Politik

Ahmadinedschad-Rede "Europa soll Israel fallen lassen"

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat seine Serie antisemitischer Attacken fortgesetzt. In einer vom staatlichen Rundfunk des Iran übertragenen Rede forderte er Europa auf, seine Unterstützung für Israel einzustellen.

Israel könne nicht dauerhaft bestehen und habe keinen Nutzen für die Europäer, erklärte Ahmadinedschad. "Welchen Nutzen außer dem Hass der Nationen habt Ihr davon, dieses Regime zu unterstützen?", fragte er.

Anders als die USA seien die Europäer Nachbarn des Nahen Ostens und würden die Folgen eines Aufruhrs in der Region zu spüren bekommen, warnte der Präsident. "Die Nationen sind wie ein anschwellender Ozean", sagte Ahmadinedschad. "Wenn ein Sturm losbricht, werden seine Dimensionen nicht auf Palästina begrenzt bleiben, und Ihr könntet in Mitleidenschaft gezogen werden."

Ahmadinedschad hielt seine Rede aus Anlass des "Jerusalem-Tags", an dem die iranische Regierung die Bevölkerung zu Solidaritätskundgebungen mit den Palästinensern anhält. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von Menschenmengen, die in iranischen Städten Porträts des Revolutionsführers Ajatollah Chomeini und des Anführers der libanesischen Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah, empor hielten.

Der iranische Präsident hat mit seiner Forderung, Israel von der Landkarte zu tilgen, und seiner wiederholten Leugnung des Holocausts bereits mehrfach internationale Empörung ausgelöst. Im August erklärte Ahmadinedschad allerdings, der Iran sei für kein Land eine Bedrohung und schloss dabei Israel ausdrücklich ein.

Quelle: n-tv.de