Politik

5000 demonstrieren in Chemnitz Breites Bündnis gegen Nazis

Rund 5000 Chemnitzer haben friedlich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und für Toleranz demonstriert. Mit einem Marsch durch die Stadt protestierten sie gegen eine Demonstration des Hamburger Neonazis Christian Worch zur gleichen Zeit. Daran hatten sich bis zum frühen Nachmittag nach Polizeiangaben rund 400 Anhänger Worchs beteiligt. Sie wollten gegen die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" protestieren, die seit Freitag in Chemnitz zu sehen ist.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Größere Zwischenfälle wurden nicht registriert. "Wir können es nicht zulassen, dass die Schrecken des Krieges verharmlost werden", sagte Oberbürgermeister Peter Seifert (SPD) auf einer Kundgebung. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus hätten in Chemnitz keine Chance.

Die Wehrmacht-Ausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung zeigt in Fotos, Dokumenten, Tonbandmitschnitten und Filmen die Gräueltaten deutscher Militärs in Osteuropa im Zweiten Weltkrieg. An der Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit beteiligten sich autonome Gruppen, Parteien, Kommunalpolitiker, Künstler und Gewerkschaften.

Quelle: ntv.de