Politik

Neue Energiepolitik Bush setzt auf Kernkraft

US-Präsident George W. Bush will den Bau neuer Atomkraftwerke und Ölraffinerien angesichts der hohen Ölpreise beschleunigen. Unter anderem sollen Unternehmen, die Atomkraftwerke bauen wollen, staatlich gegen Millionenausfälle durch Verzögerungen im Genehmigungsprozess versichert werden. Die letzte Baugenehmigung für ein Atomkraftwerk stammt aus dem Jahr 1973. Es dauerte rund 20 Jahre, bis das Kraftwerk ans Netz ging.

Zudem wolle der Präsident verlassene Militärgelände für den Bau von Raffinerien öffnen, berichteten die Beamten. Die Gelände seien ungenutzt, weil sie noch nicht gesäubert seien und wegen hoher Umweltauflagen nicht freigegeben werden können. Andererseits scheiterten neue Raffinerievorhaben andernorts wegen hoher Umweltauflagen. Eine neue Raffinerie wurde zuletzt in den 70er Jahren gebaut. Mangelnde Raffineriekapazität wird in den USA für die rasant gestiegenen Benzinpreise verantwortlich gemacht. Allerdings kostet ein Liter Sprit dort im Durchschnitt immer noch nur 0,45 Euro.

Schließlich wolle der Präsident Steueranreize für den Kauf von Hybrid- und Brennstoffzellenautos auch auf saubere Dieselfahrzeugen ausweiten, hieß es. Er werde den Kongress drängen, seine Vorschläge in das geplante Energiegesetz aufzunehmen.

Quelle: n-tv.de