Politik

Wieder Proteste gegen Stuttgart 21 Aktivisten besetzen Südflügel

Alles zerstört, nichts gewonnen - unter diesem Motto besetzen Stuttgart-21-Gegner den Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Ihnen gelingt es, den Abriss des Gebäudes zu stoppen, zumindest vorübergehend.

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Die Demonstranten haben nicht vor, ihren Protest einzustellen. Ihre Aktion ist "unbefristet", sagen sie.

(Foto: dpa)

Gegner des Bauprojekts Stuttgart 21 haben das Dach des Südflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs besetzt. Elf Demonstranten stiegen auf das Gebäude und rollten ein Transparent aus. Das teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Die Abrissarbeiten am Südflügel mussten die Behörden deshalb unterbrechen. Bundespolizisten sollten zunächst mit den Demonstranten verhandeln, damit diese das Dach wieder freiwillig verlassen, sagte der Sprecher.

Mit ihrer Aktion wollen die Bahnhofsgegner darauf hinweisen, "dass die Bahn in der Stuttgarter Innenstadt enormen Schaden anrichtet, ohne einen Gegenwert zu schaffen", sagten die als "Parkschützer" organisierten Projektgegner. Die Besetzung des Südflügel-Dachs sei als "unbefristete Aktion" angelegt.

180 Bäume gefällt oder versetzt

Begleitet von friedlichen Protesten begann schon Ende Januar der Abriss des Südflügels. Im Februar ließ die Bahn Bagger bahnen sich ihren Weg und knapp 180 Bäume fällen oder versetzen. Rund 1300 Demonstranten protestierten überwiegend friedlich dagegen.

Bei einer Klare Mehrheit für Stuttgart 21 hatten sich fast 60 Prozent der Wähler für das Bauvorhaben mit dem unterirdischen Hauptbahnhof ausgesprochen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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