Politik

Koalitionsverhandlungen in Kiel Bildung als Stolperstein

Bei den Verhandlungen zwischen CDU und SPD über eine große Koalition in Schleswig-Holstein sind am Montag die beiden letzten Arbeitsgruppen zusammengekommen. Die Bildungsexperten haben noch strittige Fragen rund um die von der SPD geforderte Gemeinschaftsschule zu klären. Beide Seiten zeigten sich zuversichtlich.

Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor über neue Differenzen in der Bildungspolitik berichtet. Laut "Bild" sollen die Verhandlungen in Kiel ins Stocken geraten sein. Nach Informationen der Zeitung ist die Forderung der SPD- Bildungspolitiker nach Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem und Einrichtung weiterer Gesamtschulen der Streitpunkt. Nach drei erfolglosen Verhandlungsrunden der Bildungspolitiker am Freitag, Samstag und Sonntag hätten beide Seiten ein weiteres Treffen abgelehnt. Die Parteichefs wollten jetzt versuchen, das Problem zu lösen.

Über einen anderen Punkt haben sich die Verhandlungsführer dagegen nach Darstellung des Blattes geeinigt. Demnach soll Claus Schlie (CDU) in einer großen Koalition Innenminister werden. Die SPD könne wählen, ob sie das Wirtschafts- oder Finanzministerium behalten wolle, hieß es nach Angaben der Zeitung aus dem Landeshaus.

Auch die Arbeitsgruppe Finanzen tagte. Die Verhandlungsspitzen um die Parteivorsitzenden Peter Harry Carstensen (CDU) und Claus Möller (SPD) treffen sich wieder an diesem Dienstag.

Quelle: ntv.de