Politik

Neue Vorwürfe "Chemie-Ali" mordete Schiiten

Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch hat neue Vorwürfe gegen den als "Chemie Ali" bekannt gewordenen Cousin des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein erhoben.

Nach einem am Donnerstag vorgelegten Bericht der Gruppe soll Ali Hassan al-Madschid 1999 die Hinrichtung von mindestens 120 Schiiten in Basra nach einem dortigen Aufstand angeordnet haben. Dies gehe aus Dokumenten und Aussagen von Augenzeugen hervor, erklärte Human Rights Watch. Unter dem direkten Kommando Madschids hätten irakische Sicherheitskräfte und Mitglieder von Saddams Baath Partei Menschen willkürlich festgenommen, gefoltert und hingerichtet.

Madschid wird voraussichtlich einer der ersten Vertrauten Saddams sein, denen im Irak der Prozess gemacht wird. Zu seinem Namen "Chemie Ali" gelangte er nach einem Massaker 1988. Ihm wird der Einsatz von Giftgas gegen die kurdische Bevölkerung in der Stadt Halabdscha im Norden des Irak vorgeworfen. Dabei wurden tausende Menschen getötet.

Quelle: ntv.de