Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 23:47 Selenskyj verlangt vor UN-Sicherheitsrat Vorgehen gegen Russland +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wendet sich in einer überraschenden Botschaft an den UN-Sicherheitsrat und fordert den Ausschluss Russlands aus dem Gremium. Russland könne nicht im Rat bleiben, solange sein "Terrorismus" vor allem gegen ukrainische Zivilisten anhalte, sagt Selenskyj, der bei einer kurzfristig anberaumten Sitzung in New York per Video zugeschaltet ist. Der UN-Sicherheitsrat solle den Begriff eines Terrorstaats definieren, um Russlands Handlungen entsprechend einzuordnen. "Es ist zwingend erforderlich, ein Tribunal einzurichten, um alles zu untersuchen, was das russische Militär gegen die Ukrainer getan hat", so Selenskyj.

+++ 22:44 Belarus will Fremdwährungsanleihen in eigener Währung begleichen +++
Der enge Verbündete Russlands Belarus kündigt an, Fremdwährungsanleihen in seiner eigenen Währung - belarussische Rubel - zu begleichen. Man sei zu diesem Schritt gezwungen, heißt es in eine Erklärung der Regierung zu sogenannten Eurobonds, die etwa in Dollar oder Euro begeben werden. Es könne nicht garantiert werden, dass alle Inhaber derartiger Anleihen das ihnen zustehende Geld komplett und rechtzeitig erhalten werden.

+++ 22:00 Putin ist für Johnson ein "sehr gutes Beispiel toxischer Männlichkeit" +++
Der britische Premier Boris Johnson hält das Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin für ein gutes Beispiel toxischer Männlichkeit, also einem auf Gefühllosigkeit, Härte und auch Aggressivität basierendem Rollenbild. "Wenn Putin eine Frau wäre, glaube ich einfach nicht, dass er so einen machohaften Krieg vom Zaun gebrochen hätte", sagt Johnson dem ZDF. "Wenn sie ein sehr gutes Beispiel haben wollen von toxischer Männlichkeit, dann haben wir das in seiner Person vor uns."

+++ 21:44 Macron hofft auf Kriegsende noch dieses Jahr +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron rechnet nach eigenen Angaben nicht mit einem baldigen Ende des Ukraine-Kriegs. Keiner glaube, dass der Krieg in den nächsten Wochen oder Monaten ende, sagt Macron zum Abschluss des G7-Treffens. Er hoffe auf das Jahresende. "Im Moment ist klar, dass der russische Angriff auf die Ukraine ein Ziel hat - die Aufgabe der Ukraine."

+++ 21:24 Putin plädiert für gute Beziehungen zu den Taliban +++
Russland arbeitet nach den Worten von Präsident Wladimir Putin aktiv dafür, die Situation in Afghanistan zu stabilisieren. "Wir tun alles, um die Situation zu normalisieren, und wir versuchen, Beziehungen zu den politischen Kräften aufzubauen, die die Situation kontrollieren", sagt Putin bei einem Besuch in Afghanistans Nachbarland Tadschikistan. Allerdings müssten die in Kabul regierenden radikalislamischen Taliban alle ethnischen Gruppen des Landes an der Macht beteiligen. Die Machtübernahme der Islamisten in Kabul hatte Befürchtungen einer Destabilisierung weiterer Länder in der Region geschürt.

+++ 21:11 Ankara: Türkei hat "bekommen, was sie wollte" +++
Nach langem Zögern unterstützt die Türkei nun doch den NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands. Die Türkei habe in Gesprächen mit den beiden nordischen Ländern "bekommen, was sie wollte", erklärt das türkische Präsidialamt. Der finnische Präsident Sauli Niinistö und Schwedens Regierungschefin Magdalena Andersson hätten dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Madrid die "volle Zusammenarbeit" gegen Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und deren Verbündeten zugesichert. Zuvor hatte Ankara den beiden Ländern unter anderem vorgeworfen, Anhänger terroristischer Gruppen zu beherbergen. Stockholm und Helsinki wiesen das jedoch zurück.

+++ 21:00 Deutschland verstärkt NATO-Eingreiftruppe mit 15.000 Soldaten +++
Deutschland wird sich Verteidigungsministerin Christine Lambrecht zufolge mit 15.000 Soldatinnen und Soldaten an der geplanten Aufstockung der schnellen Eingreiftruppe der NATO beteiligen. Zudem werde die Bundesrepublik etwa 35 Flugzeuge und 20 Schiffe beitragen, sagt Lambrecht in Madrid beim Gipfel der Allianz. Die NATO hatte am Montag angekündigt, die Eingreiftruppe von 40.000 Soldaten auf "weit über 300.000" aufzustocken. Hier lesen Sie mehr dazu.

+++ 20:48 Litauen verlängert Ausnahmezustand +++
In Litauen ist der wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine landesweit verhängte Ausnahmezustand bis zum 15. September verlängert worden. Die Sonderregelung ermöglicht es den Behörden, Fahrzeuge und Menschen im Grenzgebiet zu stoppen und zu durchsuchen. Auch der Schutz strategischer Objekte und Infrastruktur wird in diesem Zeitraum verstärkt, die Ausstrahlung von russischen oder belarussischen Radio- und Fernsehprogrammen ist untersagt. Öffentliche Veranstaltungen zur Unterstützung der russischen Invasion bleiben verboten.

+++ 20:33 Klitschko fordert mehr Waffen gegen Genozid +++
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko fordert angesichts des NATO-Gipfels in Madrid mehr und schnellere Waffenlieferungen an die Ukraine. Man erwarte, dass die Lieferung von Defensivwaffen beschleunigt werde, sagt Klitschko in der spanischen Hauptstadt. Er benutze den Begriff Defensivwaffen, weil sein Land sich gegen Russland verteidige. Konkret brauche die Ukraine ein Raketenabwehrsystem. "Von der Ukraine hängt in diesem Moment der Frieden in Europa ab", sagt Klitschko. Der russische Angriff sei kein Krieg gegen die ukrainische Armee, sondern gegen die ukrainische Bevölkerung. Es handele sich um einen Genozid am ukrainischen Volk.

+++ 20:30 Türkei unterstützt NATO-Mitgliedschaft für Finnland und Schweden +++
Die Türkei gibt ihren Widerstand gegen die Aufnahme von Schweden und Finnland in die NATO auf. Der finnische Präsident Sauli Niinistö erklärt, die Türkei werde während des NATO-Gipfels in Madrid die Einladung an Finnland und Schweden unterstützen, Bündnismitglied zu werden. Ein entsprechendes Memorandum sei nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unterzeichnet worden. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigt an, Schweden und Finnland würden bereits am Mittwoch offiziell "eingeladen". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 20:21 Bulgarien weist 70 russische Diplomaten aus +++
Bulgarien kündigt an, 70 russische Diplomaten auszuweisen. "Unsere Dienste haben sie als Personen identifiziert, die gegen unsere Interessen arbeiten", sagt Regierungschef Kiril Petkow. Es ist die bislang größte Zahl an Ausweisungen auf einen Schlag in dem EU-Mitgliedstaat. Die Diplomaten, die als "Gefahr für die nationale Sicherheit" identifiziert wurden, müssten bis zum 3. Juli ausreisen. Mit der Maßnahme solle zudem ein Gleichstand mit der Zahl der bulgarischen Diplomaten in Moskau erreicht werden.

+++ 20:07 Rubel erklimmt Sieben-Jahres-Hoch +++
Unbeeindruckt von dem durch die Rating-Agentur Moody's festgestellten technischen Zahlungsausfall Russlands erreicht der Rubel ein neues Hoch. "Der Dollar kostet das erste Mal seit dem 28. Mai 2015 weniger als 52 Rubel. Der Euro kostet erstmals seit dem 26. Mai 2015 weniger als 55 Rubel", teilt die Nachrichtenagentur Interfax nach Schließung der Moskauer Börse mit. Als Grund für die Rubelstärke führen die Währungsexperten der Agentur die bevorstehenden Steuerzahlungen in Russland und den hohen Ölpreis an. Hintergrund sind aber auch drastische Beschränkungen der Devisengeschäfte durch die russische Zentralbank und die westlichen Sanktionen. Denn während Russlands Einnahmen aus dem Export von Öl und Gas weiterhin sprudeln, ist der Import in Russland - unter anderem durch das westliche Embargo auf Hightech, Maschinen, Rüstungs- und Luxusgüter auf weniger als die Hälfte geschrumpft. Der Devisenbedarf ist dadurch ebenfalls deutlich zurückgegangen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 20:02 Draghi erwartet baldiges Ende von Hafenblockade +++
Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi rechnet mit einem baldigen Ende der russischen Schwarzmeerblockade. Zum Abschluss des G7-Gipfels erklärt Draghi, dass alle involvierten Verhandlungspartner auf die Zusage Moskaus warten. "Und die sollte sehr bald kommen", habe UN-Generalsekretär Antonio Guterres den Staats- und Regierungschef bei deren Treffen berichtet. Anders als von Moskau behauptet, müssten zudem die ukrainischen Häfen nicht erst noch von Minen befreit werden. "Es gibt sichere Korridore, durch die die Schiffe fahren können." Das spare zwei Wochen bis einen Monat - so lange war zuletzt für eine Unterwasser-Minenräumung spekuliert worden. Russland fordere eine Garantie, dass die Schiffe mit Getreide keine Waffen transportierten.

+++ 19:46 Deutschland liefert Kiew weitere Panzerhaubitzen +++
Deutschland und die Niederlande werden der Ukraine zusammen sechs weitere Modelle der Panzerhaubitze 2000 liefern. Jedes Land soll jeweils drei bereitstellen. Das sagen Verteidigungsministerin Christine Lambrecht und ihre niederländische Amtskollegin Kasja Ollongren am Rande des NATO-Gipfels in Madrid. Vor einer Woche hatte Deutschland die ersten sieben Artilleriegeschütze dieses Typs und damit erstmals ein schweres Waffensystem an die Ukraine geliefert. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:35 Britischer Armeechef fordert Truppenmobilisierung +++
Der neue britische Armeechef fordert wegen des Kriegs in der Ukraine eine Mobilisierung der Truppen und vergleicht die Situation mit der Lage kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. "Dies ist unser 1937-Moment", sagt Sanders in Anspielung auf den Kampf der Alliierten gegen Nazi-Deutschland. "Wir befinden uns nicht im Krieg", sagt Sanders, der seit Juni Generalstabschef der britischen Streitkräfte ist. "Doch wir müssen schnell handeln, damit wir nicht in einen solchen hineingezogen werden, weil es uns nicht gelingt, die territoriale Ausweitung einzudämmen." Es sei gefährlich anzunehmen, dass Russlands Aggression bei der Ukraine ende, fügt er hinzu. Die NATO hatte am Montag angekündigt, mehr als 300.000 Streitkräfte des Bündnisses in erhöhte Bereitschaft zu versetzen.

+++ 19:22 Polen hält EU-Ziel für Getreideexport für unrealistisch +++
Die Ziele der Europäischen Union zum Export von 20 Millionen Tonnen Getreide aus der Ukraine bis Ende Juli sind nach polnischer Einschätzung unrealistisch. Der Grund dafür sei, dass es zu wenig Fortschritt bei der Lösung von Logistikproblemen gebe, sagt der polnische Landwirtschaftsminister Henryk Kowalczyk. "Hätten wir Mitte Mai angefangen, wäre es immer noch schwierig gewesen, aber wir wären dem Ziel näher." Kowalczyk kritisiert insbesondere, dass die EU Polen zu wenig mit Ausrüstung wie Silos oder Containern helfe.

+++ 19:02 Militärexperte: "Russland steht nicht im Zentrum neuer NATO-Pläne" +++
Die NATO kündigt einen massiven Ausbau ihrer schnellen Eingreiftruppe an und holt damit Versäumnisse der letzten Jahrzehnte nach, meint der Militärexperte und Oberst a.D. Ralph Thiele. In den Details der Pläne zeige sich aber, dass Russland und die Ukraine "nur ein Anwendungsfall" seien.

+++ 18:36 Ukraine meldet Raketenangriff auf Dnipro +++
Die Ukraine meldet einen neuen russischen Raketenangriff. Rettungskräfte in der Stadt Dnipro suchten unter Trümmern nach Überlebenden, sagt der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Walentyn Retsnytschenko. Es seien Teile der Bahn-Infrastruktur und ein Industriegebäude beschädigt worden. Zudem brenne ein Dienstleistungsunternehmen. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor.

+++ 18:28 US-Sanktionen zielen auf Gold, Rüstung und Banken +++
Die USA beginnen mit der Umsetzung der beim G7-Gipfel vereinbarten Sanktionen gegen Russland. Unter anderem werden Goldimporte aus Russland verboten. Sanktioniert werden 70 russische Unternehmen und 27 Einzelpersonen, darunter der staatliche Mischkonzern Rostec, den Washington als "Eckpfeiler" der russischen Militärindustrie bezeichnet. Weiter betroffen sind diverse Banken. Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten sich unter anderem auf Sanktionen gegen die russische Rüstungsindustrie verständigt.

+++ 18:15 Ex-Bürgermeister von Cherson offenbar gefangen genommen +++
Pro-russische Streitkräfte haben laut Medienberichten den gewählten Bürgermeister von Cherson gefangen genommen. Die Stadt ist unter russischer Kontrolle. Igor Kolychajew sei festgenommen worden, sagt der stellvertretende Leiter der Besatzungsverwaltung der Region Cherson, Kirill Stremoussow, der russischen staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. "Er gilt im Nazi-Milieu als Helden-Bürgermeister. Diese Person, die dem Entnazifizierungsprozess viel Schaden zugefügt hat, wurde endlich neutralisiert." Kolychajews Beraterin Galyna Lyaschewska erklärt auf Facebook, der Ex-Bürgermeister sei am Morgen von pro-russischen Streitkräften "entführt" worden.

+++ 18:05 Michelin zieht sich aus Russland zurück +++
Der französische Reifenhersteller Michelin will sich bis zum Jahresende vollständig aus Russland zurückziehen. Alle Aktivitäten dort sollten übergeben werden, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Es werde überlegt, Administration, Verkauf und den Industriebetrieb an das aktuelle örtliche Management in Russland zu übertragen. Michelin hatte seine Geschäfte in Russland sowie den Export dorthin Mitte März ausgesetzt. Es sei nun technisch nicht möglich, die Produktion wieder aufzunehmen, erklärt das Unternehmen, vor allem wegen Problemen in der Lieferkette. Etwa 1000 Menschen arbeiten in Russland für Michelin.

+++ 17:49 Scholz: China darf Sanktionen nicht unterlaufen +++
Die G7-Länder wollen von China eine Positionierung gegen den russischen Angriff auf die Ukraine. Die Regierung in Peking müsse Russland auffordern, seine militärische Aggression zu beenden und seine Truppen "unverzüglich und bedingungslos aus der Ukraine abzuziehen", heißt es in der Erklärung des G7-Gipfels. Kanzler Olaf Scholz fordert China zudem auf, die westliche Sanktionspolitik zu achten. "Zunächst einmal erwarten wir, dass die Sanktionen, die wir miteinander und mit vielen anderen zusammen gegen Russland ins Werk gesetzt haben, nicht unterlaufen werden", sagte Scholz. "Darauf bestehen wir auch in allen Gesprächen, die wir führen."

+++ 17:36 Versorgungsstraße bei Lyssytschansk heftig umkämpft +++
In der Ostukraine kämpfen ukrainische und russische Truppen weiter erbittert um die Kontrolle der Trasse von Lyssytschansk nach Bachmut. Dem ukrainischen Generalstab zufolge wurde ein russischer Vorstoß auf die Ortschaft Spirne in Richtung der Stadt Siwersk abgewehrt. Die umkämpfte Straße ist eine der wenigen verbliebenen Nachschubrouten für Lyssytschansk. Der Generalstab teilt weiter mit, Lyssytschansk werde weiter ständig mit Mörsern und anderer Artillerie beschossen. Russische Truppen stehen bereits am Südrand der Stadt. Vertreter der prorussischen Separatisten berichten zudem von Kämpfen im Stadtgebiet.

+++ 17:30 USA erhöhen Militärpräsenz in Europa +++
Die USA wollen ihre militärische Präsenz in Europa angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dauerhaft verstärken. Die US-Regierung werde morgen spezifische Ankündigungen über "langfristige" zusätzliche Kräfte zu Land, zu Wasser und in der Luft machen, sagt der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan. Die Zusagen würden "über die Dauer dieser Krise hinausgehen". Unter anderem sollen mehr US-Kriegsschiffe im spanischen Rota stationiert werden. Sullivan deutet auch eine Erhöhung der Kräfte an der NATO-Ostflanke an, nennt aber keine Details.

+++ 17:13 Russischer Moderator: "Stalins Fehler war, Deutschland existieren zu lassen" +++
Der russische TV-Moderator Wladimir Solowjow holt gegen die "Motte" Scholz und ganz Deutschland aus. Da der Bund seine Luftabwehrsysteme an die Ukraine liefere, sei Berlin nun "ungeschützt". Deutschland solle "die Konsequenzen des Krieges verstehen", sagt Solowjow und endet mit einer impliziten Drohung.

+++ 17:04 Oligarch spricht in Moskau von Krieg und "kolossalem Fehler" +++
Der russische Oligarch Oleg Deripaska bezeichnet den Ukraine-Konflikt als enormen Fehler. "Ist es in Russlands Interesse, die Ukraine zu zerstören? Natürlich nicht, das wäre ein kolossaler Fehler", sagt er auf einer Pressekonferenz in Moskau. Vertreter der russischen Elite äußern sich nur selten in einer solchen Deutlichkeit. Der Gründer des Aluminiumkonzerns Rusal, der selbst von den EU-Sanktionen betroffen ist, spricht dabei wiederholt von einem "kolossalen Fehler" und bezeichnet die russische Militäroffensive in der Ukraine zudem als "Krieg" - eine Bezeichnung, die von den russischen Behörden eigentlich verboten wurde.

+++ 16:51 NATO-Gipfel soll Blaupause für Verteidigung liefern +++
Anlässlich des Gipfeltreffens in Madrid schwört NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg das Bündnis auf verstärkte Anstrengungen zur gemeinsamen Verteidigung ein. Das neue strategische Konzept werde zur "Blaupause der NATO in einer zunehmend gefährlichen und unberechenbaren Welt", sagt Stoltenberg. Er kündigt fundamentale Änderungen zur Abschreckung und Verteidigung an. Das Treffen steht ganz im Eindruck des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

+++ 16:38 Sean Penn trifft erneut Wolodymyr Selenskyj +++
Der US-amerikanische Schauspieler Sean Penn ist zum zweiten Mal seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew empfangen worden. "Sean, wir sind sehr daran interessiert, der Welt zu zeigen, was um Kiew herum geschehen ist", sagt Selenskyj einer Mitteilung zufolge. Er forderte Penn auf, auch die Geschehnisse in anderen vom Krieg betroffenen ukrainischen Städten in seinem geplanten Dokumentarfilm festzuhalten.

+++ 16:22 Scholz will weiterhin mit Putin reden +++
Derzeit sei zwar kein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geplant, man wolle aber im Gespräch bleiben, erklärt Bundeskanzler Olaf Scholz. "Es ist keins vereinbart, aber dass miteinander geredet wird, selbst wenn man vollständig unterschiedlicher Meinung ist, das ist notwendig, das sage ich ausdrücklich. Da bin ich mir auch mit sehr vielen einig", sagt Scholz zu RTL/ntv. Allerdings sagt Scholz auch, dass Gespräche nicht helfen würden, "solange der russische Präsident nicht einsieht, dass er seinen brutalen Krieg beenden muss, dass er seine Truppen zurückziehen muss und dass er akzeptieren muss, dass die Ukraine selbst über ihre Zukunft entscheidet."

+++ 16:14 Ukraine meldet Übergabe von 46 Leichen von Soldaten +++
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erneut Leichen gefallener Soldaten aus den eigenen Reihen von Russland erhalten. "Die Ukraine hat die Körper von 46 heldenhaften Verteidigern für ihre würdige Bestattung zurückgeholt", heißt es von der Regierung in Kiew. 21 der Leichen seien von Verteidigern des Asowstal-Stahlwerks aus dem von russischen Truppen eroberten Mariupol. Die Übergabe habe im südostukrainischen Gebiet Saporischschja stattgefunden. Ob und wie viele Tote an die russische Seite übergeben worden seien, wird nicht mitgeteilt. Eine russische Bestätigung liegt bisher nicht vor.

+++ 16:00 Videos zeigen Moment des Angriffs in Krementschuk +++
Mehrere Überwachungskameras in Krementschuk halten offenbar den Moment fest, in dem das Einkaufszentrum angegriffen wird. Das ntv-Verifizierungsteam stuft die Videos als authentisch ein. Sie zeigen, wie Menschen nach einer Erschütterung fliehen, Gegenstände durch die Luft geschleudert werden. Auch Rauchwolken und Feuer sind zu sehen. Derweil spricht das russische Verteidigungsministerium von einem Hochpräzisionsangriff aus der Luft auf Hangars in Krementschuk, in denen sich Waffen und Munition aus den USA und Europa befunden hätten. Weiter behauptet Moskau, die Detonation der Munition habe das Feuer in der geschlossenen Mall verursacht. Die Ukraine spricht hingegen von einem russischen Raketenangriff auf ein geöffnetes Einkaufszentrum, bei dem mindestens 18 Menschen getötet und 25 verletzt worden seien.

+++ 15:38 Draghi: Indonesien schließt Putin-Reise zu G20 aus +++
Russlands Präsident Wladimir Putin wird nach Angaben des italienischen Regierungschefs Mario Draghi nicht persönlich zum G20-Gipfel im Herbst nach Indonesien reisen. Das habe der indonesische Präsident Joko Widodo als Gastgeber des G20-Treffens klar gesagt, berichtet Draghi nach dem G7-Gipfel, an dem Widodo zeitweise als Gast teilnahm. "Widodo schließt dies aus und war da kategorisch. Er (Putin) wird nicht kommen." Unklar sei, ob sich der Kremlchef per Videoschalte an dem G20-Gipfel beteiligen wolle. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow hatte am Montag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass gesagt, dass Putin an dem Gipfel Mitte November auf Bali teilnehmen wolle. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:17 Russland fordert Erklärung von Moody's +++
Moskau weist die Darstellung der US-Ratingagentur Moody's zurück, die einen russischen Zahlungsausfall bei Staatsschulden in Fremdwährung wegen ausgebliebener Zinszahlungen an ausländische Gläubiger als gegeben sieht. Moskau verlangt von der Ratingagentur, ihre Einschätzung zu "erklären". Moody's habe erst kürzlich entschieden, Russland nicht mehr zu berücksichtigen und nicht mehr zu bewerten, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Es stelle sich nun die Frage, ob Moody's den "Bewertungsprozess wieder aufgenommen hat". Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:02 Warschaus Bürgermeister telefoniert mit falschem Klitschko +++
Ähnlich wie unter anderem Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat auch Warschaus Bürgermeister ein im Nachhinein als Fälschung entlarvtes Videotelefonat mit einem vorgeblichen Vitali Klitschko geführt. Das Gespräch von Rafal Trzaskowski mit dem vermeintlichen Kiewer Bürgermeister habe Anfang Juni stattgefunden, berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur PAP. Demnach wurden Trzaskowskis Mitarbeiter durch den Gesprächsverlauf misstrauisch und kontaktierten danach das Büro des echten Klitschkos. So sei der Schwindel aufgeflogen. Es seien keine heiklen Themen besprochen worden, betont Trzaskowski gegenüber Radio Zet. Das Warschauer Rathaus plant nun nach PAP-Informationen eine gemeinsame Videokonferenz der betroffenen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von Warschau, Berlin, Wien, Budapest und Madrid – als ein Signal der Solidarität mit Kiew. Zudem kündigt Giffey ein Gespräch mit dem echten Klitschko an.

+++ 14:52 Kreml-Kritiker Jaschin zu 15 Tagen Haft verurteilt +++
Ein Moskauer Gericht verurteilt den Kreml-Kritiker Ilja Jaschin zu 15 Tagen Haft. Das teilt der Oppositionelle auf seinem Telegram-Kanal mit. Er sei wegen der Verbreitung seiner politischen Sichtweisen verhaftet worden. Jaschin hatte zuvor den russischen Einmarsch in die Ukraine verurteilt. Nach offiziellen Angaben war eine Gehorsamsverweigerung gegenüber einem Polizeibeamten der Grund für seine Verhaftung am Montag.

+++ 14:40 Kreml-Sprecher frotzelt: Bei Kapitulation Kiews würde Russland Krieg sofort beenden +++
Russland würde seine Offensive gegen die Ukraine nach Kreml-Angaben im Fall einer Kapitulation Kiews sofort beenden. "Die ukrainische Seite kann alles noch vor dem Ende des heutigen Tages stoppen", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau vor Journalisten. Dafür sei "ein Befehl an die nationalistischen Einheiten", an die "ukrainischen Soldaten zur Niederlegung ihrer Waffen" notwendig. Kiew müsse zudem alle russischen Bedingungen erfüllen. "Dann wäre alles binnen eines Tages vorbei." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:29 Macron: Russland "kann und darf" den Krieg nicht gewinnen +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron sichert der Ukraine zum Abschluss des G7-Gipfels anhaltende Unterstützung zu. Er sagt, Russland "kann und darf" den Krieg gegen die Ukraine nicht gewinnen. "Daher werden wir unsere Unterstützung für die Ukraine und unsere Sanktionen gegen Russland so lange wie nötig und mit der notwendigen Intensität während der nächsten Wochen und Monate aufrechterhalten".

+++ 14:12 Kreml droht mit Vertragsänderungen bei Gazprom +++
Russland droht mit einer Änderung der Gas-Lieferverträge durch den Energiekonzern Gazprom bei der Einführung einer Preisobergrenze für russisches Gas. "Es hängt von der Richtung ab, von der Entscheidung, die Gazprom trifft. Wahrscheinlich wird die Frage aufgeworfen, ob die Bedingungen bestehender Verträge oder der Preis geändert werden sollen", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten hatten sich zuvor darauf geeinigt, mögliche Preisobergrenzen für russisches Öl und Gas zu prüfen Sanktionen erhöht. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:58 Gouverneur: Ukrainische Armee verteidigt weiterhin Lyssytschansk +++
Nach der Einnahme der ostukrainischen Großstadt Sjewjerodonezk durch russische Truppen verteidigt die ukrainische Armee laut Behördenangaben weiterhin die Nachbarstadt Lyssytschansk. "Lyssytschansk setzt die Verteidigung fort", erklärt Regionalgouverneur Serhij Hajdaj auf Telegram. Russische Truppen versuchten weiterhin, Lyssytschansk einzukreisen und die Autobahn zwischen Bachmut und Lyssytschansk unter ihre Kontrolle zu bringen. Von den ursprünglich 95.000 Einwohnern harren laut Gouverneur Hajdaj noch etwa 15.000 in der Stadt aus. Die gesamte Region Luhansk liege nach wochenlangen russischen Angriffen inzwischen in "Ruinen". Die Zerstörung in den Dörfern sei "katastrophal".

+++ 13:39 Klingbeil: "Wir demütigen Wladimir Putin gerade jeden Tag" +++
SPD-Chef Lars Klingbeil äußert sich während eines Besuchs in Warschau zu Warnung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor einer Demütigung des russischen Staatschefs: "Wir demütigen Wladimir Putin gerade jeden Tag", sagt Klingbeil im polnischen Parlament Sejm. Putin habe nicht mit dem ukrainischen Widerstand und der internationalen Unterstützung für das überfallene Land gerechnet. Auch die wirtschaftliche Isolierung Russlands komme einer "Demütigung" Putins gleich. Klingbeil traf in Warschau unter anderem mit dem Vorsitzenden der SPD-Schwesterpartei Nowa Lewica, Włodzimierz Czarzasty, zusammen und legte rund 52 Jahre nach dem Kniefall von Willy Brandt Blumen am Denkmal des Warschauer Ghettos nieder.

+++ 13:15 Geheimdienst: "Die russischen Streitkräfte sind zunehmend ausgezehrt" +++
Russlands Invasionstruppen in der Ukraine sind nach Einschätzung britischer Geheimdienstexperten von ihren schweren Verlusten deutlich gezeichnet. "Die russischen Streitkräfte sind zunehmend ausgezehrt", heißt es in dem täglichen Lagebericht des britischen Verteidigungsministeriums. Beim Kampf um die ostukrainische Stadt Sjewjerodonezk seien die Hauptbestandteile von sechs verschiedenen russischen Armeen zum Einsatz gekommen. Trotzdem sei mit der Einnahme der Stadt nur ein kurzfristiges Ziel erreicht worden, so die Mitteilung weiter. Die russische Militärführung akzeptiere derzeit "ein Niveau verminderter Kampfkraft, das sich wahrscheinlich als nicht tragfähig erweisen wird", resümieren die britischen Experten.

+++ 13:03 Scholz: G7 und globaler Süden bei Kriegsursache einig +++
Die G7 und der beim Gipfel in Elmau von fünf Staaten vertretene globale Süden sind sich nach den Worten von Bundeskanzler Olaf Scholz einig über die Ursachen des Krieges in der Ukraine. Es gebe zwar manchmal unterschiedliche Ansichten, sagt Scholz zum Abschluss des Treffens in Oberbayern. Es habe aber niemand Zweifel daran, "es ist ein russischer Angriff auf einen Nachbarn, der diesen Angriff nicht provoziert hat". An dem G7-Gipfel nahmen auch Argentinien, Indien, Indonesien, Senegal und Südafrika teil.

+++ 12:54 Emmerich: NATO-Aufrüstung "kommt Russlands Propaganda zupass" +++
Während in Elmau der G7- und in Madrid der NATO-Gipfel endet beziehungsweise beginnt, tritt Putin seine erste Auslandsreise seit Februar an. Warum es Russlands Machthaber nach Tadschikistan treibt und welche geostrategische Rolle Zentralasien auch im Ukraine-Krieg spielt, erläutert ntv-Russlandexperte Dirk Emmerich.

+++ 12:35 Selenskyj setzt Russen mit "völlig wahnsinnigen Terroristen" gleich +++
Wolodymyr Selenskyj kommentiert das militärische Vorgehen Russlands mit drastischen Worten: "Nur völlig wahnsinnige Terroristen, die keinen Platz auf der Erde haben sollten, können Raketen auf zivile Objekte abschießen", schreibt der ukrainische Präsident in seinem Telegram-Kanal. Dazu zeigt er Bilder von zerstörten Autos und Gebäuden. Das seien keine ziellosen Raketenangriffe auf Kindergärten, Schulen, Einkaufszentren, Wohnhäuser, "das sind kalkulierte Angriffe der Invasoren", meint Selenskyj. "Russland muss als staatlicher Sponsor von Terrorismus anerkannt werden. Die Welt kann und muss daher den russischen Terror stoppen." Kurz vor dem NATO-Gipfel in Spanien betonte Selenskyj in einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Bedeutung eines leistungsfähigen Raketenabwehrsystems für die Ukraine, "um russische Terroranschläge zu verhindern". Zudem seien die Positionen abgestimmt worden, twittert der ukrainische Präsident.

+++ 12:14 Erdogan: Will von Schweden und Finnland vor NATO-Beitritt Taten sehen +++
Der türkische Präsident Tayyip Erdogan fordert Finnland und Schweden erneut auf, seinen Forderungen mit Blick auf einen NATO-Beitritt nachzukommen. Beide Länder müssten nicht nur Worte, sondern Ergebnisse liefern, wenn sie NATO-Mitglieder werden wollten, sagt Erdogan vor seiner Abreise zum NATO-Gipfel in Madrid. Die nordischen Staaten müssten die Erwartungen Ankaras erfüllen. Die Türkei blockiert die Beitrittsgesuche in das Militärbündnis, weil sie beiden Ländern vorwirft, Gruppen zu unterstützen, die die türkische Regierung als Terroristen betrachtet. Bislang haben Gespräche zwischen den beteiligten zu keiner Einigung geführt.

+++ 12:03 G7 für internationale Konferenz zum Ukraine-Wiederaufbau +++
Die sieben großen westlichen Wirtschaftsnationen streben eine internationale Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine an. Die G7-Gruppe würde eine solche Konferenz und ein Wiederaufbauprogramm für die Ukraine unterstützen, heißt es im Entwurf der Abschlusserklärung des G7-Gipfels. Planung und Ausführung des Programms sollten der Ukraine "in enger Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern" obliegen.

+++ 11:50 Bidens Frau und Tochter dürfen nicht nach Russland einreisen +++
Als Reaktion auf westliche Sanktionen verhängt Russland weitere Einreiseverbote gegen Amerikaner, darunter gegen die Familie von US-Präsident Joe Biden. Dessen Frau Jill und Tochter Ashley dürften nicht mehr nach Russland reisen, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Der Präsident selbst und Außenminister Anthony Blinken sowie Hunderte Mitglieder des US-Repräsentantenhauses stehen bereits auf dieser Liste. Neu aufgenommen wurden demnach weitere Mitglieder des US-Senats und mehrere Professoren von Hochschulen. Sie seien für einen "russophoben Kurs" in den USA verantwortlich, heißt es aus dem russischen Außenamt.

2013-07-22T120000Z_210574457_GM1E97M1STT01_RTRMADP_3_INDIA-USA.JPG

Ashley und Jill Biden stehen auf der Sanktionsliste Russlands.

(Foto: REUTERS)

+++ 11:25 Russland behauptet, zerstörtes Einkaufszentrum war beim Angriff geschlossen +++
Der russische Raketenangriff in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk hat sich nach Angaben aus Moskau gegen ein ukrainisches Waffenlager gerichtet. Das nach dem Angriff am Montag ausgebrannte Einkaufszentrum sei zum Zeitpunkt des Angriffs geschlossen gewesen, erklärt die russische Armee. Der Raketenangriff richtete sich demnach gegen ein nahe gelegenes Waffen- und Munitionslager. Durch explodierende Munition sei das Einkaufszentrum in Brand geraten. Die ukrainischen Behörden hatten dagegen am Montag angegeben, das Einkaufszentrum sei voller Menschen gewesen: Zum Zeitpunkt des Raketenbeschusses hätten sich "mehr als 1000 Menschen" in dem Gebäude aufgehalten, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Mindestens 18 Menschen kamen nach ukrainischen Behördenangaben bei dem russischen Angriff ums Leben. Dutzende werden noch vermisst.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:02 Jäger zu G7- und NATO-Gipfel: "Putin zeigt Antwort auf westliche Unterstützung" +++
Die westlichen Nationen demonstrieren auch beim G7-Gipfel in Elmau Geschlossenheit. Politikwissenschaftler Thomas Jäger ist sich sicher, auch der NATO-Gipfel in Madrid wird letzten Endes trotz der Blockadehaltung der Türkei mit einer Einigung enden. Putins Antwort auf die Einheit sei die Eskalation.

+++ 10:56 G7 wollen Ukraine bei kommender Getreide-Ernte helfen +++
Angesichts der sich ausweitenden Hunger-Krise vor allem in Afrika wollen die G7-Staaten ihre Bemühungen verstärken, der Ukraine bei der Produktion landwirtschaftlicher Güter mit Blick auf die kommende Erntesaison zu helfen. Das geht aus einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel in Elmau hervor. Darin heißt es, Russland habe mit seiner Aggression gegen die Ukraine die globale Hungerkrise auf dramatische Weise verschärft. Deshalb wollen die sieben führenden westlichen Industriestaaten weitere 4,5 Milliarden Dollar für die Ärmsten gegen Mangelernährung bereitstellen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:45 Masala: Lieferzusagen reichen nicht für Sieg der Ukraine +++
Die Ukraine ist nach Einschätzung des Militärexperten Carlo Masala auf die Lieferung von Kampf- und Schützenpanzern angewiesen, um die russische Armee aus dem Land zu drängen. Masala sagt im Stern-Podcast "Ukraine - die Lage", "so, wie die Ukrainer jetzt ausgerüstet sind, werden sie es nicht schaffen, im Donbass ihre Stellungen zu halten". Nach und nach würden die russischen Streitkräfte in der Lage sein, das gesamte Gebiet einzunehmen. Die jetzt von den USA in Aussicht gestellten Luftabwehrsysteme seien sehr wertvoll, um die Städte zu schützen. Aber sie eigneten sich eben nicht, um eine Gegenoffensive zu führen. "Wenn es wirklich darum geht, jemanden zu besiegen, dann werden diese Sachen nicht ausreichen", sagt der Politikprofessor der Bundeswehruniversität München. Die Lieferung von Kampfpanzern und Schützenpanzern sei aber noch immer mit einem Tabu belegt.

+++ 10:28 Pentagon sieht Anzeichen für Widerstand gegen russische Besatzer +++
Einem hohen Beamten im US-Verteidigungsministerium zufolge wehren sich die Ukrainerinnen und Ukrainer in von Russland okkupierten Gebieten. "In der Nähe von Cherson im Süden gibt es immer mehr Anzeichen für Widerstand gegen die russische Besatzung", sagt er in einem Hintergrundgespräch mit US-Journalisten. "In den vergangenen Tagen haben wir von Attentaten auf örtliche russische Beamte erfahren, und wir wissen auch, dass Berichten zufolge die Ukrainer bei der Befreiung mehrerer kleiner Städte nordwestlich und westlich von Cherson erfolgreich waren", so der Beamte. Das zeige, dass die Ukrainer "trotz der taktischen Erfolge der Russen weiterhin an dem Gebiet festhalten, das sie erobern, und verhindern, dass es in russische Hände fällt".

+++ 10:14 Russischer Oppositionspolitiker Jaschin festgenommen +++
In der russischen Hauptstadt Moskau ist der prominente liberale Politiker Ilja Jaschin nach Angaben von Bürgerrechtlern festgenommen worden. Er sei auf eine Polizeistation gebracht worden, teilt das Bürgerrechtsportal Owd-Info in der Nacht mit. Sein Anwalt habe zunächst keinen Zugang zu dem Oppositionspolitiker bekommen. Der 38-Jährige soll Forderungen eines Polizeibeamten nicht nachgekommen sein, wie Owd-Info die Journalistin Irina Bablojan zitiert, die mit Jaschin vor der Festnahme spazieren war. Im Frühjahr war gegen ihn laut Medienberichten wegen angeblicher Verunglimpfung der russischen Armee während Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ermittelt worden.

+++ 10:09 G7-Staaten wollen an Preisdeckel für russisches Öl arbeiten +++
Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Mechanismen für einen Preisdeckel für russisches Öl prüfen. Die zuständigen Minister sollen entsprechend angewiesen werden, bestätigen mehrere Diplomaten kurz vor dem Abschluss des G7-Gipfels im bayerischen Elmau.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:49 Kiew: Russische Truppen stürmen Siedlung bei Lyssytschansk +++
Im Osten der Ukraine gehen nach Angaben aus Kiew die Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt Lyssytschansk weiter. Der Feind stürme die Siedlung Wowtschojariwka südwestlich der Stadt, teilt der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht mit. Russische Einheiten stehen im Süden bereits am Stadtrand. Gekämpft werde zudem an einer Ölraffinerie. Lyssytschank ist die letzte große Stadt in der Region unter ukrainischer Kontrolle. Dort sollen noch mehrere Tausend ukrainische Soldaten stationiert sein. Nach ukrainischen Angaben haben russische Truppen neben dem Einsatz von Mörsern und Artillerie auch Luftangriffe in Richtung der Stadt geflogen.

+++ 09:26 Sicherheit bei Präsidenten-Reise: "Es bleiben keine Bio-Spuren von Putin zurück" +++
Russlands Präsident Putin reist erstmals seit Ausbruch des Krieges ins Ausland. Wenn der Kreml-Chef seine selbst gewählte Isolation verlässt, sind die Sicherheitsvorkehrungen enorm. ntv-Moskau-Korrespondent Rainer Munz gibt einen Einblick in die aufwendigen Vor- und Nachbereitungen einer Putin-Reise.

+++ 09:05 CDU-Chef Merz: Ukraine braucht mehr Waffen +++
CDU-Chef Friedrich Merz fordert mehr Waffenlieferungen. "Die Ukraine braucht mehr militärische Unterstützung", sagt Merz im ZDF-"Morgenmagazin". "Der Verlauf des Krieges zeigt ganz eindeutig, dass die ukrainische Armee nicht in der Lage ist, dieser russischen Aggression militärisch hinreichend zu begegnen." Russland mache Geländegewinne und die Ukraine sei kaum in der Lage, Territorium zurückzuerobern. Merz befürwortet zudem die Pläne der NATO, die schnelle Eingreiftruppe von 40.000 auf 300.000 aufzustocken. "Es geht ja nicht nur um einen Angriff auf das Territorium der Ukraine, sondern es ist ein Angriff auf unsere Freiheit."

+++ 08:40 Telefonprotokoll: Als Macron weiter über die Ukraine reden möchte, will Putin zum Eishockey +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am 20. Februar, wenige Tage vor Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Über einen Mitschnitt des Telefonats berichten französische und internationale Medien. Der Élysée-Palast gab das Protokoll demnach im Zuge einer Dokumentation des Senders France 2 frei, die in den kommenden Tagen ausgestrahlt wird. In dem Telefonat lobte Putin unter anderem die Gesprächsbereitschaft und das Vertrauensverhältnis mit Macron. Der Kremlchef warf dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, gegen das Minsker Abkommen zu verstoßen und angeblich Atombomben zu fordern. Macron wies diese Aussagen zurück. Angesprochen auf die damaligen Militärübungen Russlands mit Belarus wiegelte Putin ab und stellte deren baldiges Ende in Aussicht. Auf einen Vorschlag Macrons, Putin möge bald einen Gipfel mit US-Präsident Joe Biden abhalten, geht der Kremlchef nicht ein. Danach verkündete er: "Um ehrlich zu sein, wollte ich jetzt Eishockey spielen." Er sei bereits in der Sporthalle, wolle aber noch mit seinen Beratern sprechen. Danach verabschieden sich die beiden. Dem "Telegraph" zufolge, sprachen die beiden am 21. Februar noch einmal. Am 24. Februar startete Russland die Angriffe auf sein Nachbarland.

+++ 08:22 Lambsdorff begrüßt größere NATO-Eingreiftruppe: Russen machen nicht nur "Drohgebärden" +++
Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff begrüßt die geplante Aufstockung der schnellen Eingreifkräfte der NATO. "Ich glaube, dass ist ein richtiges Zeichen. Denn nach dem Angriff auf die Ukraine kann niemand mehr sagen, dass die Russen nur Drohgebärden machen", sagt Lambsdorff in der Sendung "Frühstart" von ntv. Gerade die östlichen NATO-Verbündeten, in Polen und im Baltikum, in Rumänien und in der Slowakei, verlangten so eine Eingreiftruppe "und die brauchen sie auch". Die Gefahr, dass der russische Präsident, diesen Schritt als Vorwand für weitere Aggressionen nimmt, sieht Lambsdorff nicht. "Putin braucht keinen Vorwand", so der FDP-Außenexperte. Die Ukraine habe Russland nicht bedroht, trotzdem habe man gestern die Bilder aus Krementschuk gesehen. Dort hatten russische Raketen ein Einkaufzentrum getroffen. "Das sind ganz fürchterliche Angriffe auf dieses Land, das wirklich nichts getan hat, um Putin zu provozieren."

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:13 CDU-Politiker Frei vermisst "starke Führung" von Bundesregierung +++
Der parlamentarische Geschäftsführer der Union im Bundestag, Thorsten Frei, übt scharfe Kritik an G7-Gastgeber Olaf Scholz und dessen Politik im Ukraine-Krieg. Im ntv Talk #beisenherz beklagt Frei, dass die Ampel-Regierung weiterhin zu wenig und zu langsam Waffen an die Ukraine liefere. Dabei zeigten die aktuellen Geländegewinne Russlands, dass sich das Zeitfenster schließe, in dem der Ukraine noch mit Waffen geholfen werden könne. Frei sagt: "Deshalb ist es so verwerflich, dass die Bundesregierung zwar immer wieder Ankündigungen macht, aber die starke Führung gibt es nicht. Und zwar nicht nur im Vergleich zu Ländern wie die USA oder Großbritannien, sondern selbst viele mittel- und osteuropäische Länder, die sehr viel kleiner sind als Deutschland, liefern deutlich mehr. (…) Interessant ist doch, dass (bei der Bundesregierung) Reden und Handeln so auseinander fällt."

+++ 07:49 Brutaler als erwartet: Viele Freiwillige in der Ukraine legen Waffen nieder +++
Sie haben in Afghanistan oder dem Irak gekämpft, und dennoch sind viele freiwillige ausländische Kämpfer von der Brutalität des Ukraine-Krieges schockiert. "Manchmal sagen sie nach den ersten Gefechten: 'Darauf sind wir nicht vorbereitet', und gehen nach Hause", sagt Polak. Er ist einer der Freiwilligen und erzählt im ostukrainischen Kramatorsk von seinen Erfahrungen in der Internationalen Legion für die Verteidigung der Ukraine. Polak schätzt die Zahl der ausländischen Kämpfer auf "vielleicht mehrere hundert". Die Freiwilligen kämen aus vielen verschiedenen Ländern, unter ihnen "Kanadier, Georgier, Kroaten". Der Sprecher der Internationalen Legion, der Franzose Damien Magrou, räumt ein, dass die ausländischen Kämpfer - viele von ihnen aus NATO-Staaten - von der Brutalität der Kriegsführung überrascht seien. Zwischen 10 und 30 Prozent der Rekruten hätten bereits nach kurzer Zeit die Waffen niedergelegt.

+++ 07:21 Poroschenko empfiehlt Scholz, sich an Merkel zu orientieren +++
Der frühere ukrainische Präsident Petro Poroschenko legt Bundeskanzler Olaf Scholz nahe, sich im Umgang mit Russland an der früheren Kanzlerin Angela Merkel zu orientieren. "Die Ukraine ist sehr interessiert an einer deutschen Führungsrolle, wie sie Kanzlerin Merkel seinerzeit gezeigt hat", sagt Poroschenko den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Merkel habe mit Putin hart gesprochen. "Wenige sind in der Lage, mit Putin zu sprechen, wie die Kanzlerin das konnte." Er schätze sehr die wirtschaftliche Unterstützung, die Deutschland jetzt auch mit Scholz leiste. "Aber wenn man sich im Krieg befindet, kann man nie genug Waffen bekommen. Daher bin ich mit den Waffenlieferungen aus Deutschland auch nicht zufrieden."

+++ 07:02 Angriff auf Einkaufszentrum: Zahl der Toten steigt +++
Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine ist die Zahl der Toten auf mindestens 18 gestiegen. Das schreibt der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, auf Telegram. Die Rettungs- und Aufräumarbeiten in der Stadt Krementschuk liefen in der Nacht weiter. Bei dem Angriff am Montag wurden rund 60 Menschen verletzt. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft berichtete zudem am Montag von mehr als 40 Vermisstenmeldungen.

+++ 06:34 Botschafter Melnyk sieht Wendepunkt, um das "militärische Rückgrat Putins zu brechen" +++
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, begrüßt das Bekenntnis der G7-Staaten zu weiteren Hilfen für die Ukraine. Melnyk sagt der "Rheinischen Post": "Mein Präsident Wolodymyr Selenskyj ist Kanzler Olaf Scholz und allen G7-Staats-und Regierungschefs sehr dankbar für diese einzigartige Einladung zum Elmau-Gipfel." Melnyk weiter: "Das starke Statement des G7-Treffens sollte zum praktischen Wegweiser werden, wie ganz konkret der Ukraine von unseren wichtigsten Verbündeten geholfen werden muss, um die Aggression Russlands zurückzuschlagen." Jetzt sei man an einem Wendepunkt angekommen, um das "militärische Rückgrat Putins zu brechen", sagt Melnyk. "Dazu brauchen wir blitzschnell das modernste schwere Kriegsgerät wie Mehrfachraketenwerfer, Artillerie, Luftabwehrsysteme, aber auch Panzer."

+++ 06:03 Inspekteur: Deutsche Marine bereit für Führungsrolle in der Ostsee +++
Die Deutsche Marine ist in der Ostsee bereit für zusätzliche Aufgaben in der gemeinsamen Verteidigung des NATO-Gebietes. "Die Deutsche Marine ist in dieser Region keine kleine Marine. Die Verantwortung, die daraus erwächst, nehmen wir gern an", sagte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, in einer Grundsatzrede zu 100 Tagen in dem Amt, die er am Montag an Bord des Tenders "Rhein" vor den Kreidefelsen der Insel Rügen hielt. Die Deutsche Marine habe deswegen angeboten, in Rostock ein regionales Marine-Hauptquartier für die Ostsee einzurichten, so der Marine-Chef. Er habe Zeit und Ort bewusst ausgewählt "Denn mit dem russischen Überfall auf die Ukraine wird uns allen doch deutlich, dass ein Leben in Frieden und Freiheit eben nicht selbstverständlich sind und Recht, Demokratie und Menschenwürde unseres Schutzes bedürfen. Überall. Auch und gerade in der Ostsee, in der sich Freunde und Verbündete wieder bedroht fühlen."

+++ 04:58 Putin reist zum ersten Mal seit Kriegsbeginn ins Ausland +++
Russlands Präsident Wladimir Putin reist am heutigen Dienstag ins zentralasiatische Tadschikistan. Es ist seine erste Auslandsreise seit Beginn des russischen Krieges in der Ukraine Ende Februar. Von Tadschikistan reist Putin weiter nach Turkmenistan, wo er am Mittwoch an einem Gipfeltreffen der Anrainer des Kaspischen Meeres teilnimmt.

+++ 03:18 Russland und Brasilien wollen strategische Partnerschaft ausbauen +++
Der russische Präsident Wladimir Putin und sein brasilianischer Amtskollege Jair Bolsonaro haben telefonisch über die weltweite Lebensmitttelversorgung gesprochen. Beide Länder hätten außerdem vereinbart, ihre strategische Partnerschaft auszubauen, teilt das russische Präsidialamt mit.

+++ 02:50 Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest +++
Die Ratingagentur Moody's stellt wegen nicht fristgemäß beglichener Schulden bei internationalen Investoren einen Zahlungsausfall Russlands fest. Konkret gehe es um Zinszahlungen zweier Staatsanleihen, die auch nach Ablauf einer Verzugsfrist von 30 Tagen nicht bei Gläubigern angekommen seien, teilt das US-Unternehmen mit. Um eine Staatspleite im eigentlichen Sinne handelt es sich jedoch nicht. Russlands Staatskassen sind gut gefüllt, doch wegen der westlichen Sanktionen aufgrund des Kriegs gegen die Ukraine hat der Kreml Probleme, Schulden im Ausland zu begleichen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 01:50 Selenskyj bekräftigt Forderung nach Luftabwehr-Technik +++
Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine ersucht Präsident Wolodymyr Selenskyj den Westen mit Nachdruck um moderne Luftabwehr-Systeme. Die Ukraine habe schon vor dem Krieg und direkt nach der russischen Invasion darum gebeten, betont Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. "Die Leute im Einkaufszentrum in Krementschuk verdienten die gleiche Sicherheit wie Leute in jedem Einkaufszentrum der Welt, ob irgendwo in Philadelphia oder Tel Aviv oder in einer Einkaufspassage in Dresden."

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:42 Verband Zukunft Gas zweifelt an Habecks Zeitplan für LNG-Terminals +++
Die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck geplante Inbetriebnahme von mindestens zwei LNG-Terminals bis Jahresende könnte sich verzögern. "Bislang kennen wir nur von einem dieser schwimmenden LNG-Terminals mit Wilhelmshaven eine klare Umsetzungsperspektive. Die geplanten stationären Terminals haben weiterhin keine abschließenden Investitionsentscheidungen. Hier und bei einigen weiteren regulatorischen Fragen benötigt die Branche endlich Klarheit," sagt Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Zukunft Gas, zur "Bild"-Zeitung. Um im kommenden Jahr eine Kapazität von 13 Milliarden Kubikmetern Erdgas über die LNG-Terminals zu erreichen, müsse beim Auf- und Ausbau der Kapazitäten weiter Tempo gemacht werden, so Kehler.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Kriegs können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, hul/fzö/mbe/dpa/rts/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen