Politik
Sonntag, 30. März 2008

Teheran macht Front gegen "Fitna": Botschafter einbestellt

Die iranische Regierung hat scharf gegen den antiislamischen Film des niederländischen Abgeordneten Geert Wilders protestiert. Dazu wurden dem niederländischen und - als Vertreter der derzeitigen EU-Ratspräsidentschaft - dem slowenischen Botschafter im Teheraner Außenministerium Protestnoten übergeben.

Bereits am Freitag hatte das iranische Außenministerium den Film "Fitna" (Spaltung) als "beleidigend" und Symbol "tiefer Feindschaft" verurteilt.

Aber auch die Regierung in Den Haag distanzierte sich von dem anti-islamischen Film des niederländischen Politikers Wilders. "Wir sehen nicht, dass damit etwas anderes bezweckt wird als das Verletzen von Gefühlen", erklärte Ministerpräsident Jan Peter Balkenende. Kurz zuvor hatte der Rechtspopulist Wilders den Film im Internet veröffentlicht. Wilders führt darin Terror- und Gewaltakte muslimischer Extremisten unmittelbar auf Anweisungen aus dem Koran zurück.

Die Zeitung "de Volkskrant" kommentierte am Freitag, der Film gleiche den Propagandamethoden, mit denen totalitäre Regime Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufhetzen.

Aus Furcht vor gewalttätigen Protesten hatte die Polizei den Parlaments- und Regierungssitz in Den Haag abgeriegelt. Es blieb jedoch ruhig.

Quelle: n-tv.de