Politik

Terrorverdächtiger Tunesier Abschiebung kurz vor Abflug gestoppt

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Vom Frankfurter Flughafen sollte eine Maschine den Terrorverdächtigen nach Tunesien bringen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Tunesier wird verdächtigt, einen Terroranschlag in Deutschland geplant zu haben. Er soll abgeschoben werden. Im letzten Moment wird er dennoch wieder aus dem Flugzeug geholt.

Die geplante Abschiebung eines terrorverdächtigen Tunesiers ist einem Bericht zufolge wenige Minuten vor seinem Abflug vom Frankfurter Flughafen gestoppt worden. Der 36-Jährige habe kurz vor dem Start am Mittwoch einen Asylantrag gestellt, berichtete der Radiosender hr-info. Der Mann habe sich zudem mit einem Eilantrag ans Frankfurter Verwaltungsgericht gewandt, um seine Abschiebung zu stoppen. Das Gericht habe diese abbrechen lassen, da über den Asylantrag noch nicht entschieden sei.

Der Mann sei aus dem Flugzeug geholt worden, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Alexander Badle. Dem Bericht zufolge soll der Tunesier seinen Asylantrag mit der Menschenrechtslage in dem nordafrikanischen Land begründet haben - ihm drohe dort die Todesstrafe. Der Mann kam zurück in Untersuchungshaft, wie Badle weiter sagte. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an. Zum Stand des Asylverfahrens wollte der Sprecher nichts sagen.

Der Tunesier war bei einer Razzia am 1. Februar festgenommen worden. Er soll für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einen Anschlag in Deutschland vorbereitet haben. Der mutmaßliche Islamist war vor seiner Festnahme schon im Zusammenhang mit zwei Terroranschlägen in Tunesien gesucht worden.

Auch der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarktanschlag, Anis Amri, sollte in sein Heimatland Tunesien abgeschoben werden. Die Abschiebung war jedoch nicht möglich, weil das nordafrikanische Land notwendige Papiere nicht rechtzeitig ausstellte. Amri wurde kurz nach dem Anschlag, bei dem er zwölf Menschen tötete, von der Polizei in Italien erschossen.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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