Politik

Sparen durch simple Stufen CDU-Idee für Steuerreform

Die am Sonntag bekannt gewordenen Vorschläge der CDU-Präsidiumskommission für eine radikale Steuerreform sind auf ein unterschiedliches Echo gestoßen. Lob kam von der FDP und aus der Wirtschaft. Die SPD stellte die Finanzierbarkeit der Pläne infrage.

Das Gremium um den CDU-Steuerexperten Gunnar Uldall strebt ein vereinfachtes Steuersystem mit wenigen Tarifstufen und einem Höchstsatz von 35 Prozent an. Der Eingangssteuersatz soll 10 Prozent betragen. Uldall verfolgt seit Jahren die Vereinfachung des Steuersystems mit Hilfe eines simplen Stufenmodells.

Die Belastung der Bürger und Unternehmen soll auf weniger als die Hälfte ihrer Einkünfte bzw. Erträge zurückzugeführt werden. Die Steuer soll nachhaltig vereinfacht und die Benachteiligung mittelständischer Unternehmen beseitigt werden. Von jeglicher Steuerbelastung freigestellt werden soll das Existenzminimum jedes Familienmitglieds, heißt es in dem Papier weiter.

Der SPD-Finanzexperte Joachim Poß hielt CDU und CSU vor, alle Tage ein neues Programm vorzustellen. Sie seien aber alle für die Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen nicht finanzierbar. Ein Prozentpunkt weniger Eingangssteuersatz koste alle Körperschaften zusammen rund sechs Milliarden Mark, so Poß. Ein Prozentpunkt Spitzensteuersatz mache rund zwei Milliarden Mark aus. Wie hier Kürzungen zu finanzieren seien, werde von der Union nicht gesagt.

Quelle: ntv.de