Politik

Rückkehr der Inspektoren 250 Mio. Dollar im Irak gerettet

Mehr als zwei Monate ist es her, dass sich die Waffeninspektoren der Vereinten Nationen auf Grund des bevorstehenden US-Angriffs aus dem Irak zurückzogen. Inzwischen ist der Krieg vorbei, die UN haben die Aufhebung der Sanktionen gegen Bagdad beschlossen und nun sollen erste Inspektoren wieder in den Irak zurückkehren - allerdings vorerst nicht, um die Suche nach Massenvernichtungswaffen wieder aufzunehmen.

Stattdessen sollen die Inspektoren, die die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) in den Irak entsendet, Ende dieser Woche mit Sicherheitskontrollen in der größten Atomanlage des Landes in Tuwaitha beginnen. Überprüft werden solle, ob in dem Werk alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten würden, teilte die IAEO mit. Die Untersuchung erfolge mit der Einwilligung der USA.

Vor dem Krieg waren in der Anlage 50 Kilometer südöstlich von Bagdad mehrere Tonnen Atommaterial gelagert worden, das später zum Teil bei Plünderungen verschwunden sein soll. Die IAEO hatte sich mehrfach besorgt geäußert, dass das entwendete Material in die falschen Hände gelangen könnte.

US-Soldaten getötet

Wieder aufgetaucht sind nach Angaben des US-amerikanischen Zivilverwalters für den Irak, Paul Bremer, dagegen 250 Mio. US-Dollar aus einem überfluteten Gewölbe unter der irakischen Zentralbank. In das Gewölbe war nach einem Raketenangriff der US-Armee während des Krieges Wasser eingedrungen.

Bremer kündigte weiterhin die Gründung einer Organisation zur Gewährung von Handelskrediten im Irak an. Damit solle die Wirtschaft des Landes wieder auf Trab gebracht und der Übergang von einer künstlich regulierten Staatswirtschaft zu einer freien Marktwirtschaft erleichtert werden.

Bei einem Angriff auf einen US-Konvoi nahe Hadithah im Nordirak wurde ein US-amerikanischer Soldat getötet. Ein weiterer Soldat sei verletzt worden, teilte das US-Militär mit. Ein weiterer US-Soldat wurde laut einem Bericht des arabischen Fernsehsenders El Dschasira bei der Explosion einer Mine in Bagdad getötet. Drei seiner Kameraden seien verletzt worden. Ob es sich um einen Unfall oder einen Anschlag gehandelt habe, sei zunächst unklar geblieben. Bei zwei weiteren Angriffen auf US-Soldaten gab es nach Armeeangaben keine Opfer.

US-Soldaten nahmen einem Bericht des n-tv Partnersenders CNN zufolge einen Schwager des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein gefangen. Danach wurde Mulhana Abdul Jabar, der nicht auf der US-Liste mit den 55 meistgesuchten Irakern steht, in Saddams Heimatstadt Tikrit gestellt.

Quelle: ntv.de