Politik

Länder erzielen Grundsatzeinigung Abi ab 2017 überall gleich schwer

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Kieler Abiturienten sollen in vier Fächern bald genauso viel können wie Passauer Abiturienten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bildung ist Ländersache. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Für das Abitur bedeutet das: Es wird keine zentralen Prüfungen geben. Von 2017 an sollen die Aufgaben, die den Schülern gestellt werden, aber zumindest in vier Fächern in der ganzen Republik vergleichbar sein. So wollen es die Kultusminister.

Der Weg für bundesweit einheitliche Abiturstandards ab dem Jahr 2017 ist frei. Die Kultusminister der Länder haben sich bei ihrem Treffen in Hamburg laut dpa auf einheitliche Leistungsanforderungen in vier Kernfächern geeinigt. Demnach sollen in Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch erstmals 2017 überall gleich schwere Abituraufgaben gestellt werden.

Der Beschluss soll in großer Einigkeit zustande gekommen sein. Sechs Länder - es handelt sich um Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen - wollen vorangehen. Sie wollen schon 2014 gemeinsame Prüfungen einführen.

Der Beschluss der Länder umfasst die Bestätigung der Bewertungskriterien, die das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. Diese beschreiben, was ein Schüler am Ende der gymnasialen Oberstufe können soll.

"Es ist nicht das Zentralabitur, aber es bietet die Möglichkeit, die Hochschulreife mit Blick auf ganz Deutschland vergleichbarer zu machen und die Diskussion über die angeblichen Unterschiede in den Abiturprüfungen damit einem Ende zuzuführen", beschrieb der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann von der CDU vorab die Erwartungen an die einheitlichen Leistungsanforderungen. Zudem würden Gymnasiasten durch gleiche Anforderungen in der Oberstufe leichter von einem Bundesland ins andere wechseln können.

Am Rande der KMK wurde mitgeteilt, dass Bund und Länder mit einer gemeinsamen Initiative das Sprach- und Lesevermögen von Kindern mit ausländischen Wurzeln fördern wollen. Ziel des auf fünf Jahre angelegten Programms sei es, dass alle Kinder eine bessere individuelle Sprach- und Leseförderung in den Kitas und Schulen erhalten. Die Initiative "Bildung durch Sprache und Schrift" soll im Herbst 2013 starten. Dabei sollen auch bestehenden Angebote auf ihre Wirksamkeit und Effizienz hin überprüft und weiterentwickelt werden.

Quelle: ntv.de, dpa

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