Politik

NATO-Einsatz im Irak Bush blitzt bei G8-Treffen ab

Innerhalb der NATO schwelt ein Streit um einen Irak-Einsatz. Beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer und Russlands (G8) auf Sea Island im US-Bundesstaat Georgia lehnte Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac den Vorstoß seines US-Kollegen George W. Bush ab, der Allianz eine größere Rolle im Irak zu geben. Zurückhaltend reagierten auch die Bündnispartner Türkei und Kanada auf die amerikanische Initiative.

Die USA konnten sich auch nicht damit durchsetzen, schon auf dem Gipfel dem Irak großzügig die Schulden zu erlassen. Eine Lösung soll nun bis Ende des Jahres gefunden werden. Der ölreiche Irak hat Schulden von mehr als 120 Mrd. Dollar.

Bush musste zudem bei seiner Initiative zurückstecken, politische Reformen in der arabischen Welt voranzutreiben. Die Staats- und Regierungschef einigten sich auf eine Erklärung, die ein partnerschaftliches Angebot an die Staaten des Nahen und Mittleren Osten festschreibt. Viele Staaten der arabischen Welt hatten sich jede Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten verbeten.

Aktionsplan gegen Atomwaffen

Zum Abschluss des dreitägigen Treffens vor der Küste des US-Bundesstaates Georgia will die G8-Runde ihre Hilfe für die ärmsten Staaten der Erde weiter ausbauen. Am Konferenztisch sitzen dann Staats- und Regierungschefs aus Afrika. Es wird vor allem um die Schuldenlast für die ärmsten Länder der Region sowie den Kampf gegen Krankheiten wie Aids und Polio gehen.

Einigkeit erzielten die G8-Staaten bei einem Aktionsplan gegen die Verbreitung von Atom-Waffen. Dieser sieht unter anderem ein einjähriges Exportverbot für Anlagen und Technologie vor, die für Uran- Anreicherung und -Wiederaufbau benutzbar sind. Mit deutlichen Worten wurde Nordkorea zur Aufgabe seines Atomprogramms und der Iran zur Kooperation mit der UN-Atombehörde aufgefordert.

Quelle: ntv.de