Politik

DDR-Schatten in Sachsen Entschädigung verfolgter Schüler

Sachsen hat ehemalige DDR-Bürger, die aus politischen Gründen in ihrer Ausbildung benachteiligt wurden, entschädigt. Sozialminister Hans Geisler (CDU) überreichte in Dresden mehreren Betroffenen entsprechende Bewilligungsbescheide. Nach der Schwere des einzelnen Schicksals zahlt das Land bis zu 10.000 DM. Die Entschädigung sei als symbolische Wiedergutmachung zu verstehen, sagte Geisler.

Sachsen ist das bisher einzige Bundesland, das Schüler und andere Auszubildende, denen in der DDR Unrecht zugefügt wurde, entschädigt. Eine Initiative des Freistaates für eine bundesweite Regelung war im Bundesrat gescheitert.

Mehr als 2.500 Sachsen hatten eine Entschädigung beantragt, weil sie aus politischen Gründen nicht zu einer weiterführenden Schule zugelassen wurden oder nicht studieren durften. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Schwere des einzelnen Schicksals. Es können bis zu 10.000 DM gezahlt werden.

Quelle: n-tv.de