Politik

Maul- und Klauenseuche Auch Menschen können sich anstecken

Obwohl es eher unwahrscheinlich ist, können sich auch Menschen mit der Maul- und Klauenseuche (MKS) infizieren. Schätzungen besagen, dass es seit 1834 weltweit etwa 40 solcher Fälle gegeben hat.

Infektionen können von Milch- und Fleischprodukten kranker Tierer ausgehen. Austrocknung, Kälte und eine salzige Umgebung können den Picorna-Viren - so heißen die MKS-Erreger - nichts anhaben. Deshalb bleiben sie monatelang in nicht abgekochten Milchprodukten, Gefrier- und Pökelfleisch infektiös.

Zu einer Übertragung kann es auch über Tröpfchen- und Schmierinfektion durch den Kontakt mit kranken Tieren und Kadavern kommen. Der möglicherweise an MKS erkrankte britische Schlachter könnte sich infiziert haben, nachdem ein Kuhkadaver, den er beseitigen wollte, platzte und aus Versehen Flüssigkeit in seinen Mund spritzte.

Die Auswirkungen im Falle einer Infizierung beim Menschen sind nicht so verheerend, wie bei den Paarhufern. Aber auch der angesteckte Mensch muss mit Krankheitssymptomen rechnen: Bläschen und kleine Geschwüre können an Haut und Schleimhäuten auftreten. Ferner kann der Betroffene Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen bekommen. Möglich sind außerdem eine Auflockerung des Zahnfleisches und eine Nagelbett-Entzündung.

Quelle: ntv.de