Politik

Noch ein Milliardenauftrag Bundeswehr will auch neue Schiffe kaufen

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Fregatte "Schleswig-Holstein" (r.) und Schlepper

(Foto: picture alliance / dpa)

Gerade haben die deutschen Streitkräfte die milliardenschwere Anschaffung eines neuen Luftabwehrsystems beschlossen, da wird der nächste Auftrag bekannt: Sechs neue Mehrzweckkampfschiffe braucht die Bundeswehr.

Die Bundeswehr will ein neues Mehrzweckkampfschiff anschaffen. Das Projekt solle zunächst vier solcher Schiffe umfassen, hieß es im Ministerium. Die Kosten beliefen sich wie beim Luftabwehrsystem Meads auf rund vier Milliarden Euro. Die Auslieferung soll ab 2023 beginnen. Dazu werde es eine europaweite Ausschreibung geben, teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit.  

Vier Schiffe gelten als finanzierbar, als bedarfsgerecht schätzt die Bundeswehr aber sechs Mehrzweckkampfschiffe (MKS 180) ein. Über die Anschaffung weiterer zwei Schiffe werde nicht vor 2030 entschieden.

Die Schiffe sollen in der Lage sein, Ziele in der Luft sowie über und unter Wasser zu bekämpfen. Auch sollen sie helfen, Landeinsätze zu leiten. Aus dem Ministerium verlautete, die deutsche Industrie werde sicher in der Lage sein, ein gutes Angebot abzugeben. So dürfte sich die Lürssen-Werft für den Auftrag interessieren. Weiter hieß es, frühere Kostenschätzungen von zwei Milliarden Euro seien nicht mehr realistisch.

Das MKS 180 soll unter anderem in der Lage sein, von See aus Landziele zu beschießen und einen mehr als 20 Kilometer weiten Schutzschirm gegen Luftangriffe über andere Schiffe zu spannen. Außerdem soll es über ein bestens ausgestattetes Lazarett verfügen. Dazu kommen nach Bundeswehr-Angaben weitere Module, die das Schiff für spezielle Aufgaben aufrüsten.

Quelle: ntv.de, bdk/dpa