Politik

CDU-Affären Ehlerdings weisen Schuld von sich

Das Hamburger Unternehmer-Ehepaar Ehlerding hat den Verdacht zurückgewiesen, zwischen ihrer Spende an die CDU und dem Kauf der Eisenbahnerwohnungen des Bundes bestehe ein Zusammenhang. Es habe keinerlei Verbindung gegeben, erklärten beide als Zeugen vor dem Parteispenden-Untersuchungsausschuß in Berlin.

Den Zuschlag für den Kauf der Eisenbahnerwohnungen habe das deutsche Bieter-Konsortium erhalten, weil so der Mieterschutz gewährleistet gewesen sei - anders als bei einem lukrativeren japanischen Angebot.

Hintergrund für den Korruptionsverdacht ist, dass von Ehlerding beherrschte Unternehmen WCM von der Verkaufsentscheidung der Regierung von Alt-Kanzler Helmut Kohl (CDU) stark profitiert hätte.


Frau Ehlerding sagte ferner, zunächst habe ein finanziell gut situierter Freundeskreis 1998 die Regierung Kohl mit einer bis zu 20 Millionen Mark teuren Anzeigenkampagne unterstützen wollen. Dazu sei es aber nicht gekommen. Ihr Mann und sie hätten dann eine Spende über insgesamt 5,9 Millionen geleistet.

Frau Ehlerding weigerte sich, die Namen der vier zu dem Freundeskreis gehörenden Familien zu nennen und wies die Vermutung zurück, in dem Kreis könnten sich die von Kohl geheim gehaltenen Millionenspender befinden. Die Hamburger Unternehmerin nutzte die Aussage vor dem Ausschuß schließlich auch zur Kritik am Finanzgebaren der CDU.

Quelle: ntv.de

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