Politik

Nach US-Durchsuchungen Chalabi: Bin kein Iran-Spion

Der in den USA in Ungnade gefallene irakische Politiker Ahmed Chalabi hat den Vorwurf der Spionage für Iran zurückgewiesen. Dies sei ein falscher Vorwurf und eine Verleumdungskampagne, sagte Chalabi dem US-Fernsehsender ABC. Seine Partei Irakischer National-Kongress (INC) habe zu keiner Zeit Geheiminformationen von den USA erhalten.

Chalabi wies auch den Vorwurf zurück, er habe falsche Informationen über Massenvernichtungswaffen im Irak zu Zeiten des Regimes von Ex-Präsident Saddam Hussein geliefert. Der INC habe auf Bitte des US-Geheimdienstes den Kontakt zu drei irakischen Flüchtlingen hergestellt. Es sei Aufgabe des Geheimdienstes und der Sicherheitsberater des US-Präsidenten gewesen, diese Informationen auszuwerten, sagte der Politiker.

Seinen Sturz erklärte Chalabi unter anderem damit, dass er gegen einen Terrorstaat im Irak gewesen sei, der von Geheimorganisationen unter diplomatischem Mantel geführt werde.

Nach 25 Jahren im Exil war Chalabi nach der Entmachtung Saddams in den Irak zurückgekehrt. Er galt lange Zeit als Hauptverbündeter des US-Verteidigungsministeriums und politischer Hoffnungsträger.

Nach letzten Umfragen gehört Chalabi jedoch zu den unbeliebtesten Politikern seines Landes. In einer Zuspitzung der Situation durchsuchten irakische Sicherheitskräfte am Donnerstag in Bagdad seine Residenz und Büroräume.

Quelle: n-tv.de

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