Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 20:31 Lawrow beschuldigt Westen, Russland "zerstückeln" zu wollen +++

1bca1288434830d0f7de4b5938a4dd7b.jpg

Lawrow spricht vor der UN-Vollversammlung in New York.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Russlands Außenminister Sergej Lawrow wirft dem Westen eine feindselige Haltung gegenüber seinem Land vor. "Es ist ihnen nicht mal mehr peinlich, offen zu erklären, dass es nicht nur die Absicht gibt, unserem Land eine militärische Niederlage zuzufügen, sondern Russland zu zerstören, zu zerstückeln", sagt Lawrow bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Mit Blick auf westliche Militärhilfen für die von Moskau überfallene Ukraine wirft Lawrow insbesondere den USA vor, die Ukraine lediglich als "Material im Kampf gegen Russland" zu benutzen. Zudem weist er Kritik an den Scheinreferenden in mehreren besetzten ostukrainischen Gebieten zurück. Die Bewohner der Regionen nähmen nur "ihr Land mit, in dem ihre Vorfahren seit Hunderten von Jahren leben." Seit Freitag wird in den vier russisch besetzten Gebieten Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja in Scheinreferenden über einen Beitritt zu Russland abgestimmt.

+++ 20:16 Berichte: Russisches TV auf der Krim gehackt +++
Medienberichten zufolge wurde das digitale russische Fernsehprogramm auf der Krim gehackt. Das berichtet unter anderem das belarussische Oppositions-Medium Nexta. Es sei eine Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu sehen gewesen, in der er angesichts der russischen Teilmobilisierung dazu aufrufe, sich nicht vom russischen Militär einziehen zu lassen oder aufzugeben.

+++ 20:01 China ruft Moskau und Kiew zu Gesprächen auf +++
China verlangt von der Ukraine und Russland vor der UN-Vollversammlung diplomatische Bemühungen sowie eine Eingrenzung des Krieges. "Wir fordern alle betroffenen Parteien auf, ein Übergreifen der Krise zu verhindern", sagt Chinas Außenminister Wang Yi in der laufenden Generaldebatte in New York. Eine friedliche Lösung sei notwendig. Es brauche Gespräche zwischen Moskau und Kiew. Die "legitimen Sicherheitsbedenken aller Parteien" müssten dabei berücksichtigt werden.

+++ 19:48 Beschwerden über chaotische Mobilmachung werden lauter +++
Die russische Mobilmachung sorgt nun auch bei Anhängern von Präsident Wladimir Putin zunehmend für Kritik. Die Chefredakteurin des Staatssenders RT, Margarita Simonyan, wetterte auf ihrem Telegram-Kanal gegen das chaotische Vorgehen der Behörden. "Es wurde bekanntgegeben, dass Gefreite bis zum Alter von 35 Jahren rekrutiert werden können. Die Vorladungen gehen an 40-Jährige", erklärt Simonyan. "Sie machen die Leute wütend, als ob sie das absichtlich tun, als ob sie es aus Bosheit tun. Als ob sie von Kiew geschickt worden wären." Seit Beginn des russischen Einmarschs in der Ukraine vor sieben Monaten war kaum Kritik von kremlfreundlicher Seite zu hören. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:31 Duma könnte sich Donnerstag mit Annexionen befassen +++
Das Unterhaus des russischen Parlaments könnte sich einem Medienbericht zufolge am Donnerstag mit Gesetzesvorlagen zur Annexion besetzter Teile der Ukraine befassen. Die russische Nachrichtenagentur Tass beruft sich auf einen Insider. Gegenwärtig finden Scheinreferenden in vier von Russland kontrollierten Regionen der Ukraine statt, die am Dienstag abgeschlossen sein sollen.

+++ 19:20 Reporter beobachten Dutzende Festnahmen in Moskau und St. Petersburg +++
In der russischen Hauptstadt wird ein großes Polizeiaufgebot in den Stadtteil Tschistyje Prudy entsandt, wie AFP-Reporter berichten. Die Journalisten beobachten dort die Festnahme von rund 20 Demonstranten. "Wir sind kein Kanonenfutter!", ruft eine junge Frau, während Polizisten sie mit sich zogen. In St. Petersburg beobachten AFP-Reporter, wie rund 30 Demonstranten mit einem Polizeibus weggebracht wurden. "Ich möchte deutlich machen, dass ich nicht einverstanden bin mit dem, was passiert", sagt der 22-jährige Ilja Frolow, der ein kleines Transparent mit der Aufschrift "Frieden" bei sich trägt. "Ich bin gegen den Krieg und die Mobilisierung."

e0f6db61f4bd3ced6df3d6aa1d8a6cb3.jpg

Die Polizei führt eine Demonstrantin in St. Petersburg ab.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

+++ 19:06 Menschenrechtler melden mehr als 730 Festnahmen +++
Nach Angaben der unabhängigen Menschenrechtsorganisation OVD-Info werden bei Protesten gegen die Mobilmachung mehr als 730 Menschen in Russland festgenommen. Der Organisation seien Festnahmen in 32 verschiedenen Städten bekannt, teilt die Gruppe mit. In sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos, die die Festnahmen zeigen sollen, wie dieses Video vom regierungskritischen russischen Online-Medium "Sota" gepostete Video aus Moskau:

+++ 18:48 Offizielle Stellen in Russland äußern Kritik an Teilmobilmachung +++
Wenige Tage nach der von Kremlchef Wladimir Putin angeordneten Teilmobilmachung für Russlands Krieg gegen die Ukraine mehrt sich von offiziellen Stellen die Kritik am Vorgehen des Militärs. Der Chef des Menschenrechtsrats beim russischen Präsidenten, Waleri Fadejew, fordert Verteidigungsminister Sergej Schoigu auf, das "Knüppelsystem" vieler Einberufungsstellen im Land zu beenden. Es bekämen sogar Männer Einberufungsbefehle, die keine Kampferfahrung hätten. In der Region Jakutien in Sibirien räumt der Republikchef Aissen Nikolajew ein, dass Fehler gemacht worden seien in den Wehrkreisämtern. "Es wurden Reservisten fehlerhaft eingezogen, sie müssen zurückgeschickt werden. Die Arbeit hat bereits begonnen", sagt Nikolajew. In den sozialen Netzwerken in Russland gibt es zahlreiche Fälle, in denen unter anderem Männer ohne Kampferfahrung oder auch ältere und chronisch kranke Reserveoffiziere berichten, dass sie eingezogen worden seien.

+++ 18:13 Hunderte Demonstranten in Russland festgenommen +++
Die russische Polizei geht teils brutal gegen Teilnehmer von Anti-Kriegs-Protesten vor. Allein in Moskau gibt es bei einer Demonstration gegen die Teilmobilmachung in Russland für den Krieg in der Ukraine mehr als 100 Festnahmen. In St. Petersburg werden in sozialen Netzwerken Videos veröffentlicht, die zeigen, wie Männer in Kampfuniform und mit Helm auf Demonstranten einknüppelten. Das Menschenrechtsportal ovd.info berichtet unter Berufung auf Augenzeugen, dass die Sicherheitskräfte Elektroschocker einsetzen. Am späten Nachmittag ist von landesweit 289 Festnahmen in insgesamt 22 Städten die Rede. Berichte über Proteste gibt es unter anderem aus Chabarowsk im äußersten Osten des Landes sowie aus Nowosibirsk, Irkutsk, Tomsk und Tschita in Sibirien. Diese Fotos sind aus Moskau:

8450ae55b0c4b17137efa77b1d36ebbc.jpg

(Foto: REUTERS)

0c8fc6da518e52c780af0444c451ae24.jpg

(Foto: REUTERS)

f13b9a12116c422ab68c88727472f240.jpg

(Foto: REUTERS)

+++ 17:47 Ukrainer protestieren gegen Scheinreferenden +++
Während in den russisch kontrollierten Gebieten in der Ukraine Scheinreferenden abgehalten werden, gibt es in Kiew Proteste gegen die sogenannten Referenden zur Annexion durch Russland. Hier hält ein Demonstrant ein Plakat mit der Aufschrift "Nein! Zu einem gefälschten Referendum" hoch.

142590d4a2b4c2cff626a2fbfa9a85bb.jpg

(Foto: dpa)

Gegen die Scheinreferenden protestieren auch diese Frauen aus Mariupol in der ukrainischen Hauptstadt.

f447d34077aa93eb56101431f9337d13.jpg

(Foto: dpa)

Am zweiten Tag der Abstimmungen gehen in den Separatistengebieten Donezk und Luhansk im ostukrainischen Donbass sowie in den südukrainischen Regionen Cherson und Saporischschja weiter pro-russische Behördenvertreter von Tür zu Tür, um Stimmen einzusammeln. Wahllokale sollen erst am Dienstag, dem letzten Tag der Abstimmungen, geöffnet werden.

+++ 17:29 Polen lehnt Aufnahme russischer Kriegsdienstverweigerer weiter ab +++
Polen öffnet seine Tore nicht für Russen, die vor einer möglichen Einberufung für den Krieg in der Ukraine fliehen wollen. Das bekräftigt Außenminister Zbigniew Rau gegenüber der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Auf die Frage, ob Polen es Russen erleichtern sollte, sich dem Militärdienst zu entziehen, um damit das militärische Potenzial Russlands zu schwächen, antwortet Rau mit klarer Ablehnung. Sowohl aus sicherheitspolitischer als auch aus moralischer Sicht sei es "höchst unratsam", eine größere Zahl an Russen aufzunehmen. "Wir haben beschlossen, die derzeitige Erteilung von Visa an Bürger der Russischen Föderation einzustellen und damit die Touristenvisa abzuschaffen", erklärt Rau. Er schloss aber Ausnahmen für Russen, die wirklich gegen den Krieg seien und zum Beispiel an Protestaktionen teilgenommen hätten, nicht aus.

+++ 17:00 Einberufene Männer verabschieden sich von Familien +++
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine betrifft auch zunehmen mehr Familien in Russland ganz direkt. Diese Bilder kommen heute aus Moskau und zeigen, wie Männer, die einberufen wurden, und ihre Familienangehörigen sich verabschieden. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte eine Teilmobilmachung in Russland angeordnet. 300.000 Reservisten sollen in die russische Armee eingezogen werden.

37854e459a5de32b7179c9bd2111736e.jpg

(Foto: IMAGO/SNA)

6eccd25e3764f851423ba214fba5b409.jpg

(Foto: IMAGO/SNA)

7366ff961beaafd2647001ccf180004a.jpg

(Foto: IMAGO/SNA)

6c2bc69f5ca3dfd1f374cca4435c3cfb.jpg

(Foto: IMAGO/SNA)

In Wolgograd bespritzt ein Priester die Männer mit Weihwasser.

62ec12628361c2461c65b721792b1b41.jpg

(Foto: IMAGO/SNA)

+++ 16:21 Russischen Deserteuren drohen bis zu 15 Jahre Haft +++
Kremlchef Wladimir Putin hat nach der angeordneten Teilmobilmachung für seinen Krieg gegen die Ukraine nun das geänderte Gesetz über härtere Strafen für Deserteure in Kraft gesetzt. Wer in den Zeiten einer Mobilmachung oder des Kriegszustands Fahnenflucht begeht, kann demnach mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden. Wer sich freiwillig in Kriegsgefangenschaft begibt - dazu hatte die ukrainische Regierung aufgerufen -, muss mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen. Russen im wehrpflichtigen Alter oder Reservisten müssen künftig mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen, wenn sie die Teilnahme an Kampfhandlungen verweigern. Auch Befehlsverweigerung kann mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden. Putin unterzeichnete zudem ein Gesetz, das die Einbürgerung von Ausländern beschleunigt, wenn sie sich zum Kampfeinsatz verpflichten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:49 Gouverneur: Zivilisten in Oblast Donezk getötet +++
Im Osten der Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge zwei weitere Zivilisten getötet worden. Der Gouverneur der Oblast Donezk, Pavlo Kyrylenko, schreibt bei Telegram, die russische Armee habe gestern einen Zivilisten in Bakhmut getötet und einen weiteren in Krasnohorivka.

+++ 15:15 Videos sollen russische Kämpfer mit veralteten Waffen zeigen +++
Russischen Kämpfern sollen stark veraltete Waffen ausgehändigt worden sein. Das berichtet das belarussische Oppositions-Medium Nexta und veröffentlicht mehrere Videos, die zum Teil verrostete Waffen zeigen. Die Echtheit dieser Videos ist allerdings nicht verifiziert. Unklar ist auch, ob die Waffen nur Übungszwecken dienen sollen oder auch im Kampf zum Einsatz kommen sollen.

+++ 14:30 Michel befürwortet Aufnahme russischer Flüchtlinge +++
EU-Ratspräsident Charles Michel ist dafür, dass die Europäische Union Russinnen und Russen aufnimmt, die aus ihrem Land fliehen. Dem Onlineportal "Politico" sagt er, die EU sollte sich denjenigen offen gegenüber zeigen, die "sich nicht vom Kreml instrumentalisieren lassen wollen". Die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin einer Teilmobilisierung in dieser Woche habe die Dynamik des Krieges verändert. Die EU sollte diejenigen aufnehmen, die wegen ihrer politischen Meinungen in Gefahr seien, sagt Michel.

+++ 14:01 Bericht: Putin verbietet Soldaten Rückzug +++
Präsident Putin nimmt neuerdings nach Einschätzung von US-Beamten direkten Einfluss auf die militärische Kriegsführung. So soll er das Gesuch von Kommandeuren im Raum Cherson abgelehnt haben, sich aus der südlichen Stadt Cherson zurückzuziehen, berichtet die "New York Times" und beruft sich auf nicht näher bezeichnete US-Beamte. Dort hatte die Ukraine zuletzt eine Offensive gestartet und russischen Truppen zunächst den Rückweg über den Fluss Dnipro abgeschnitten. Ein geordneter Rückzug hätte es ermöglicht, in Cherson Material und Menschenleben zu sichern. Doch gleichzeitig würde die Schwächung des russischen Heeres einmal mehr offenbar, zumal Cherson die erste Stadt war, die Russland bei seiner Invasion ab Februar eingenommen hatte. Die US-Beamten sehen einen Siegeswillen Putins "zu jedem Preis". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:42 Erste Festnahmen bei Protesten in Russland +++
Bei Anti-Mobilisierungs-Protesten sind in Russland Bürgerrechtlern zufolge erneut Menschen festgenommen worden. Unabhängige Medien zeigten am Mittag Fotos und Videos von Demonstranten unter anderen aus Nowosibirsk, Irkutsk, Tomsk und Tschita in Sibirien. Die Menschen halten demnach Plakate mit Aufschriften wie "Wir sind kein Fleisch". Zu sehen ist auch, wie sie von Polizisten abgeführt werden. Noch am Abend, als Präsident Wladimir Putin die Teilmobilisierung verkündete, kam es zu den ersten größeren Protesten seit Kriegsbeginn. Dabei sollen mehr als 1300 Menschen festgenommen worden sein. Für heute Nachmittag sind auch in Moskau und St. Petersburg Demonstrationen geplant.

+++ 13:28 IAEA führt Gespräche über Schutzzone für AKW +++
Die internationale Behörde für Atomenergie IAEA führt mit den Außenministerien Russlands und der Ukraine Gespräche über die Errichtung einer Schutzzone für das Atomkraftwerk Saporischschja, berichtet ntv-Korrespondentin Kavita Sharma aus Dnipro. Das AKW ist von Russen besetzt, wird aber von ukrainischem Fachpersonal weiter betrieben, das nach Berichten teils heftigen Schikanen ausgesetzt ist. Kontrolleure der IAEA, die kürzlich das AKW besichtigt hatten, sprachen anschließend von katastrophalen Zuständen. Demnach geht von dem Kraftwerk auch eine ernsthafte Gefahr für einen Atomunfall aus.

+++ 13:13 US-Experten sehen Erfolg der Teilmobilisierung in Gefahr +++
Das US-Institute for the Study of War (ISW) sieht in seinem neuesten Update Putins Teilmobilisierung in Gefahr zu scheitern. Die Bemühungen würden wahrscheinlich nicht einmal die Reservekräfte geringer Qualität generieren, die Putins Pläne anvisierten, solange Russland nicht schnellstens Fehler im System behebe, so das ISW. Demnach gibt es Meldungen darüber, dass entlegene Regionen viel stärker von der Rekrutierung betroffen sind als andere. Speziell dort sollen teilweise auch alte Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen oder Handicaps einberufen worden sein. Bisherige Informationen des Instituts sprechen dafür, dass das bürokratische System, nach dem rekrutiert wird, ineffektiv und bürokratisch sei. Würden tatsächlich manche Regionen Russlands stärker belastet und andere bei den Einberufungen geschont, kann das laut den Experten die sozialen Spannungen verstärken.

+++ 12:53 "Schlächter von Mariupol" wird Vize-Verteidigungsminister +++
Russlands Vize-Verteidigungsminister Dmitri Bulgakow ist seines Amtes enthoben worden, ersetzt wird er durch Generaloberst Michail Misinzew, auch als "Schlächter von Mariupol" bekannt. Unter seinem Kommando wurde die südukrainische Hafenstadt brutal erobert. Während der wochenlangen Belagerung wurden ukrainischen Angaben zufolge Tausende Zivilisten getötet und ein Großteil der Stadt zerstört. Misinzew soll künftig insbesondere für die Logistik der Armee zuständig sein. Sein Vorgänger Bulgakow soll auf einen anderen Posten versetzt werden. Nach den jüngsten Niederlagen ist Russlands militärische Führung um Verteidigungsminister Sergej Schoigu auch in kremlnahen Kreisen in die Kritik geraten. Mehr dazu lesen Sie hier.

imago0152594751h.jpg

Der sogenannte "Schlächter von Mariupol" Misinzew macht nun im Kreml Karriere.

(Foto: IMAGO/SNA)

+++ 12:27 Experte: Über Asyl könnte Russland Geheimdienstler einschleusen +++
Verteidigungsexperte Markus Kaim zeigt im ntv-Interview Verständnis für die Bedenken des Innenministerium in Bezug auf Asyl für russische Deserteure. Seiner Ansicht nach besteht die Gefahr, dass der Kreml die Möglichkeit nutzen würde, um Geheimdienstmitarbeiter einzuschleusen.

+++ 12:03 Pilzsucher treten auf Landminen +++
In der Oblast Charkiw sind viele Regionen bereits befreit, doch Landminen, die die russischen Truppen dort zuvor verteilten, sind für die Bewohner der Gegend noch immer eine tödliche Gefahr. Zuletzt detonierten zwei Anti-Personen-Minen unabhängig voneinander, als Pilzsucher darauf traten. Über den Zustand der Männer gibt es keine Informationen. Der Chef der Charkiwer Militärverwaltung berichtete, in den vergangenen 24 Stunden seien allein 578 explosive Objekte in der Region deaktiviert worden. Anti-Personen-Minen sind, weil sie nach ihrer Platzierung nicht mehr unter Kontrolle sind und vom Opfer selbst aktiviert werden, international geächtet.

+++ 11:46 Internet-Ikone aus Asowstal ist siegesgewiss +++
Die ukrainische Sanitäterin, deren Video aus der Belagerung des Asowstal-Stahlwerks berühmt wurde, äußert sich erstmals nach ihrer Befreiung. Kateryna "Ptashka" Polishchuk geriet bei der Einnahme der Stadt in russische Gefangenschaft. Später wurde sie mit 200 anderen ukrainischen Verteidigern freigelassen. "Jedes Stück Land der Ukraine wird zurückgefordert. Wir sind zurück um weiterzukämpfen", postete sie auf Instagram. Polishchuk hatte aus dem Inneren des belagerten Werkes ein gesungenes Rebellenlied nach draußen geschickt und ein weltweites Echo gehabt.

+++ 11:08 Schein-Referendum: Auch Tote "stimmen ab" +++
In der Oblast Luhansk zählt die russische Militärverwaltung nach eigener Darstellung auch die Stimmen Toter mit oder die von Soldaten, die in Gefechten sind. "Ein Bewohner Alchewsk an der Front oder in Gefangenschaft oder sogar tot wird auch irgendwie abstimmen", sagte der dortige russische Verwaltungschef Haidai laut der Zeitung Ukrainska Prawda auf Telegram. Vielleicht werde "die Stimme telepathisch gezählt", erklärte der Militär.

+++ 10:52 In älteren Umfragen war Mehrheit im Osten gegen Anschluss an Russland +++
Laut Umfragen aus den Jahren 2021 und 2022 wollten nur 10 Prozent der Befragten im Gebiet Donezk, 12 Prozent im Gebiet Luhansk, 6 Prozent in Cherson und 7 Prozent in Saporischschja, dass die Ukraine sich Russland anschließt. Über 80 Prozent waren laut der Umfragen dagegen, die das Kiewer Internationale Institut für Soziologie durchgeführt hatte.

+++ 10:20 Folteropfer aus Region Charkiw berichten von unmenschlichen Qualen +++
Während in von russischer Besatzung befreiten Orten Leichname mit Folterspuren exhumiert werden, berichten Überlebende der Folter von unmenschlichen Qualen. Dem Kiew Independent beschreibt ein 40-jähriger Bewohner der Region, wie man ihn - nach harten Tritten in den Bauch, die ihn immer wieder ohnmächtig werden ließen - unter elektrischen Strom setzte. Nach einer halben Stunde Folter habe seine Haut an manchen Stellen ausgesehen wie gepökeltes Schweinefleisch und zu rauchen begonnen. Ziel der Folter war, Informationen über seine Zeit als Soldat im Einsatz im Donbass zu bekommen. Nur mit großer Mühe traut sich der Mann seit der Befreiung seines Wohnortes aus dem Haus.

+++ 09:57 Militärexperten: Ukrainische Truppen stoßen weiter vor +++
An der Front im Osten der Ukraine kommen die heimischen Truppen nach Einschätzung des amerikanischen Instutes for the Study of War weiter voran. Russische Militärblogger würden berichtet, dass die ukrainische Armee Außenbereiche russischer Stellungen in der Region um Lyman erreicht hat. Bei Karpivka seien die Truppen durch die russische Verteidigungslinie gebrochen. Laut eines russischen Militärbloggers ist der Kontakt mit einer russischen Reservisten-Einheit abgebrochen, die westlich von Lyman eine Verteidigungsstellung hielt.

+++ 09:37 Russen rekrutieren in Cherson und Saporischschja +++
In den besetzten Oblasten von Saporischschja und Cherson berufen russische Truppen Männer im Rekrutierungsalter ein, die bereits einen russischen Pass angenommen haben. Das berichtet der Generalstab der ukrainischen Armee im jüngsten Update. Demnach haben die Männer die ukrainische Staatsbürgerschaft abgelegt, um die russische zu übernehmen.

+++ 09:09 Munz: Essenslieferdienste bringen Einberufung mit +++
Bei der Teilmobilmachung, für die Russland 300.000 Bürger rekrutiert, gehen die Behörden willkürlich und offenbar auch planlos vor. Einberufungen werden per Essenlieferanten zugestellt, versehentlich wird auch schon mal ein Toter einberufen, berichtet ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau.

+++ 08:42 Russen beschießen ukrainische Staudämme +++
Mit dem Beschuss von Staudämmen versucht Russland offenbar das anhaltende Vorrücken der ukrainischen Streitkräfte zu stoppen. So lautet die Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums. Russische Soldaten hätten kürzlich mit Kurzstreckenraketen oder ähnlichen Waffen im Nordosten der Ukraine einen Staudamm auf dem Fluss Siwerskyj Donez beschossen, heißt es im täglichen Lagebericht. Einige Tage zuvor habe es bereits einen ähnlichen Angriff auf einen anderen Damm gegeben. Die russischen Kommandeure, die wegen ihrer jüngsten Rückschläge zunehmend beunruhigt seien, versuchten vermutlich, die Schleusentore zu zerstören, um Überquerungsstellen des ukrainischen Militärs zu überschwemmen.

+++ 08:29 Harry Styles und weitere Stars sammeln für Ukraine +++
Die britischen Popstars Harry Styles und Ed Sheeran, US-Basketballlegende Shaquille O'Neal und andere Prominente haben Persönliches gespendet, um Geld für die Ukraine zu sammeln. Die Stiftung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Samstag auf dem Internetportal Human Kind eine Verlosung gestartet. Die Stiftung will umgerechnet gut 55 Millionen Euro für die Arbeit der WHO in der Ukraine und ihren Nachbarländern sammeln. Die WHO hat bislang nach eigenen Angaben 1300 Tonnen Hilfsgüter ins Kriegsgebiet gebracht. Styles hat eine handsignierte Schallplatte gespendet, O'Neal und andere Sportler haben auf Trikots unterschrieben. Wladimir Klitschko verlost einen Boxhandschuh, die britische Poplegende Annie Lennox eine Sonnenbrille. Unterstützer können bis zum 24. Oktober mit fünf bis 10 Euro an der Lotterie teilnehmen, am 31. Oktober werden die Gewinner gezogen.

+++ 08:10 Munz: Putin versucht, aus Raubkrieg einen Verteidigungskrieg zu machen +++
Auch am zweiten Tag des Pseudo-Referendums in vier ukrainischen Gebieten, die derzeit von Russland kontrolliert werden, ziehen bewaffnete Befragungs-Trupps von Tür zu Tür. Erwartet wird, dass der Kreml nach Beendigung der Aktion am kommenden Dienstag die vier Gebiete sehr schnell annektiert. Als "untauglichen Versuch, aus einem Raubkrieg einen Verteidigungskrieg zu machen", bezeichent ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau die erzwungene Abstimmung. Wenn jedoch der Westen, die NATO sich davon nicht einschüchtern lasse, dann "hat Putin von der Annexion dieser Gebiete überhaupt nichts".

+++ 07:49 Stadt Saporischschja erneut angegriffen +++
Russische Truppen haben erneut die Stadt Saporischschja angegriffen, die unweit des größten Atomkraftwerks Europas lieg. Einem Telegram-Post des dortigen Gouverneurs zufolge wurde ein Wohnbezirk beschossen, dabei geriet ein Mehrfamilienhaus in Brand. Bislang wurden sieben Verletzte geborgen und ein Todesopfer. Seit Wochen sorgen sich westliche Experten um die Sicherheit rund um das Atomkraftwerk Saporischschja. Ein Gremium der internationalen Atomeenergiebehörde hatte kürzlich nach einem Besuch der Anlage dort die Sicherheitslage als katastrophal beschrieben.

+++ 07:14 Volkswirte: "Werden alle ärmer aus der Krise kommen" +++
Die durch den russischen Krieg gegen die Ukraine mitenfachte Kostenexplosion wegen hoher Energiepreise für Unternehmen und der immense Verlust an Kaufkraft führen die deutsche Wirtschaft nach Auffassung von Volkswirten geradewegs in die Rezession. Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research sieht für das nächste Jahr sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Höhe von 3,5 Prozent voraus. Andere Experten erwarten etwas mildere Auswirkungen. Allgemein wird jedoch befürchtet, die Krise könne die Konjunktur nachhaltig schädigen und auch am Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen.

+++ 06:51 Blogger rufen Russen auf, nicht in "Panik" zu verfallen +++
Der Nachrichtensender "Nexta TV" berichtet von Posts mit dem Hashtag "Don’t Panic", die angesichts der Meldungen über Rekrutierte, die über die Grenzen ins Ausland fliehen, zunehmend in russischen Netzwerken kursieren. Bloggerinnen und Blogger wollen mit der Aufforderung "Keine Panik" den Menschen vermitteln, dass die Zahl von 300.000 rekrutierten Personen nur 1 Prozent der "gesamten Mobilisierungsressource" entspricht. Sie argumentieren unter anderem anhand einer Tüte Pommes, dass 1 Prozent ihres Inhalts "vernachlässigbar" sei.

+++ 06:27 BKA sieht im Herbst Gefahr für innere Sicherheit +++
Das Bundeskriminalamt (BKA) sieht die innere Sicherheit durch die Energiekrise und Inflation gefährdet. Unter anderem hat die Sicherheitsbehörde Aufrufe von Islamisten registriert, den Krieg Russlands gegen die Ukraine und die instabile politische Lage in Europa auszunutzen. Aufgerufen wird demnach zu Anschlägen auf die wirtschaftliche Infrastruktur, berichtet der "Tagesspiegel". Das BKA rechnet mit einer ähnlichen Lage wie bei den Protesten gegen Corona-Maßnahmen seit Beginn der Pandemie, "wenn ein beachtlicher Bevölkerungsanteil gefühlt oder tatsächlich durch politische Entscheidungen in existenzbedrohende Situationen gerät", heißt es in einem internen Vermerk, aus dem die Zeitung zitiert. Erwartet werden mögliche Besetzungen und Blockaden von Unternehmen der Energie- und Rüstungswirtschaft durch die linke Szene, Straftaten gegen Politiker und Entscheidungsträger von rechts.

+++ 05:58 Litauen verweigert russischen Deserteuren Asyl +++
Der Baltenstaat Litauen hat erklärt, nach der Teilmobilmachung keine russischen Deserteure aufzunehmen. Damit steht der direkte Nachbar Russlands Einberufenen auf der Flucht nicht als Ziel zur Verfügung. Meldungen zufolge versuchen Tausende der jungen Russen, die nun ihren Rekrutierungsbescheid erhalten haben, das Land zu verlassen "Litauen wird kein Asylrecht garantieren für diejenigen, die einfach vor der Verantwortung weglaufen", teilte der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis mit. "Russen sollten dableiben und kämpfen. Gegen Putin."

+++ 04:52 SPD-Innenpolitiker: Für Putin gehören Flüchtlinge zur Kriegsstrategie +++
Aus Sicht des innenpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Hartmann, braucht es eine neue Abstimmung auf europäischer Ebene, um die aktuellen Migrationsströme zu bewältigen. "Menschen, Frauen und Kinder in die Flucht zu bomben, das ist - genauso wie Desinformation - schon lange Teil der russischen hybriden Kriegsführung - das müssen wir uns immer wieder vor Augen führen", sagt Hartmann. "Das hat Präsident Wladimir Putin in Syrien schon so gemacht, dann kamen die mit Moskau abgesprochenen Flüge nach Belarus, und auch bei seinem Angriffskrieg in der Ukraine ist das ein Faktor." Neben rund einer Million Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, die Deutschland aufgenommen habe, kämen nun auch wieder mehr Menschen aus anderen Teilen der Welt.

+++ 03:26 Ex-Präsident Poroschenko: "Putin geht so weit, wie wir ihn lassen" +++
Der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko rät dem Westen, sich nicht von Drohungen von Wladimir Putin einschüchtern zu lassen. Der russische Präsident setze stets auf Erpressung, um seine Ziele zu erreichen - wie auch jetzt im Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk Saporischschja, sagt Poroschenko im Interview mit der Deutschen Welle. "Putin setzt keine Atomwaffen ein, wenn der Westen klar macht, dass es eine harte Antwort auf den Angriff geben würde", so dass dies ein "Akt des Selbstmords" für Putin wäre, so Poroschenko. Der 2019 abgewählte Ex-Präsident plädiert für eine "gemeinsame Erklärung der Atommächte der Welt, dass es eine schnelle und entschiedene Reaktion geben wird". Weiter sagt er: "Haben Sie keine Angst vor Putin. Wenn man schwach ist, geht Putin so weit, wie wir ihn gemeinsam gehen lassen. Zweitens: Trauen Sie Putin nicht. Putin hält nie sein Wort. Und drittens, Putin versteht nur Gewalt".

+++ 02:14 Finnland verschärft Einreiseregeln für Russen +++
Finnland will die Einreise ins Land für Russen deutlich beschränken. Russischen Staatsbürgern werde es nicht mehr möglich sein, "aus touristischen Gründen" einzureisen, kündigt der finnische Außenminister Pekka Haavisto an. Ins Land würden russische Bürger nur noch dann kommen können, wenn es "einen anderen Grund" für eine Einreise gebe. Damit positioniert sich Finnland an der Seite der anderen vier EU-Staaten, die direkt an Russland angrenzen: In den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen gelten bereits ähnlich strenge Regeln. Nach der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angekündigten Teilmobilmachung der Streitkräfte hatte sich die Zahl der Einreisen russischer Staatsbürger nach Finnland verdoppelt. So reisten allein am Donnerstag über 6.000 Menschen ein, in der Vorwoche waren es noch 3.000 gewesen.

+++ 00:53 Biden kündigt weitere Sanktionen bei russischen Annexionen an +++
US-Präsident Joe Biden droht Russland mit harten Sanktionen für den Fall von Annexionen nach den "Referenden" in russisch kontrollierten Gebieten in der Ukraine . Die USA würden gemeinsam mit ihren Verbündeten und Partnern daran arbeiten, dass in diesem Fall weitere "schnelle und harte" wirtschaftliche Maßnahmen gegen Russland ergriffen würden, erklärt Biden, der die Referenden als "Farce" bezeichnete.

+++ 23:46 Selenskyj ruft rekrutierte Ukrainer zur Sabotage auf +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt die Bürger in den besetzten Gebieten vor der Mobilmachung durch das russische Militär. "Verstecken Sie sich auf jeden Fall vor der russischen Mobilisierung. Vermeiden Sie Einberufungen", so Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Wer schon von der russischen Armee eingezogen worden sei, solle deren Aktivitäten sabotieren und an Kiew melden, um dann so schnell wie möglich zu fliehen. Weiter hebt er hervor, die Zurückeroberung von 9000 Quadratkilometern ukrainischen Territoriums sei auch dank der Hilfe der örtlichen Bevölkerung gelungen.

+++ 22:58 Kiew entzieht iranischem Botschafter die Akkreditierung +++
Kiew will die diplomatische Vertretung des Iran in der Ukraine wegen des Vorwurfs von Waffenlieferungen an Russland deutlich einschränken. Dem iranischen Botschafter wird die Akkreditierung entzogen. Die iranischen Waffenlieferungen seien "ein feindseliger Akt, der den Beziehungen zwischen der Ukraine und dem Iran schweren Schaden zufügt", teilt das ukrainische Außenministerium mit. Zuvor war bei einem russischen Angriff mit iranischen Drohnen nach ukrainischen Angaben in Odessa ein Zivilist getötet worden.

+++ 22:18 Ukraine: Vier von Russland eingesetzte iranische Drohnen abgeschossen +++
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben vier iranische Drohnen "Kamikaze"-Drohnen abgeschossen, die von den russischen Streitkräften eingesetzt wurden. Das Militär teilt mit, die Drohnen vom Typ Shahed-136 seien über dem Meer nahe der Hafenstadt Odessa abgeschossen worden. Die Ukraine und die USA haben den Iran wiederholt beschuldigt, Drohnen an Russland zu liefern. Teheran bestreitet dies.

+++ 21:53 UN-Ermittler sehen Beweise für russische Kriegsverbrechen in Ukraine - auch Kinder gefoltert +++
UN-Ermittler stellen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zahlreiche Kriegsverbrechen festgestellt. "Auf der Grundlage der (...) gesammelten Beweise ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass in der Ukraine Kriegsverbrechen begangen wurden", sagt der Leiter der Untersuchungskommission für die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine, Erik Mose, vor dem UN-Menschenrechtsrat. Es gebe Beweise für zahlreiche Hinrichtungen von Menschen mit auf den Rücken gefesselten Händen, Kinder seien vergewaltigt und gefoltert worden, fügt Mose hinzu. Den Ermittlern zufolge habe es sexuelle und geschlechtsbezogene Gewalttaten russischer Soldaten gegeben, in einigen Fällen wurden Angehörige gezwungen, Zeugen der Verbrechen zu sein.

+++ 21:38 Treffen zwischen Baerbock und Lawrow bei UN-Vollversammlung geplatzt +++
Ein anvisiertes Treffen zwischen Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und dem russischen Chefdiplomaten Sergej Lawrow in New York ist geplatzt. "Nachdem sie ihre Anfragen zu Verhandlungen mit Sergej Lawrow am Rande der UN-Vollversammlung gestellt und von der russischen Seite einen Terminvorschlag bekommen haben, sind die EU-Delegationen vom Radar verschwunden", kritisiert die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa auf ihrem Telegram-Kanal. Dabei bezieht sich die 46-Jährige offenbar auch auf ein angebahntes Gespräch zwischen Baerbock und Lawrow. Im Vorfeld der Generaldebatte in New York habe es Kontakte zwischen den Delegationen vor Ort gegeben.


Frühere Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/rts/AFP/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen