Politik

Perspektivwechsel gefordert Brinkhaus: Ungeimpfte schränken Leben der Geimpften ein

Um den Umgang mit ungeimpften Bundesbürgern ist eine Debatte entbrannt. Sollen sie für Tests bezahlen, werden ihre Rechte eingeschränkt? Für Unionsfraktionschef Brinkhaus sollte mehr über die Rechte von Geimpften gesprochen werden.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat mit Blick auf Geimpfte und Nicht-Geimpfte einen Perspektivwechsel gefordert. "Es wird zu viel über den angeblichen indirekten Impfzwang geredet und zu wenig über die Rechte von Geimpften", sagte Brinkhaus der "Welt". "Was ich momentan erlebe, ist, dass die Geimpften sauer sind auf die Nicht-Geimpften. Die Geimpften haben Termine gemacht, sind losgegangen und haben in Kauf genommen, dass es ihnen am Tag nach der Impfung teilweise nicht so gut gegangen ist. Und sie erleben nun, dass sie ihre Freiheiten trotzdem nicht vollständig zurückbekommen." Deswegen müsse endlich gefragt werden, inwieweit die Nicht-Geimpften das Leben von Geimpften einschränkten.

Um eine mögliche Ungleichbehandlung von ungeimpften Bundesbürgern war zuletzt eine Debatte entbrannt. So wird darüber diskutiert, ob Menschen ohne Impfung künftig für Corona-Tests bezahlen sollen.

Brinkhaus geht davon aus, dass Hoteliers, Clubs und Veranstalter künftig nur noch Geimpfte in ihre Häuser lassen. "Ich gehöre zwar zum Team Vorsicht, aber wir können nicht die nächsten 30 Jahre unser Leben Covid unterordnen. Wir müssen zu einer Normalität zurückkehren, und zwar bald und nicht erst in Jahren. Ein Restrisiko wird bleiben, aber damit müssen wir dann umgehen."

In Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl merkte Brinkhaus an: "Unseren politischen Mitbewerbern auf der linken Seite gefällt es, dass der Staat jetzt sehr viel regelt und dass der Staat jetzt sehr viel vorschreibt. Und wir als Union sagen da: nein, nicht mit uns. Der Staat muss sich auch wieder zurücknehmen. Der Staat ist nicht dafür da, alle Risiken abzufedern und alles für den Bürger zu regeln. Das ist der Unterschied zwischen uns und den Parteien, die links von uns stehen."

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet lehnt eine Benachteiligung von Ungeimpften ab, sofern diese einen negativen Corona-Test vorweisen können. "Wer geimpft, genesen oder getestet ist, den darf der Staat nicht von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausnehmen", sagte der CDU/CSU-Kanzlerkandidat vor den nächsten Beratungen von Bund und Ländern am Dienstag der "Bild am Sonntag". Die sogenannte 3-G-Regel sei "sinnvoll, maßvoll und umsetzbar".

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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