Politik

Einwanderer aus Afrika Abschiebestopp in Italien

Nach massiver Kritik hat die italienische Regierung die rasche Abschiebung afrikanischer Migranten nach Libyen ausgesetzt. Es seien gegenwärtig keine weiteren Flüge zur Rückführung von Flüchtlingen geplant, berichtete das staatliche italienische Fernsehen.

Italien hatte in den vergangenen Tagen mehr als 800 Afrikaner lediglich 24 bis 48 Stunden nach ihrer Ankunft auf der Insel Lampedusa ausgeflogen. Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) hatte sich tief besorgt geäußert. Das Recht auf Asyl dürfe nicht verletzt werden.

Vor einer möglichen Wiederaufnahme der Flüge müsse mit Libyen eine neue Vereinbarung über die Aufnahme der abgeschobenen Afrikaner getroffen werden, hieß es in Rom weiter. Außerdem habe sich die Lage auf der Insel Lampedusa südlich von Sizilien entspannt. Derzeit seien dort etwa 500 Afrikaner in einem Auffanglager.

Die Regierung in Rom betonte, die rasche Rückführung verstoße nicht gegen die Gesetze. Auch die Afrikanische Union hatte die neue Linie der schnellen Abschiebungen kritisiert.

Quelle: ntv.de