Politik

Zehntausende Mark Bericht: Brandt erhielt doch CIA-Gelder

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Willy Brandt (hier 1973 in den USA) soll doch die Hand aufgehalten haben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Willy Brandt hat es ein Leben lang bestritten: Doch der spätere Bundeskanzler soll in den 1950er Jahren Gelder vom US-Geheimdienst erhalten haben. Das berichtet der "Spiegel". Für die Zahlungen gab es einen konkreten Grund.

Der US-Geheimdienst CIA hat einem Medienbericht zufolge dem früheren Bundeskanzler Willy Brandt Geld bezahlt. Allerdings habe Brandt die Zuwendung lange vor seiner Regierungszeit erhalten. Wie der "Spiegel" vorab berichtet, haben die Amerikaner Brandt 1950 insgesamt 200.000 Mark zukommen lassen. Dies gehe aus Archivunterlagen hervor. Später sei sogar noch mehr Geld geflossen.

Um welches Archiv es sich handelte und was Brandt mit dem Geld machte, bleibt zumindest im Vorabbericht des Magazins unerwähnt. Laut dem Bericht hat die US-Besatzungsmacht den damaligen Bundestagsabgeordneten im innerparteilichen Machtkampf unterstützt.

Brandt hatte etwaige Zahlungen später stets bestritten. "Mir sind solche Mittel zu keinem Zeitpunkt zugegangen, weder zugunsten meiner Partei noch für irgendeinen anderen Zweck", zitiert ihn das Magazin aus dem Jahr 1977. Damals war Brandt SPD-Vorsitzender.

Zur Begründung für die Zahlungen heißt es weiter, dass Brandt zu einer Gruppe Berliner Sozialdemokraten um den Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter zählte, die eine Westintegration der jungen Bundesrepublik im Kalten Krieg gegen die Sowjetunion befürwortete. Brandt war 1957 bis 1966 regierender Bürgermeister von Berlin. Von 1969 bis 1974 war er Bundeskanzler.

Quelle: n-tv.de, jwu

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