Politik

Auch nach dem dritten Geburtstag Eltern sollen Elternzeit freier einteilen dürfen

Bisher müssen Mütter und Väter zwei ihrer drei Erziehungsjahre nehmen, solange ihr Kind das Kindergartenalter nicht erreicht hat. Das dritte Jahr bedarf der Zustimmung des Arbeitgebers. Das soll sich ändern - falls sich Ministerin Schwesig durchsetzen kann.

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Die Neuerung: Zwei der drei möglichen Erziehungsjahre können auch noch nach dem dritten Geburtstag des Kindes genommen werden - ohne extra Genehmigung des Arbeitgebers.

(Foto: imago stock&people)

Väter und Mütter sollen künftig ihre Elternzeit auch ohne Zustimmung des Arbeitgebers flexibler planen können. Das sieht der Referentenentwurf des Bundesfamilienministeriums zum "Elterngeld Plus" vor. Der Entwurf, aus dem die "Schweriner Volkszeitung" zitiert, ist in die Abstimmung mit den anderen Ministerien gegangen. Ende März hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bereits ihre Vorstellungen dazu öffentlich gemacht.

Von den 36 Monaten Elternzeit, die Vätern und Müttern insgesamt zustehen, sollen künftig bis zu 24 Monate - statt wie bisher 12 - zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes in Anspruch genommen werden können. "Eine Zustimmung des Arbeitgebers ist nicht mehr notwendig", zitiert die Zeitung aus dem Entwurf.

Die Elternzeit müsse aber in diesen Fällen mit mindestens 13 Wochen Vorlauf - statt bisher 7 - angemeldet werden. Arbeitnehmer mit Kindern könnten ihre Elternzeit den Plänen zufolge "zukünftig ohne Zustimmung des Arbeitgebers in bis zu drei Abschnitte aufteilen".

Das "Elterngeld Plus" soll vor allem Eltern entgegenkommen, die nach der Geburt des Kindes in Teilzeit arbeiten möchten. Ähnliche Pläne waren in der schwarz-gelben Vorgängerregierung gescheitert. "Eine frühere Erwerbstätigkeit beider Partner in Teilzeit, die gleichzeitig eine (gemeinsame) Fürsorge für das neugeborene Kind ermöglicht, wird sich stärker lohnen als bisher", heißt es nach Angaben der Zeitungen im Entwurf.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa