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Jawtex über Norddeutschland Bundeswehr beginnt Großmanöver

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Die Bundeswehr beteiligt sich unter anderem mit Eurofightern des in Laage bei Rostock stationierten stationierten Luftwaffengeschwaders.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Zeitpunkt ist brisant - wenn auch zufällig: Inmitten der Ukraine-Krise probt die Bundeswehr bei ihrer größten Militärübung des Jahres den Ernstfall. Tausende Soldaten aller Waffengattungen aus einem Dutzend Nationen beteiligen sich.

Mitten in der Ukraine-Krise beginnt in Deutschland die größte Militärübung der Bundeswehr in diesem Jahr. Praktisch im ganzen Norden Deutschlands wird den Angaben zufolge das Zusammenspiel der drei Waffengattungen trainiert. Das Übungsgebiet erstreckt sich von Ostfriesland über Schleswig-Holstein bis nach Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Schwerpunkte sind Luftangriff und -verteidigung sowie Lufttransport und Evakuierungsoperationen. An der bis 22. Mai andauernden Operation Jawtex (Joint Air Warfare Tactical Exercise) beteiligen sich rund 4500 Soldaten aus zwölf NATO und Nicht-Nato-Nationen. Die Vorbereitungen haben bereits vor zwei Jahren begonnen.

Die Luftwaffe stellt mit gut 1300 Teilnehmern das größte Kontingent. Daneben beteiligen sich 800 Soldaten aus den Niederlanden, Italien, Frankreich, Finnland, Slowenien, Griechenland, Österreich, Schweiz, Türkei, Ungarn und den USA.

1200 Flugbewegungen geplant

Laut Bundeswehr kommen bei Jawtex unter anderem Kampfflugzeuge vom Typ F-18, F-16, Eurofighter und Gripen zum Einsatz. Daneben nehmen C-160-Transall, C-130-Herkules sowie Hubschrauber vom Typ Blackhawk, Cougar CH-53, NH-90 und Tiger teil. Insgesamt sind mehr als 1200 Flugbewegungen geplant. Gestartet wird von den Standorten Schleswig, Wittmund, Köln, Geilenkirchen, Hohn, Laage, Holzdorf, Stendal und Fassberg.

Geprobt wird unter anderem das Zusammenwirkungen mit Luftabwehrsystemen. Allein auf dem Truppenübungsplatz Klietz in Sachsen-Anhalt beteiligen sich 900 Soldaten an einer Luftlandeoperation. Die Marine ist in der deutschen Bucht mit zwei Fregatten und einem Tanker vertreten.

Wie der Sender MDR berichtet sind in den kommenden zehn Tagen mit Ausnahme des Wochenendes täglich vormittags und nachmittags Übungsflüge angesetzt. Der betroffene Luftraum ist während dieser Zeit eingeschränkt. Tiefflüge sollen sich allerdings auf die Truppenübungsplätze beschränken. Vom Fliegerhorst Holzdorf an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg wird der Einsatz kontrolliert.

Quelle: ntv.de, jwu