Politik

Gesundheitsreform Einheitsbeitrag für alle?

Die Koalition von Union und SPD plant nach Informationen der "Welt am Sonntag" einen einheitlichen Beitragssatz für alle Krankenkassen. Er soll für alle Mitglieder der gesetzlichen Kassen und alle Neumitglieder der privaten Krankenversicherung gelten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Der Beitragssatz werde laut ersten Berechnungen für Arbeitnehmer zwischen sieben und acht Prozent liegen. Der Arbeitgeberbeitrag soll bei sechs Prozent eingefroren werden. Heute sind die Beiträge von Kasse zu Kasse unterschiedlich.

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums sagte dazu der dpa, ob und wie die Privatpatienten in die Finanzierung des Gesundheitswesens einbezogen würden, sei völlig offen. "Es gibt noch keine Ergebnisse zu verkünden." In der Diskussion ist die Einrichtung eines Fonds, in den die Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, Steuermittel aber auch Beiträge aus Kapitalerträgen fließen. Aus diesem Topf erhalten die Kassen dann ihr Geld, das sich auch an den Krankheitsrisiken ihrer Versicherten bemessen soll.

Sollten die Kassen damit nicht auskommen, müssen sie von ihren Mitgliedern eine Pauschale einziehen. Nach Darstellung der "Welt am Sonntag" könnte diese bei den AOKen in größeren Städten bei etwa 40 Euro liegen. Heute schon preiswerte Betriebskrankenkassen könnten ihren Mitgliedern hingegen Beiträge bis zu 15 Euro erstatten. Die privaten Krankenkassen müssen dem Bericht zufolge für ihre Neumitglieder keine Rückstellungen für das Alter mehr bilden. Die später anfallenden Kosten würden dann auch aus dem Fonds finanziert, hieß es.

Quelle: ntv.de