Politik

"Keine Terrorgefahr" Castor darf rollen

Das Braunschweiger Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag der Umweltorganisation Greenpeace gegen den bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben abgelehnt. Das Gericht sehe auch unter Berücksichtigung der Anschläge vom 11. September kein besonderes Bedrohungspotential, heißt es in der Begründung.

Greenpeace hatte angesichts möglicher Terrorangriffe einen Verzicht auf die Transporte verlangt. Die Greenpeace-Atomexpertin Susanne Ochse erklärte, nach den Anschlägen vom 11. September sei eine neue Lage entstanden. Zusammen mit einem Elbefischer hat Greenpeace außerdem beim niedersächsischen Umweltministerium einen Antrag auf einstweilige Stilllegung des Zwischenlagers Gorleben gestellt.

Der Atomexperte Helmut Hirsch erklärte, ein Castor würde einem Beschuss mit einer panzerbrechenden Waffe nicht standhalten. Es würde eine radioaktive Wolke freigesetzt. Beim theoretischen Absturz eines großen Verkehrsflugzeuges auf ein Zwischenlager drohten ein mehrstündiges Feuer und die Beschädigung der Behälter. Tausende Quadratkilometer Land könnten radioaktiv verseucht werden.

Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) forderte einen Verzicht auf den voraussichtlich am kommenden Montag beginnenden Transport, da die Risiken untragbar seien. Der Landesvorstand der Bremer Grünen forderte die niedersächsische Landesregierung auf, die Castor-Transporte vor dem Hintergrund "der aktuellen welt- und innenpolitischen Sicherheitslage" abzusagen.

Quelle: ntv.de

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