Politik

Zwangskollektivierung vor 50 Jahren Denkmal für DDR-Bauern enthüllt

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Ernte auf einem Kartoffelfeld der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) Cottbus-Nord im Oktober 1989.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Im brandenburgischen Kyritz enthüllt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer ein Denkmal für die Opfer der Zwangskollektivierung in der DDR. 1960 wurden etwa 400.000 Bauern gezwungen, ihr Eigentum in LPGs einzubringen. Tausende flohen daraufhin in die Bundesrepublik, einige begingen Selbstmord.

50 Jahre nach der Zwangskollektivierung von Bauern in der DDR hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer der damaligen Opfer gedacht. Bei der Enthüllung eines Denkmals im brandenburgischen Kyritz erinnerte er gemeinsam mit dem Deutschen Bauernbund daran, dass Anfang 1960 etwa 400.000 selbstständige Bauern gezwungen wurden, ihr Eigentum in Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) einzubringen.

Als Folge der in der DDR nach sowjetischem Vorbild angeordneten Zwangsmaßnahmen flüchteten damals etwa 15.500 Landwirte in die Bundesrepublik. Zahlreiche Bauern kamen vor Gericht, die DDR-Machthaber inszenierten rund 8000 Schauprozesse. Rund 200 Bauern, die dem Druck nicht standhielten, wählten den Freitod.

Die SED-Führung bezeichnete seinerzeit die am 25. April 1960 abgeschlossene Zwangskollektivierung als "Sozialistischen Frühling".

Quelle: ntv.de, dpa

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