Politik
Biden bei seiner Ankunft im Hotel Bayerischer Hof.
Biden bei seiner Ankunft im Hotel Bayerischer Hof.(Foto: dapd)
Samstag, 02. Februar 2013

"Engste Verbündete der USA": Biden beruhigt Europa

Europa bleibt der Grundpfeiler für das US-Engagement in der Welt. Mit emotionalen Worten sichert US-Vizpräsident Biden Europa auf der Münchner Sicherheitskonferenz die weitere enge Partnerschaft Amerikas zu. Bedrohungen wolle man auch künftig gemeinsam begegnen.

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US-Vizepräsident Joe Biden hat Sorgen in Europa widersprochen , die Vereinigten Staaten könnten ihre enge Bindung zu Europa aufgeben. "Es gibt keinen Grund zur Sorge", sagte Biden auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Sie bleiben unsere ältesten Freunde, unsere engsten Verbündeten", versicherte Biden. Sowohl er als auch US-Präsident Barack Obama denken, "dass Europa auch weiter der Grundpfeiler für unser Engagement in der Welt ist", sagte Biden. "Wir brauchen Sie, genauso wie Sie uns brauchen."

Europa sei ein Eckpfeiler "unseres Engagements in der Welt und ein Katalysator für Zusammenarbeit weltweit." Europa bleibe weiterhin ein unabdingbarer Partner Amerikas - beide brauchten einander. Zugleich würdigte Biden, Europa leiste wesentliche Beiträge zu globaler Stabilität und Wohlstand.

Biden setzt auf die rasche Verwirklichung eines europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommens. Es gebe hier zwar noch Differenzen, aber er denke, dass man diese bewältigen könne, sagte Biden am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Früchte, die man dann ernten könne, seien enorm. Biden betonte, Europa sei der größte Wirtschaftspartner der USA - das Potenzial sei aber noch sehr viel größer.

Wiederannäherung an Moskau

Besonders wollen sich die USA um eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland bemühen. "Wichtig ist es, dass die Vereinigten Staaten und Russland weiter zusammenarbeiten", so Biden. Er wies allerdings auch auf die tiefgreifenden Differenzen zwischen beiden Ländern hin. Konkret nannte er die unterschiedlichen Positionen im Syrien-Konflikt, den Streit über ein europäisches Raketenabwehrsystem und Differenzen in Menschenrechtsfragen. "Diese Unterschiede bestehen immer noch."

Biden eröffnete den zweiten Tag der Beratungen der Sicherheitskonferenz. Er steht ganz im Zeichen der transatlantischen Beziehungen und des Verhältnisses zwischen Nato und Russland. Neben Biden wird dazu unter anderem Russlands Außenminister Sergej Lawrow sprechen, außerdem Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und Außenminister Guido Westerwelle. Unter den rund 400 Teilnehmern des informellen Treffens zur Verteidigungs- und Sicherheitspolitik sind viele Regierungschefs, Minister und hochrangige Militärvertreter.

Quelle: n-tv.de