Politik

Ausnahmezustand in Nordnigeria 63 Menschen bei Anschlägen getötet

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Wegen zahlreicher Anschläge hat Nigerias Präsident Goodluck Jonathan den Ausnahmezustand über die Regionen im Norden des Landes verhängt.

(Foto: AP)

Zwei Attentate mit zahlreichen Toten erschüttern den Nordosten Nigerias. Hinter der Tat wird eine Terrorsekte vermutet, die sich gegen westliche Bildung im Land und für die Einführung der Scharia einsetzt.

Im Nordosten Nigerias haben mutmaßliche militante Islamisten bei zwei Angriffen während der Gebetszeiten mindestens 63 Menschen getötet. Wie die nigerianische "Daily Post" am Montag weiter berichtete, starben 51 Menschen bei einem Angriff im Bezirk Konduga. Dieser liegt rund 35 Kilometer entfernt von Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno.

Zwölf weitere Zivilisten seien in der Ortschaft Ngom ums Leben gekommen. Die Zwischenfälle hätten sich bereits am Samstag und Sonntag ereignet. Die Täter gehörten wahrscheinlich der islamistischen Terrorsekte Boko Haram an.

Laut Regierungskreisen in Kano handele sich vermutlich um einen Racheakt für die Bildung von Bürgerwehren,  die der Armee bei der Bekämpfung der Terrorsekte helfen.

Der Name Boko Haram bedeutet soviel wie "Westliche Bildung verboten". Die Gruppe will in Nord-Nigeria eine strenge Auslegung der Scharia einführen und hat in den vergangenen Jahren zahlreiche blutige Anschläge verübt. Um dem Terror ein Ende zu bereiten, hatte Nigerias Armee im Mai eine Offensive gegen Boko Haram in den nordöstlichen Bundesstaaten Yobe, Borno und Adamawa gestartet. Zuvor hatte Präsident Goodluck Jonathan den Ausnahmezustand über die Regionen verhängt.

Quelle: ntv.de, dpa, AFP

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