Politik

Schäuble for President? Debatte um Rau-Nachfolge

In der Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Johannes Rau gibt es neue Vorschläge. Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach hat sich nun für Wolfgang Schäuble stark gemacht. Schäuble sei einer der "klügsten Köpfe" der Union, sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er sei sich sicher, dass Schäuble in diesem Amt das Land hervorragend repräsentieren und ihm viele Impulse geben könnte, fügte Bosbach hinzu, der Schäuble demnach schon im Frühjahr 2000 als möglichen Rau-Nachfolger ins Gespräch gebracht hat.

Schäuble selbst lehnte eine derartige Debatte ab. Die Amtszeit Raus laufe noch ein Jahr, und man habe sich in der Union darüber verständigt, "diese Debatte nicht im Sommer 2003 zu beginnen", sagte er der gleichen Zeitung. Das gebiete der Respekt vor dem Amt, fügte er hinzu.

Die FDP will erst Ende des Jahres entscheiden, ob sie zur Wahl des Bundespräsidenten mit einem eigenen Bewerber antreten oder die Kandidatur einer anderen Partei unterstützen wird. "Ich werde meiner Partei zu gegebener Zeit einen Vorschlag unterbreiten", sagte der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle am Samstag. Es gebe keinerlei Vorfestlegungen.

Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor unter Berufung auf "gut unterrichtete Kreise" berichtet, die engste FDP-Spitze habe sich bereits auf den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Wolfgang Gerhardt, als Kandidaten für die Wahl im nächsten Jahr verständigt. Diese Entscheidung sei bereits vor geraumer Zeit gefallen.

Deshalb habe Gerhardt auch vor kurzem einen ursprünglich geplanten Wechsel ins Europaparlament abgelehnt.

Quelle: n-tv.de

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