Politik

Soldaten für Notfälle Britische Feuerwehr im Ausstand

Tausende britische Feuerwehrleute sind wieder im Streik - zum dritten Mal in diesem Monat und wieder für 48 Stunden. Sie kämpfen für drastische Lohnsteigerungen und den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Für die britische Regierung ist das Maß jetzt voll. Sie drohte nach dem Beginn des Ausstandes damit, Gehälter und Arbeitsbedingungen per Gesetz festzuschreiben. Rund 19.000 Soldaten wurden für mögliche Notfälle in Einsatzbereitschaft versetzt.

Vizepremier John Prescott kündigte im Unterhaus ein Gesetz zur Erzwingung einer Einigung an. Es werde allerdings noch einige Wochen dauern, bis es in Kraft treten könne. "Diese Vollmacht wird künftigen Verhandlungen hoffentlich einen neuen und dringend erforderlichen Realitätssinn bringen", sagte Prescott. Er warf der Gewerkschaft der Feuerwehrleute vor, "mit den Arbeitgebern, der Regierung, der öffentlichen Sicherheit und öffentlichen Geldern Katz und Maus zu spielen".

Die Gewerkschaft hatte zuletzt das Angebot einer elfprozentigen Lohnerhöhung zurückgewiesen, weil sie die zugleich geplanten Reformen ablehnt. Ihrer Meinung nach würden diese 4.500 Arbeitsplätze kosten. Die 55.000 britischen Feuerwehrleute waren bereits im vergangenen Jahr an insgesamt zehn Tagen in den Ausstand getreten. Sie hatten ursprünglich 40 Prozent mehr Lohn gefordert, haben inzwischen aber Bereitschaft signalisiert, auch weniger zu akzeptieren.

Quelle: ntv.de