Politik

Neuer Streik-Höhepunkt 28 Kliniken im Ausstand

Im Tarifstreit mit den Ländern hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund die Streiks an den Unikliniken massiv ausgeweitet. Am Mittwoch beteiligten sich nach Angaben eines Sprechers Ärzte in 28 Kliniken an dem Ausstand. In dem seit fast sieben Wochen dauernden Arbeitskampf waren bisher noch nicht so viele Standorte bestreikt worden. Der Marburger Bund schätzte die Zahl der streikenden Mediziner auf mehr als 10.000. Betroffen seien 21 Universitätskliniken und sieben psychiatrische Landeskrankenhäuser.

In Berlin versammelten sich am Mittag Mediziner aus der gesamten Bundesrepublik vor dem Brandenburger Tor, um für eine bessere Bezahlung, kürzere Arbeitszeiten und einen arztspezifischen Tarifvertrag zu demonstrieren. Im Anschluss an einen Protestzug soll vor dem Brandenburger Tor eine Kundgebung stattfinden. In Anlehnung an die Fußball-WM steht die Demonstration unter dem Motto "Weltmeister-Medizin ohne Ärzte?".

Am Freitag wollen die Gewerkschaft und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) die Verhandlungen wieder aufnehmen. Marburger-Bund-Chef Frank Ulrich Montgomery hatte sich nach einem Sondierungsgespräch am Wochenende vorsichtig optimistisch gezeigt, dass es dann zu einem Abschluss kommen könnte.

Der Marburger Bund sieht in der Ausweitung der Proteste ein Signal an die Arbeitgeber. Lege die Tarifgemeinschaft kein akzeptables Angebot vor, würden ab dem 15. Mai Kliniken auch über eine ganze Woche bestreikt, kündigte die Gewerkschaft an. Die Ärzte fordern unter anderem ein um 30 Prozent höheres Gehalt.

Quelle: ntv.de

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