Iran-Krieg im Liveticker+++ 00:34 Trump: "Entschlossene Reaktion" auf Hubschrauber-Abschuss +++
US-Präsident Trump telefoniert mit einem Korrespondenten des US-Senders ABC News, als das Militär die neuen Schläge gegen den Iran ankündigt. Trump betont, dass es sich um einen Vergeltungsschlag für den mutmaßlichen Abschuss eines Hubschraubers vor der Küste des Oman handele: "Ich halte es für sehr wichtig, darauf zu reagieren", so Trump. "Dies ist eine Reaktion auf das, was sie gestern Abend mit unserem Hubschrauber gemacht haben, und ich glaube, die Reaktion sollte sehr entschlossen und sehr kraftvoll sein, und genau das ist sie." Der US-Militärhubschrauber war nach Informationen von ABC News von einer iranischen Drohne angegriffen worden.
+++ 23:31 Vergeltung für Hubschrauber-Abschuss: US-Armee startet neue Schläge gegen Iran +++
Das US-Zentralkommando Centcom startet nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen den Iran. Die Schläge dienen der Selbstverteidigung und seien eine Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Hubschraubers der US-Armee am Vortag, teilt das US-Militär mit. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass die Piloten bei dem Hubschrauber-Abschuss zwar unverletzt geblieben seien, die Vereinigten Staaten aber "gezwungenermaßen auf diesen Angriff reagieren" müssten.
+++ 23:21 Libanon: Israel hat Tyros erst angegriffen und dann zur Evakuierun aufgerufen +++
Der jüngste Luftangriff Israels auf die libanesische Hafenstadt Tyros ist örtlichen Angaben zufolge noch vor dem israelischen Aufruf zur Evakuierung erfolgt. Bei dem Beschuss wurden laut dem libanesischen Gesundheitsministerium mindestens acht Menschen getötet. Erst neun Minuten nach dem Angriff habe das israelische Militär auf X erstmals die Evakuierung der gesamten Stadt im Süden des Landes angeordnet. Ein Militärsprecher äußert sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht dazu, warum vor der Warnung angegriffen wurde. Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen setzt ihre Arbeit in der Region vorübergehend aus.
+++ 22:09 Bericht: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit +++
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach Angaben des Fernsehsenders i24News unter Umständen zu einem eigenständigen Militärschlag gegen den Iran ohne Unterstützung der USA bereit. Der Sender berief sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend und zitierte Netanjahu mit den Worten: "Es könnte sein, dass wir in eine Situation geraten, in der wir den Iranern allein, ohne Rückendeckung der USA, gegenüberstehen - mit allen damit verbundenen Kosten: Rüstungsausgaben und weltweite Isolation." Israel wolle nicht, dass es so weit komme, wisse aber, dass es so weit kommen könne, sagte Netanjahu demnach.
+++ 21:25 Hisbollah: Libanesische Regierung soll Verhältnis zum Iran verbessern +++
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat die Regierung in Beirut dazu aufgerufen, ihre Beziehungen zum Iran zu verbessern. Der Angriff Teherans auf Israel "zur Verteidigung unseres libanesischen Volkes ist eine Botschaft der moralischen, politischen und praktischen Hilfe", erklärt die Miliz. Die Islamische Republik hatte die neuerlichen Attacken auf Israel am Sonntagabend und Montagmorgen mit den Luftangriffen der israelischen Armee auf die libanesische Hauptstadt Beirut begründet.
+++ 20:02 Iran beschlagnahmt zahlreiche Vermögen von Kritikern +++
Irans Justiz hat eigenen Angaben zufolge mehr als 200 Vermögen von Kritikern und Regierungsgegnern beschlagnahmt. Justizsprecher Asghar Dschahangir sprach iranischen Medien zufolge von "Vaterlandsverrätern", deren Besitz und Vermögen konsequent eingezogen werde. Auf welchen Zeitraum er sich bezog, blieb zunächst unklar. Seit Ausbruch des Kriegs durch die USA und Israel Ende Februar haben auch Bewohner der iranischen Metropolen von zunehmenden Repressionen berichtet. Unter anderem haben Kontrollen von Fahrzeugen durch die Sicherheitsdienste in den Städten zugenommen. Viele Iranerinnen und Iraner sehen mit Sorge, dass Konten von Kritikern eingefroren werden.
+++ 18:55 Trump kündigt Vergeltung gegen Iran nach mutmaßlichem Hubschrauber-Abschuss an +++
US-Präsident Donald Trump hat Rache für einen mutmaßlichen iranischen Angriff auf einen US-amerikanischen Apache-Hubschrauber angekündigt. "Ich wurde soeben von unserem großartigen Militär darüber informiert, dass die Iraner gestern Abend einen unserer hochmodernen Apache-Hubschrauber abgeschossen haben, während dieser über der Straße von Hormus auf Patrouille war", schreibt Trump auf Truth Social. Die beiden Piloten seien wohlauf und unverletzt. "Dennoch müssen die Vereinigten Staaten zwangsläufig auf diesen Angriff reagieren", kündigt der Präsident an.
+++ 17:59 Iran meldet drei Tote nach israelischen Angriffen +++
Nach den israelischen Angriffen hat der Iran drei Tote gemeldet. Zwei Soldaten der Flugabwehr seien am Montag durch israelischen Beschuss getötet worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Zu ihrem Einsatzort gab es zunächst keine Angaben.
+++ 17:11 UN: Israelische Behörden unterstützen Siedler militärisch und finanziell +++
Ein Bericht der UN-Untersuchungskommission stützt die Vorwürfe gegen israelischen Akteure im Westjordanland. Demnach haben die israelischen Behörden Angriffe der Siedler finanziell und militärisch unterstützt. Die Sicherheitskräfte begleiteten die Siedler regelmäßig und dienten den Tätern als Schutzschild. "Die zunehmende Beteiligung israelischer Sicherheitskräfte an diesen Übergriffen kommt einer faktischen Verwischung der Grenze zwischen Siedlern und Soldaten gleich", heißt es in dem Bericht. Die Überfälle auf palästinensische Dörfer und landwirtschaftliche Flächen hätten seit 2023 um 130 Prozent zugenommen, heißt es weiter. Die Kommission dokumentierte zudem Fälle von tätlichen Angriffen, Entführungen und Missbrauch palästinensischer Kinder durch Siedler. Unter anderem seien am 19. April 2025 ein zwölfjähriges Mädchen und ihr dreijähriger Bruder mit vorgehaltenem Messer entführt und an einen Baum gefesselt worden.
+++ 16:19 Hisbollah-Kämpfer dringt nach Israel ein und wird erschossen +++
Ein bewaffnetes Mitglied der libanesischen Hisbollah-Miliz ist nach israelischen Angaben nach Israel vorgedrungen und hat dort das Feuer auf israelische Soldaten eröffnet. Die Truppen im Bereich des Ramim-Höhenzugs hätten zurückgefeuert und den Angreifer "ausgeschaltet", hieß es in einer Mitteilung der Armee. Keiner der Soldaten sei verletzt worden. Sicherheitskräfte durchkämmten weiter das Gebiet. Es war zunächst unklar, wie der Hisbollah-Kämpfer die streng bewachte Grenze nach Israel überqueren konnte. Zur Unterstützung der Suchmaßnahmen wurde eine Drohne der israelischen Luftwaffe in das Gebiet entsandt.
+++ 14:56 Emirates peilt trotz Iran-Krieges sein volles Flugprogramm an +++
Im Unterschied zu anderen Airlines will der größte Anbieter aus den Golf-Staaten, Emirates, sein Flugprogramm nicht wegen der mit dem Iran-Krieg massiv gestiegenen Kerosinkosten reduzieren. "Wir haben keinerlei Absicht, einzuschränken oder zu reduzieren", sagt Emirates-Präsident Tim Clark. Er mache sich über höhere Kerosinkosten, etwa durch die Mitnahme von mehr Treibstoff als Vorkehrung gegen Knappheit im Ausland, keine Sorgen. Viele Fluggesellschaften, darunter auch die Lufthansa, haben unrentable Flüge gestrichen, nachdem sich der Kerosinpreis durch fehlendes Treibstoffangebot aus Nahost zeitweise verdoppelte. Emirates fährt den Betrieb am Drehkreuz Dubai weiter hoch, nachdem die Airline kurz nach Ausbruch des Iran-Krieges Ende Februar und iranischen Angriffen auf die arabische Halbinsel weitgehend am Boden bleiben musste. Anfang Mai bediente Emirates fast wieder alle seine Strecken mit 75 Prozent der ursprünglichen Angebotskapazität.
+++ 13:50 BASF-Chef warnt vor neuem Ölpreisschock wegen Iran-Krieg+++
BASF-Chef Markus Kamieth warnt vor einem neuen Ölpreisschock wegen des Iran-Kriegs. "Bei Öl kommen wir jetzt langsam an den Punkt, wo die Reserven jetzt auch langsam mal verbraucht sind", sagt Kamieth im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Wenn die Straße von Hormus nicht bald öffne, könnte es in der zweiten Jahreshälfte "nochmal einen Preisschock auch bei Öl und bei raffinierten Produkten geben". Mit der gesperrten Straße von Hormus verliere die Welt nur 3 Prozent an Gas, bei Öl seien es rund 20 Prozent. Und da es im Nahen Osten viele Raffinerien gebe, steige der Anteil bei raffinierten Produkten wie Treibstoffen und vielen Chemieprodukten signifikant auf bis zu 40 Prozent.
+++ 13:05 Sicherheitskreise melden viele Tote und Verletzte bei israelischem Angriff im Libanon +++
Bei einem Angriff am Stadtrand der Küstenstadt Tyrus werden nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen getötet und 32 weitere Personen verletzt. Aus Kreisen des libanesischen Zivilschutzes hieß es zuvor, es seien neun Menschen getötet worden. Das israelische Militär äußert sich bisher nicht zu den Angriffen.
+++ 12:47 Libanesische Medien melden Angriff auf Tyrus nach israelischen Warnungen +++
Kurz nach einem israelischen Evakuierungaufruf ist die Stadt Tyrus im Süden des Libanon nach Angaben der libanesischen Staatsmedien angegriffen worden. "Feindliche Kampfflugzeuge haben einen heftigen Angriff auf Tyrus gestartet", meldet die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Vormittag. Die israelische Armee hatte zuvor sämtliche Bewohner zum Verlassen der Stadt aufgerufen (Eintrag 11:38 Uhr).
+++ 12:14 Blufarb: Israel kündigt bereits Ausnahme von Waffenruhe an +++
Die Feuerpause zwischen Iran und Israel hält aktuell noch, Israel spricht allerdings weiterhin Sicherheitswarnungen für den Südlibanon aus und greift in Tyros an. Israelis haben wenig Hoffnung auf ein Kriegsende und befürchten ungünstige Iran-Verhandlungen seitens Trump, berichtet Raschel Blufarb aus Tel Aviv.
+++ 11:38 Israel ruft alle Bewohner der libanesischen Stadt Tyrus zur Evakuierung auf +++
Die israelische Armee warnt alle Bewohner der libanesischen Stadt Tyrus und ihrer Umgebung vor bevorstehenden Angriffen und ruft zur Evakuierung auf. "Dringende Warnung an die Bewohner von Tyrus, eingeschlossen des christlichen Viertels und der Flüchtlingslager und umliegender Nachbarschaften", schreibt der israelische Militärsprecher Avichaj Adraee bei X. "Zu Ihrer eigenen Sicherheit fordern wir Sie auf, unverzüglich ihre Häuser zu verlassen." Die Menschen sollten sich in Gebiete nördlich des Sahrani-Flusses begeben, heißt es weiter. Israel hatte das im Süden des Libanon gelegene Tyrus in den vergangenen Monaten wiederholt beschossen und dies mit Angriffen auf Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz begründet. Erstmalig werden nun nicht die Bewohner einzelner Viertel, sondern der ganzen Stadt zur Evakuierung aufgerufen.
+++ 10:28 Studie: Zahl der Konflikte weltweit erreicht neuen Höchststand +++
Die Zahl der kriegerischen Konflikte weltweit erreicht einer Studie zufolge im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand seit dem Zweiten Weltkrieg. 2025 seien 65 Konflikte unter Beteiligung staatlicher Akteure verzeichnet worden, heißt es im Jahresbericht des Osloer Friedensforschungsinstituts (Prio). Die Zahl der Konflikte zwischen zwei Staaten verdoppelte sich demnach auf acht und stieg damit ebenfalls auf ein Rekordhoch seit 1946. Genannt werden als Beispiele der seit mehr als vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg, die Konflikte zwischen Indien und Pakistan sowie zwischen Thailand und Kambodscha. Afrika ist der Studie zufolge mit 29 Konflikten weiterhin der am stärksten von Gewalt betroffene Kontinent. Dahinter folgen Asien, der Nahe Osten, Nord- und Südamerika sowie Europa. Israel sei "derzeit eindeutig eines der aggressivsten Länder der Welt", sagt die Studienautorin Siri Aas Rustad. Sie verweist auf den Iran-Krieg sowie die israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen, in Syrien, im Libanon und gegen die Huthi-Miliz im Jemen.
+++ 09:34 Vance: USA werden Iran-Abkommen auch gegen Israel erzielen +++
Die USA wollen nach den Worten von Vizepräsident JD Vance ein Abkommen mit dem Iran auch gegen Israels Widerstand durchsetzen. Die Vereinigten Staaten und Israel hätten zwar gemeinsame Interessen, Washingtons Vorgehen gegenüber Teheran werde jedoch davon bestimmt, was Präsident Donald Trump für das Beste für die USA halte, sagt JD Vance in einem Interview mit Fox News. Demnach würden die USA ein Abkommen auch dann durchsetzen, wenn Israel sich dagegen ausspreche. "Israel mag es gutheißen oder nicht - letztlich sind wir der Überzeugung, dass es den Interessen der Vereinigten Staaten dient. Wir werden dieses Vorhaben weiter vorantreiben, denn genau dafür wurde der Präsident der Vereinigten Staaten gewählt, und genau das müssen wir tun, um dem amerikanischen Volk bestmöglich zu dienen", sagt Trumps Vize.
+++ 09:00 Israel fordert Aufhebung von Haftbefehl gegen Netanjahu +++
Nach der Suspendierung des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofes fordert Israels UN-Botschafter eine Aufhebung des Haftbefehls gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Suspendierung Karim Khans beweise, "dass diese Institution bis ins Mark verdorben ist", schreibt UN-Botschafter Danny Danon auf X. "Nun ist es an der Zeit, die ungeheuerlichen Haftbefehle gegen Ministerpräsident Netanjahu aufzuheben!" Die Suspendierung Khans erfolgt vor dem Hintergrund von Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen eine enge Mitarbeiterin. Der Chefankläger lässt sein Amt seit gut einem Jahr vorläufig ruhen und wollte zurückkommen, wenn die Vorwürfe geklärt sind. Er bestreitet alle Vorhaltungen. Khan war seit 2021 Chefankläger und hatte einen Haftbefehl gegen Netanjahu vor Gericht beantragt, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Gaza-Krieg.
+++ 08:20 US-Kampfhubschrauber nahe Straße von Hormus abgestürzt - Piloten gerettet +++
Im Iran-Konflikt ist nahe der Straße von Hormus ein US-Militärhubschrauber abgestürzt. Die Piloten seien in Sicherheit, teilt US-Präsident Donald Trump mit. Es gehe ihnen gut. Niemand sei verletzt worden. Die US-Regierung werde im Laufe des Tages einen Bericht zu dem Vorfall vorlegen, kündigt er an. Weitere Details nennt Trump nicht. Einem Bericht der "New York Times" zufolge war der "Apache"-Kampfhubschrauber am Montag nahe der vom Iran kontrollierten und weitgehend blockierten Meerenge abgestürzt. Die beiden Besatzungsmitglieder seien gerettet worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Es sei bisher unklar, ob der Hubschrauber durch iranischen Beschuss abgestürzt sei, einen technischen Defekt gehabt habe oder ein anderes Problem aufgetreten sei.
+++ 07:14 Trump: Verhandlungen über Iran-Abkommen "in den letzten Zügen" +++
Die Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Iran-Krieges waren zuletzt ins Stocken geraten. Nun stellt US-Präsident Donald Trump den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den kommenden Tagen in Aussicht. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagt Trump. Ein halte den Abschluss der Verhandlungen in den kommenden "zwei oder drei Tage" für möglich. Seit dem 8. April gilt eine brüchige Waffenruhe. In der Nacht zum Montag hatten Israel und der Iran erstmals seit Beginn der Feuerpause wieder Angriffe aufeinander gestartet. Im Verlauf des Tages verkündeten dann beide Länder, dass die Kampfaktionen vorerst wieder eingestellt worden seien.
+++ 06:33 Chinas Außenhandel legt trotz Iran-Unsicherheit deutlich zu +++
Chinas Außenhandel gewinnt im Mai trotz erhöhter Unsicherheit durch den Iran-Krieg deutlich an Fahrt. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat in US-Dollar gerechnet um 19,4 Prozent, wie die chinesische Zollverwaltung mitteilt. Die Einfuhren legten demnach um 27,4 Prozent zu. Der Handelsüberschuss belief sich auf 105,4 Milliarden US-Dollar (rund 91 Milliarden Euro). Damit lagen die Zuwächse noch über den bereits starken Werten des Vormonats. Die Auslandsnachfrage bleibt für China weiter eine wichtige Konjunkturstütze.
+++ 05:43 KI im Iran-Krieg eingesetzt? US-Regierung streitet mit Anthropic +++
Die US-Regierung weist Vorwürfe der unrechtmäßigen Vergeltung gegen das KI-Unternehmen Anthropic zurück. In einem Gerichtsdokument räumt das Justizministerium jedoch ein, dass US-Behörden die Nutzung des Chatbots Claude eingeschränkt hätten. Dies sei geschehen, nachdem sich das Start-up Forderungen des Verteidigungsministeriums zur militärischen Nutzung widersetzt hatte. Das Ministerium forderte ein Bundesgericht in San Francisco auf, die Klage von Anthropic aus verfahrensrechtlichen Gründen abzuweisen, da es sich nicht um eine endgültige behördliche Maßnahme handele. Das Unternehmen hatte im März gegen Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth geklagt, nachdem das Pentagon Anthropic als Risiko für die Lieferkette eingestuft hatte. Hegseth hatte die Sperre verhängt, weil sich Anthropic geweigert hatte, Schutzmechanismen zu entfernen, die den Einsatz seiner Künstlichen Intelligenz (KI) für autonome Waffen oder inländische Überwachung verhindern. Insidern zufolge wurde die Technologie für militärische Operationen im Iran eingesetzt. Der Rechtsstreit gilt als Test für den Einfluss der Regierung auf die Wirtschaft und die Kontrolle über KI-Technologien.
+++ 04:17 Netanjahu: Teheran versucht, Israel neue Gleichung aufzuzwingen +++
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigt die Feuerpause zwischen Israel und dem Iran in einer Videobotschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man mit aller Härte reagieren, warnt er. Israels Konflikt mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz sei noch nicht beendet. Beide hätten in den vergangenen 24 Stunden versucht, Israel eine "neue Gleichung" aufzuzwingen. "Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schießen und dass wir nicht reagieren." Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betont er.
+++ 02:51 Ölpreis legt wegen Sorgen um Lieferunterbrechungen leicht zu +++
Der Ölpreis legt im frühen Handel angesichts anhaltender Sorgen über Lieferunterbrechungen leicht zu. Während der Iran und Israel signalisiert hätten, von einer weiteren Eskalation der Feindseligkeiten abzusehen, hätten die Huthi im Jemen ein vollständiges Verbot für die israelische Schifffahrt im Roten Meer angekündigt, schreiben die Analysten von ANZ Research in einem Kommentar. Dies "erhöhe das Risiko für eine der wichtigsten alternativen Routen, über die saudisches Rohöl auf den internationalen Markt gelangt".
+++ 01:44 Israel: Militär fängt im Süden des Landes Drohne aus dem Jemen ab +++
Die israelische Luftwaffe fängt nach eigenen Angaben über dem Süden des Landes eine Drohne aus dem Jemen ab. Der Vorfall im Luftraum über der Stadt Eilat am Roten Meer sei abgeschlossen, teilt das Militär bei X mit. Die Streitkräfte machen keine Angaben dazu, welche Gruppe sie für den Drohnenangriff verantwortlich machten. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hatte am Montag einen Angriff auf Israel mit mehreren Raketen für sich beansprucht. Es war der erste direkte Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April, also etwa seit Beginn der Waffenruhe im Iran-Krieg.
+++ 00:49 Libanons Gesundheitsministerium: Fünf Tote bei israelischem Angriff +++
Bei einem israelischen Angriff auf den Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Acht weitere seien bei dem Angriff auf Tyros verletzt worden, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Darunter seien vier Sanitäter des Roten Kreuzes. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor erklärt, die israelische Armee werde die Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon ungeachtet iranischer Drohungen weiter fortsetzen.
+++ 23:42 Ermittlungen gegen Israels Sicherheitsminister Ben-Gwir in Italien +++
In Italien laufen Insiderangaben zufolge Ermittlungen gegen den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gwir wegen des Verdachts der Folter und Freiheitsberaubung. Hintergrund ist der Umgang mit Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Monat, unter denen sich auch italienische Staatsbürger befanden, wie aus Justizkreisen verlautet. Ben-Gwir erklärt in einer Stellungnahme, er werde sich den Ermittlungen nicht entziehen und weiterhin an der Seite der israelischen Einsatzkräfte stehen. Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnet das Vorgehen gegen die Aktivisten als "inakzeptabel". Sollten die Ermittlungen ergeben, dass eine Anklage gerechtfertigt ist, könnten die Staatsanwälte einen formellen Antrag auf Einleitung eines Verfahrens stellen.
+++ 22:44 Trump warnt Netanyahu vor Krieg gegen Iran im Alleingang +++
US-Präsident Donald Trump warnt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu vor einem erneuten Krieg gegen den Iran. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagt Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. "Ich habe gesagt: 'Bibi (Netanyahu), du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein'", zitiert das Portal den US-Präsidenten.
+++ 21:43 Iran: Neuer Sicherheitsgürtel von Hormus bis zum Roten Meer +++
Die iranischen Al-Kuds-Brigaden kündigen die Errichtung eines neuen Sicherheitsgürtels an. Dieser "Gürtel des Widerstands" soll sich von der Straße von Hormus bis zur Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen sowie vom Golf bis zum Roten Meer erstrecken, sagt der Kommandeur Esmail Kaani nach Angaben von staatlichen Medien. Unter dem Begriff "Widerstand" oder "Achse des Widerstands" fasst die Führung in Teheran ihre Verbündeten in der Region zusammen, zu denen unter anderem die Huthi-Rebellen im Jemen gehören.
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