Politik

Durch Studie belegt Elterngeld funktioniert

Als das Elterngeld das Erziehungsgeld ablöste, sollte es Familien in der Babypause ein höheres Einkommen ermöglichen und den Wiedereinstieg der Mütter in den Beruf erleichtern. Eine DIW-Studie im Auftrag des Familienministeriums kommt zu dem Schluss, dass diese Ziele erreicht werden. Es gibt jedoch auch ein Aber.

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Kinderkriegen soll wieder Spaß machen und finanzierbar sein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Elterngeld erfüllt einer Studie zufolge seinen Zweck. Die Einführung des Elterngelds vor fünf Jahren habe die Einkommen von Familien nach der Geburt erhöht, die Babypausen von Müttern verkürzt und die Väter stärker an der Kinderbetreuung beteiligt, heißt es im "Elterngeld Monitor" des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). "Es entfaltet damit die ihm vom Gesetzgeber zugedachten Wirkungen." Das DIW hatte die Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt.

Im Durchschnitt erhöhte sich demnach das Einkommen für Familien im ersten Lebensjahr des Kindes durch das Elterngeld um rund 400 Euro monatlich. Besonders profitieren konnten sowohl Familien, in denen die Frauen besonders hohe Bildungsabschlüsse hatten, als auch Mütter mit geringem Bildungsabschluss, hieß es in der Studie.

Das Elterngeld, das bis zu 14 Monate nach der Geburt an Mütter und Väter gezahlt wird, die mit der Arbeit aussetzen, orientiert sich am bisherigen Einkommen und beträgt 67 Prozent des  Nettogehalts, höchstens aber 1800 Euro und mindestens 300 Euro im Monat.

Der Studie zufolge führt es dazu, dass zunächst mehr Mütter im ersten Lebensjahr im Beruf aussetzen. Die entsprechende Erwerbsquote sei um rund zwei Prozentpunkte gesunken. Damit werde das Ziel erfüllt, zunächst einen "Schonraum" zur Kinderbetreuung für junge Familien zu schaffen.

Im zweiten Jahr nach der Geburt des Kindes entfalte das Elterngeld dann Anreize zum Wiedereinstieg in den Beruf. Das gelte insbesondere für Mütter mit niedrigem Einkommen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Mütter, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrochen haben, wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, ist aufgrund des Elterngeldes signifikant gestiegen", heißt es in der Studie. Allerdings sei es wichtig, das Elterngeld durch einen Ausbau von Kitaplätzen für Kinder unter drei Jahren zu ergänzen, um die Erwerbsbeteiligung von Müttern zu sichern, schrieben die Forscher.

Quelle: ntv.de, AFP