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Eurokritisch, aber kreativ AfD steigt in den Goldhandel ein

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Die optimale Verbindung aus "D-Mark" und "Gold": Der Parteivorstand will das unternehmerische Risiko "kleinhalten".

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In Deutschland gibt es klare Regeln: Parteien können unter Umständen mit der Erstattung ihrer Wahlkampfkosten rechnen. Um diese Ansprüche restlos auszuschöpfen, kündigt die Alternative für Deutschland nun höchst ungewöhnliche Pläne an.

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"Wenn wir nicht bis zum Jahresende ...": Die Vorstandsmitglieder Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel (Archivbild).

(Foto: picture alliance / dpa)

Die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) will sich durch den Handel mit Gold staatliche Mittel in Millionenhöhe sichern. In einem Schreiben des Bundesvorstandes werden die Überlegungen der Parteispitze mit dem Hinweis rechtfertigt, ohne zusätzliche Einnahmen würde die AfD den Anspruch auf zwei Millionen Euro staatlicher Wahlkampfkostenerstattung verlieren. Grund sei, dass den staatlichen Geldern eigene Einnahmen gegenüberstehen müssten.

"Wenn wir nicht bis zum Jahresende weitere Eigeneinnahmen in Höhe von 2 Millionen Euro erzielen, verlieren wir 2 Millionen Euro unseres Anspruches auf staatliche Teilfinanzierung und erhalten lediglich eine Auszahlung von rund 3 Millionen Euro", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters aus dem Schreiben, der Bundesvorstand der Partei an alle AfD-Mitglieder aussandte.

DM-Münzen in Gold

Gold, Feinunze
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Die nötigen zwei Millionen Euro möchte die AfD-Spitze als Zwischenhändler für Gold einsammeln. "Der Bundesvorstand führt deshalb derzeit verschiedene Gespräche über die Möglichkeit, interessierten Bürgern eine Wertanlage in Gold und speziell den Erwerb der einzigen DM-Goldmünze zu ermöglichen", heißt es weiter in dem Schreiben.

"Um das unternehmerische Risiko kleinzuhalten, würde die AfD Goldbestände nur sehr kurzfristig und nur in dem Maße erwerben, in dem sie im gleichen Wert Bestellungen für Gold entgegennimmt", heißt es weiter. Der Schatzmeister sei beauftragt worden, einen Vertrag mit einem professionellen Goldhändler auszuhandeln.

Rechtlicher Rahmen unklar

Aus den Reihen der Partei hieß es, um sich die staatlichen Mittel zu sichern, komme es allein auf die Einnahmen aus dem Goldverkauf an. Einen Netto-Gewinn in Höhe von zwei Millionen Euro muss die AfD demnach nicht vorweisen.

Um das Ganze wasserdicht zu machen, sei bei der Bundestagsverwaltung angefragt worden, ob die Einnahmen aus dem geplanten Goldverkauf auf die staatliche Parteienfinanzierung angerechnet werden könne. Eine Antwort stehe noch aus, heißt es in dem Schreiben an die Mitglieder.

Dankbar für Informanten

Die Pläne für den Goldhandel hatte der Bundesvorstand in einer internen Sitzung am 18. Juli beschlossen. Das vertrauliche Protokoll wurde auf einer AfD-kritischen Internetseite veröffentlicht und sorgt seitdem für Unruhe in der Partei.

"Wer auch immer es an die Öffentlichkeit geleitet hat, hat dies offenkundig in parteischädigender Absicht getan", heißt es in dem Schreiben. "Der Bundesvorstand ist für Hinweise auf den Urheber der Indiskretion dankbar."

Quelle: n-tv.de, mmo/rts

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