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Verhöre nach 9/11 CIA folterte "bis an die Schwelle des Todes"

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Khalid Sheikh Mohammed bei seiner Festnahme in Pakistan.

picture alliance / dpa

Auf den 11. September reagieren die USA mit voller Härte. In Verhören werden Verdächtige brutal gefoltert. Die Praktiken werden demnächst in einem Bericht veröffentlicht. Die Details werden "zutiefst schockieren", heißt es aus Sicherheitskreisen.

Bei der Folter von Al-Kaida-Gefangenen sind die US-Ermittler Medienberichten zufolge noch brutaler vorgegangen als bislang bekannt. CIA-Mitarbeiter hätten einige Gefangene "bis an die Schwelle des Todes" unter Wasser gedrückt, berichtete der britische "Daily Telegraph" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Insbesondere bei den Verhören von Khalid Sheikh Mohammed seien die Agenten weit über das bislang eingeräumte sogenannte Waterboarding hinausgegangen. Mohammed ist der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge vom 11. September.

"Sie haben nicht nur Wasser über die Köpfe oder Kleider geschüttet", zitierte der "Telegraph" die Sicherheitsquelle. "Sie hielten ihn bis an die Schwelle des Todes unter Wasser. Ein Arzt war dabei um sicherzustellen, dass sie nicht zu weit gingen."

Auch ein zweiter Gewährsmann sagte der Zeitung, die Folter sei "weit über das hinausgegangen, was sich die Menschen vorstellen". Die Veröffentlichung werde die Öffentlichkeit "zutiefst schockieren", sagte eine dritte Quelle dem "Telegraph".

Der US-Senat will demnächst einen Bericht über die Verhörmethoden bei Terrorverdächtigen veröffentlichen. Grundlage sind bislang geheime CIA-Dokumente.

Quelle: n-tv.de, jog/AFP

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