verfüge. Am Sonntag hatte es Berichte über die Ablösung Resnikows als Verteidigungsminister gegeben.

+++ 03:43 Grünen-Fraktionsvize: "Haben bei Panzerlieferungen keine Zeit zu verlieren" +++
Die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Agnieszka Brugger fordert die europäischen Partner Deutschlands zu raschem Handeln bei der Lieferung von Kampfpanzern auf. "Wir haben angesichts der drohenden russischen Großoffensive keine Zeit zu verlieren, um in einem großen europäischen Kraftakt alle Panzersysteme an die Ukraine zu geben, die wir nur irgendwie entbehren können", sagt sie dem "Tagesspiegel". Das sei im europäischen Interesse. "Gerade die Staaten, die in den letzten Wochen lautstark Beiträge gefordert und angekündigt haben, müssen jetzt im wahrsten Sinne des Wortes liefern." Putin könne durch "markige Worte" nicht gestoppt werden, sondern durch "konkrete Unterstützung" der Ukraine.

+++ 01:50 Studie: Geflüchtete Ukrainer ziehen häufig in mittelgroße Städte +++
Geflüchtete aus der Ukraine ziehen laut einer Studie besonders häufig in mittelgroße deutsche Städte, wo sie relativ entspannte Wohnungsmärkte vorfinden. Bei geflüchteten Ukrainern seien im Vergleich zur Gesamtbevölkerung vor allem mittelgroße Städte wie Hof, Schwerin, Gera, Chemnitz, Bremerhaven und Halle an der Saale, aber auch Baden-Baden beliebt, berichten die Funke-Zeitungen unter Berufung auf eine Studie des Marktforschungsinstituts Empirica Regio. Bei der Gesamtbevölkerung seien die großen Metropolen am gefragtesten. In Baden-Baden dürften statt des Wohnungsmarkts aber eher Netzwerkeffekte eine Rolle spielen, denn dort gebe es bereits eine große Gruppe von Menschen mit russischer und auch ukrainischer Staatsangehörigkeit, heißt es.

+++ 00:42 Polen will Entscheidung über Kampfjet-Lieferungen auf Münchner Sicherheitskonferenz +++
Polens Botschafter in Berlin fordert eine Entscheidung über Kampfjet-Lieferungen an die Ukraine auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Wir haben vorgeschlagen, dass die Staats- und Regierungschefs, die sich dort treffen, nicht nur über diese Frage beraten, sondern auch eine Entscheidung treffen", sagt Botschafter Dariusz Pawlos dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Eine Politik des Zögerns und Zauderns sei wie im Falle der Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine kontraproduktiv. Die erste Sicherheitskonferenz seit Beginn des russischen Angriffskriegs findet vom 17. bis 19. Februar statt.

+++ 23:47 Ukraine verhängt Sanktionen gegen russische Atomindustrie +++
Die Ukraine setzt Sanktionen gegen die russische Nuklearindustrie in Kraft. Das berichtet Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache an und fordert andere Länder auf, dem Beispiel zu folgen. Der "Terrorstaat" nutze die Atomindustrie, um Druck auf andere Staaten auszuüben und deren Souveränität zu bedrohen, begründet Selenskyj den Schritt. Die Maßnahmen, die 50 Jahre gelten sollen, richten sich demnach gegen 200 russische Unternehmen, darunter die Atombehörde Rosatom, die derzeit das ukrainische Kernkraftwerk Saproischschja verwaltet.

+++ 22:20 Selenskyj: Russische Sportler haben bei Olympischen Spielen "nichts zu suchen" +++
Wegen des russischen Angriffskriegs haben Sportler aus Russland nach Meinung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei Olympischen Spielen und internationalen Wettkämpfen "nichts zu suchen". "Wir setzen unseren diplomatischen Marathon fort, um den Kreml daran zu hindern, den Weltsport und die olympische Bewegung für seine Propaganda zu nutzen", sagte Selenskyj. "Vertreter eines terroristischen Staats" sollten weder zu Olympischen Spielen noch anderen internationalen Wettbewerben zugelassen werden. Die Ukraine habe bereits entsprechende Schreiben an die Unternehmen geschickt, die das Internationale Olympische Komitee IOC am stärksten unterstützen, führte Selenskyj aus. "Dabei handelt es sich um große internationale Unternehmen, die durchaus daran interessiert sind, dass ihr Ruf und ihre Unterstützung nicht zur Propagierung von Krieg genutzt werden."

+++ 21:48 Selenskyj-Vertrauter: Ukraine wechselt Verteidigungsminister aus +++
Die Ukraine wechselt nach Angaben eines Vertrauten von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihren Verteidigungsminister aus. Neuer Ressortchef werde der bisherige Chef des Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, teilt der Parlamentsabgeordnete Dawyd Arachamija mit. Der bisherige Verteidigungsminister Olexij Resnikow, der wegen eines Korruptionsskandals in seinem Haus unter Druck geraten war, wechselt den Angaben zufolge auf einen anderen Regierungsposten. Arachamija ist Fraktionschef von Selenskyjs Partei Diener des Volkes.

+++ 21:24 Wegen Jahrestag: Selenskyj sieht Hinweise für kommende russische Rache +++
Angesichts des näher rückenden Jahrestags des russischen Einmarschs in die Ukraine hat deren Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einer "symbolhaften Aktion" der Besatzer gewarnt. Dazu gebe es bereits zahlreiche Berichte und Hinweise, sagte Selenskyj am Abend in seiner täglichen Videoansprache. Russland wolle sich für die Niederlagen des vergangenen Jahres rächen. "Wir stellen fest, dass der Druck auf verschiedene Frontbereiche und auch im Informationsbereich zugenommen hat." Russland hatte den Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar des Vorjahres begonnen. Besonders schwierig sei aktuell die Lage in der Region Donezk. "Aber egal, wie schwer es ist und wie groß der Druck ist, wir müssen überleben", sagte Selenskyj. Die Ukraine müsse jeden Tag und jede Woche nutzen, um die Verteidigungspositionen an der Front sowie die internationale Position des Landes zu stärken.


Die früheren Entwicklungen im Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa/rts/DJ

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