Politik

Althaus im Porträt Absturz eines Senkrechtstarters

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Althaus und Merkel stehen sich nahe.

(Foto: REUTERS)

Dieter Althaus' Rücktritt ist wohl der Endpunkt der Karriere des politischen Senkrechtstarters der Ost-CDU, der als Vertrauter und Unterstützer von Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel gilt. Seit 1990 war der Thüringer, der seine Wurzeln im katholischen Eichsfeld hat, auf der Karriereleiter stetig nach oben gestiegen. 1990 wurde der ehemalige Mathematik- und Physiklehrer in den Landtag gewählt. 1992 berief ihn Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) zum Kultusminister.

1999 wurde Althaus Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, die erstmals die absolute Mehrheit der Parlamentssitze erkämpft hatte. Als Fraktionschef avancierte Althaus zum Kronprinzen Vogels, der ihm 2003 das Ministerpräsidentenamt überließ. Die "geschenkte Macht" konnte Althaus bei der Landtagswahl 2004 knapp verteidigen.

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Der Karriere-Knick kam mit dem Ski-Unfall des Politikers, bei dem eine Frau starb.

(Foto: dpa)

Anfang 2009 Jahres war er in einen schweren Skiunfall in Österreich verwickelt, bei dem eine Frau starb. Althaus selbst erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und musste wochenlang in Kliniken behandelt werden. Erst Ende April kehrte er in seine Ämter zurück. Wegen fahrlässiger Tötung war der Regierungschef in Österreich zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Sein medialer Umgang mit dem Skiunfall wurde heftig kritisiert. Althaus ist seit mehr als 25 Jahren verheiratet und hat zwei Töchter. Die Familie lebt im nordthüringischen Heiligenstadt.

Quelle: n-tv.de, dpa