Politik

Bundespräsident Schäuble? CDU/CSU und FDP einig

Die Vorsitzenden von CDU/CSU und FDP wollen sich auf Wolfgang Schäuble als gemeinsamen Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten verständigen. Das berichtet die "Welt am Sonntag". CDU-Chefin Angela Merkel habe bei ihrem Treffen mit dem FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle am vergangenen Donnerstag in Hamburg den Durchbruch erreicht, will das Blatt aus den Parteizentralen von CDU und CSU erfahren haben. Ein CDU-Sprecher lehnte am Samstag dazu jeden Kommentar ab.

Laut Zeitung sollen Details für die Nominierung von Unions-Fraktionsvize Schäuble Mitte nächster Woche bei einem Treffen von Merkel, Westerwelle und CSU-Chef Edmund Stoiber in Berlin koordiniert werden. Dabei werde es auch um eine Abstimmung der FDP-Vorstellungen mit dem CDU/CSU-Reformprogramm gehen, das die Union am 7. März vorstellen will. In der Bundesversammlung, die am 23. Mai den Nachfolger von Bundespräsident Johannes Rau wählt, ist die Union auf die Stimmen der FDP angewiesen.

Grüne schließen nichts aus

Der Grünen-Vorsitzende Reinhard Bütikofer hat die Unterstützung eines Unions-Kandidaten bei der Wahl eines neuen Bundespräsidenten nicht ausgeschlossen. Auch sei die Wahl einer Frau in das oberste Staatsamt nicht zwingend. Der "Welt am Sonntag " sagte er: "Wir wollen eine Präsidentin oder einen Präsidenten, der für das moderne, weltoffene Deutschland steht. Wenn die Union in der Lage ist, so jemanden zu benennen, kann es dafür auch grüne Stimmen geben."

Als "absurd und ärgerlich" kritisierte Bütikofer, dass die Debatte von der CDU "hauptsächlich unter dem Aspekt geführt wird, was der Karriere von CDU-Chefin Angela Merkel nutzt oder was ihr im Wege steht".

Quelle: n-tv.de